2017-01-23

#716 - felines, kulinarisches, allgemeines

Zunächst mal gibt es von der Katzen“front“ Positives zu berichten: Es gibt ne Diagnose: Cholangiohepatitis. Einerseits unschön, weil unangenehm und langwierig, aber andererseits behandelbar, nicht ansteckend und kann komplett ausheilen.

Der Bluekatz bekommt seit einer Woche ein Antibiotikum – und es geht ihm beDEUtend besser! :D  Seit Dezember bekam er schon ein Medikament, das den Appetit anregt. In den vergangenen Wochen sah das Ergebnis so aus, dass er statt zweier Mundvoll Nassfutter immerhin dreieinhalb speiste. Manchmal sogar vier. (=über den Tag verteilt keine 100 g (Nass)futter). Aber ausreichend oder gar für eine Zunahme? – im Leben nicht. Küken hat er mir überhaupt nicht abgenommen. 

Seit er aber das Antibiotikum bekommt (2 x täglich Pille in Katze – war zu Anfang ein fieser Akt!, aber jetzt macht er relativ entspannt mit und es geht ratzfatz *yay*), hab ich den Appetitanreger nur noch einmal geben müssen, denn er war mit Verstoffwechselung der ersten Pille am folgenden Morgen schlagartig wieder sein altes (=gefräßiges) Selbst. 2 Küken pro Tag und dazu insgesamt 150 g Nassfutter – ich bin täglich jauchzend um meinen Bluekatz herumgehüpft und hab dem Gatten nach jeder Mahlzeit (also ca. 5 – 6 Mal am Tag) vorgejubelt, wie gut der Bluekatz wieder frisst :D 

Heute früh hat Blue zum Frühstück (!!) zwei Küken (die Normalration! *hurra!*) verputzt und danach Nachtisch – Nassfutter – gefordert (und natürlich auch bekommen). :D  Ich freu mich wie Bolle!!! Bremsen werde ich erst, wenn er wieder sein Moppelkampfgewicht >6 kg hat. Bis dahin darf er fressen, was reingeht. Auch bei meinen anderen beiden Fressmaschinen Tibby und Fidi bremse ich nicht mehr so beherzt – ich weiß jetzt, wozu ne rundliche Katze gut ist (im Krankheitsfall gut was zuzusetzen zu haben ist u.U. lebensrettend). Und so lange sie nicht richtig fett sind, ist alles im grünen Bereich. Zumal sie sich jetzt ja auch den mittleren Alter nähern, ab dem häufiger mit Malaisen zu rechnen ist. Muss nicht, kann aber – und für den Fall ist dann eben jetzt etwas mehr Puffer vorhanden ;)
„Richtig fett“ definiere ich als „dicker als der Nachbarskater“, der eine echte Kuller ist. Wenn der auf seinem Hintern sitzt, sieht er aus wie ein Sofakissen *pruuuuust* So ein dickes Federkissen, wo oben mit der Handkante eine Kerbe reingemacht wurde – die Zipfel sind die Ohren.

Grade habe ich noch im Haus Klarschiff gemacht und finde es jedes Mal aufs Neue frustrierend, wie lange das bisschen Scheiß immer dauert. Siehste nix von, ich hab wirklich nur das Gröbste beräumt und das Abendbrot vorbereitet, aber trotzdem sind – Zack! – anderthalb Stunden flöten. So „Extravaganzen“ wie Boden von Eigelbflecken befreien durch Wischen sind da gar nicht drin. Mpf.
Und dann ist unser dusseliger Saugi auch „krank“ und bleibt nach ein paar Minuten einfach stehen. Gründlich Saubermachen ist sonst oft das Heilmittel, diesmal nicht. Muss ich also nachher gleich den Fehlercode recherchieren, sonst ist Ersatz fällig. Ne Reparatur dauert ewig und ist auch bloß teuer, und der Saugi ist jetzt 6 Jahre alt und bei uns im Hardcore-Einsatz.
Aber passen würde mir weder das Eine (Ersatz) noch das Andere (Reparatur), denn ich hab ne Menge Dinero ungeplant ausgegeben (zwei Mal „in den Katz reingucken“ = Ultraschall und große Blutbilder kosten halt …), dann hab ich mich neulich ausgesperrt und 400 Glocken nem Schlüsseldienst in den Rachen geworfen, und das Finanzamt wird auch in absehbarer Zeit Geld wollen. Meh …
Na, vielleicht hab ich Glück und krieg den Saugi alleine wieder hin.

Derzeit bin ich wegen des invaliden Gatten und der großen Kälte (~minus zehn Grad tagsüber - arschkalt!!) wieder der Hauptkoch, und so stehen Schweißgerät und Sous-Vide-Garer quasi im Dauereinsatz. 
Aber es ist faszinierend, wie schnell und einfach die Kocherei damit sein kann. Letzte Woche hab ich ein paar Hühnerbeine (ausm Supermarkt – kommt selten vor, aber kommt vor) mit bisschen Knobi, Chilli und Zitronenschale und n bisschen Salz eingerieben, einvakuumiert und ein paar Stunden (5?) bei 85 Grad baden geschickt. Ging ratzfatz (also das Vorbereiten) und war superlecker. Als Nebeneffekt hab ich gelernt, wie Aspik geht :) Irgendwas mit ausreichend Kollagen (Beine von Rind und Huhn gehen super) ne gute Weile eingeschweißt im heißen Wasser ziehen lassen und die ausgetretene Flüssigkeit auffangen und kalt stellen. Fand ich super, ich LIEBE Sülzen! Der Erstversuch Marke „Rumfort“ (steht rum, muss fort – nämlich zwei angebrochene Gläser Sauergemüse ausm Kühlschrank, dazu ein bisschen Rote Bete, ein Ei und die Reste vom Hühnerfleisch) war ein voller Erfolg, ich  musste mich sehr zügeln, nicht den ganzen Pott Sülze in einer Sitzung aufzufressen :D
Lustig war Folgendes: Ich hab letzte Woche zum zweiten Mal Ochsenbäckchen gemacht. Auch wieder siehe oben – eeeeeeewig lange sous vide gegart (~24 h), damit das zähe Fleisch zart wird. (So ne Kuh macht wohl am Tag 30.000 Kaubewegungen.) Vom dem ersten Versuch hatte ich der SchwieMu vorgeschwärmt, und sie war neugierig, aber erheblich skeptisch („Das kriegst Du doch nie zart!“). Vom zweiten hab ich ihr was abgefüllt – gestern kam das Feedback: sie hat sich vor Begeisterung überhaupt nicht wieder eingekriegt! Hat mich gleich nach dem Essen soFORT angerufen, um mir zu sagen, wie toll sie das fand. Schwiegertochterorden in Gold am Bande, würde ich sagen :D

Fazit: Der Sous-Vide-Garer und der Vakuumierer waren eine richtig gute Investition. „So viel  Spaß für wenig Geld …“ 

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