2017-02-17

#720 - RAAAAAANT!!einself1!

Meh, heute ist nicht mein Tag. Erst erfahre ich heute früh, dass unser großer Bulle Jochen bereits seit Tagen geschlachtet ist. Ich wollte den gern noch behalten, weil er ein Guter ist. Bzw. war. Der Gatte und dessen Onkel wollten ihn aber gleich schlachten, mit der Begründung, der würde keine Muskeln mehr aufbauen und nur noch fett werden.

Tja, und nun ist Jochen geschlachtet worden, bereits irgendwann in dieser Woche, und das, obwohl wir eigentlich abgesprochen hatten, dass das a) noch ne Weile dauert bis dahin und ich b) in die Planung mit einbezogen werde. Ich bin RICHTIG wütend! Meinetwegen können sie mich ja überstimmen, das ist dann halt so. Das kann ich akzeptieren. Aber ich will, verd***te Axt noch mal, VORHER über Entscheidungen informiert werden. Zumal, wenn es auch noch ne sofort nötige größere Geldausgabe nach sich zieht (neuen TK-Schrank kaufen, weil unsere Speichermöglichkeiten ausgereizt und teilweise sehr unpraktisch sind) – und vor Allem ne MENGE Zeitaufwand für mich:
  1. neuen TK-Schrank aussuchen (gut, das hat größtenteils der Gatte erledigt) und kaufen, 
  2. alte TK-Truhe in der Küche ausräumen und saubermachen, 
  3. Keller auf- und umräumen (da wird sich mein guter Gatte in erheblichem Maß einbringen dürfen), 
  4. TK-Truhe an den neuen Ort (Keller) stellen, 
  5. Inhalt neu organisieren (Menschenessen und Tierfutter getrennt), 
  6. Tierfutter in die Alttruhe einräumen, 
  7. neuen Schrank holen und aufstellen (das will auch der Gatte machen – hurra, ausgekugelte Schulter! – wehe, wenn dabei irgendwas passiert! Da werd‘ ich zum Schwein!!), 
  8. saubermachen (Vorführgerät), 
  9. die TK-Geräte sinnvoll organisieren (was kommt wo hin? Wie ist es praktisch?) 
  10. Menschenessen einräumen – Tiefkühltetris …
  11. … und am kommenden Mittwoch ca. 200 Kilo Jochen einräumen.

Eigentlich hatte ich nicht vor, an diesem WE gleich den nächsten großen Subbotnik dranzuhängen. Aber die Punkte 1 bis 6 (optimalerweise: bis 7) müssen heute noch passieren, damit der Platz in der Küche frei ist für das Neugerät. Und 200 Kilo Kuh.

Das Blödeste dabei ist dieses hässliche Gefühl, mal wieder vom Gatten übergangen worden zu sein, was Informationen angeht. Der weiß ganz genau, dass es mich wesentlich mehr ärgert, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Das macht er aber gern, wenn er weiß, dass ich größere Entscheidungen, die mich/uns betreffen, blöd finde oder ernsthaft dagegen war oder bin und evtl. Konsequenzen auch nicht mittragen will.

Das letzte Mal, als wir uns wegen so einer Nummer in der Wolle hatten, hatte er dem jüngeren Sohn erlaubt, ne Party bei uns zu feiern, während wir im Urlaub waren. Was richtig aus dem Ruder lief (Brandflecke in Holz- und Ledermöbeln, Chaos und ein paar kaputte Gläser (das kleinste Übel), unser Schlafzimmer und diverse meiner Kosmetika von ... nem Pärchen ... benutzt, und alle Fische in meinem großen Aquarium gekillt, weil irgendein Vollidiot Alk ins Becken gekippt hat). Klar war Sohni hinterher ganz geknickt und kleinlaut. Aber hat er wenigstens mal "Entschuldigt bitte" gesagt? - Nein (zumindest nicht zu mir). Und der Gatte meinte, naja, soooo schlimm sei es ja nun auch nicht gewesen.
Off topic: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Sohni die finanziellen Folgen hätte tragen müssen. Die Möbelreparaturen haben nicht die Welt gekostet, aber eben schon auch Geld. Dito die Fische. Wobei die insgesamt schon durchaus teuer sind – zu Recht, wie ich finde. Außerdem war es eine wirklich unerfreuliche Menge Arbeit, das AQ komplett sauberzumachen und wieder neu aufzusetzen. Vom Herzeleid, dass mir geliebte Tiere eingegangen sind, gar nicht zu reden.

Diesmal sagt der Gatte, es sei gut gewesen, dass der Jochen jetzt schon geschlachtet worden wäre, denn der sei erheblich magenkrank gewesen. Er habe wohl das Gemüse nicht gut vertragen, das der Onkel immer zufüttert (bzw. per sofort „zugefüttert hat“).
Aha, soso. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Ich bin sehr, sehr unfroh gerade.

Dann hab ich mir noch selber ein bisschen ein Bein gestellt. Also grundsätzlich denke ich, das Richtige getan zu haben, aber es hat eben auch Zeit gefressen. Gestern bei meiner Gehrunde habe ich einen toten Reiher am Seeufer gefunden. Nun ist die Vogelgrippe hier noch nicht sooo lange her, also hab ich das dem Veterinäramt gemeldet. Aber da der See rund 25 km Uferlinie hat, musste ne genauere Ortsangabe her. Also bin ich noch mal runtergerannt und hab den Fundort gesucht. Zum Glück hab ich die Stelle sofort wiedergefunden. Das Amt hat den Vogel nun wohl auch bereits geholt. Und für meinen Zorn war die zusätzliche, sehr schnelle Bewegung auch ganz gut (wenn auch nicht für den Muskelkater …). Aber dafür ist dann halt eine weitere Stunde draufgegangen. Es wird also auf einen terminologischen Wochenenddienst rauslaufen, damit ich meine Wunschstunden schaffe. Und dann den Subbotnik.

Schön geht irgendwie anders …

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