2016-11-16

#706 – da schau an ...

im mai bloggte die geschätzte felis einen artikel über die lahmende gleichberechtigung (und vor allem: gleichverpflichtigung oder wie das biest genannt werden mag). ich dachte zunächst, och nööö, so schlimm ist das doch bei uns gar nicht, der gatte macht doch auch was.

bei genauerem hinsehen stellte sich indessen heraus: nope.

also der gatte tut schon was im haushalt. ein kleines bisschen. wenn jedoch die zeiten stressig sind (und das waren sie im letzten halben jahr sehr viel mehr als mir lieb war!), dann klebt der allergrößte teil an mir. täglich mindestens eine stunde für „putzräumwischpolier“ muss ich rechnen. grundsauber fühlt sich das aber nicht an – käme unerwarteter besuch, wäre mir der zustand der behausung gelegentlich peinlich. und da hab ich schon ne putzfrau, die mir einen erheblichen teil des grundreinemachens abnimmt!
in haus und garten kümmert er sich gelegentlich erst nach hundertdrölfzig erinnerungen meinerseits um dinge abseits von rasenmähen und zeug-wegfahren (sperrmüll, gartenabfälle usw.).  ja, die fahrräder und die fahrzeuge sind sein ressort. und im normalfall geht das auch halbwegs zeitnah. aber selbst da klemmt es in letzter zeit. die schaltung an meinem einarmigen banditen macht seit ende des sommers schwierigkeiten, und ich habe ihm das auch deutlich öfter als einmal gesagt.
*seufz*

in den letzten tagen, seit ich allein zuhause bin, stelle ich fest, dass ich deutlich weniger zu tun habe. die hütte ist auf einem guten passablen grundsauberkeitslevel, die arbeitsflächen und der tisch sind krümelfrei und sauber, es steht kein wenig gelumps rum (gut, das kann auch ich hervorragend), die gewaschene wäsche ist verräumt (okay, auch da bin ich ebensooft der schlummi wie er) und insgesamt bin ich ganz erstaunt, dass ich die große hütte so entspannt im griff habe. und da sind außergewöhnliche aktionen bereits drin, wie z.b. gestern den saugroboter wirklich grundreinigen. also nicht bloß dreckbehälter leeren und grob die haare aus dem seitenbürstchen und von den rollen entfernen. sondern dreckbehälter innen mal komplett saubermachen (das war nötig, nachdem der saugi mehrmals katzenfutterteile eingesaugt hatte), die lager aller räder und bürsten entfusseln (daraus könnte ich mir vermutlich eine weitere katze stricken *ürgs*), den bürstenkäfig und div. andere bodennahe teile von angetrocknetem katzenfutterschmodder befreien – also das wirklich große programm. (was der gatte ganz offensichtlich so noch nie getan hat.)
und anschließend natürlich arbeitsflächen und benutztes werkzeug reinigen und desinfizieren.

nachdem ich den gatten wegen seines mangelnden engagements im haushalt jüngst angezählt hatte, gelobte er nicht nur besserung, sondern setzte diverses davon auch wirklich um. so sind wir beim geschirrspüler-ausräumen aktuell bei 50:50 – klasse! den einkauf hat er sehr lange komplett allein erledigt, mittlerweile gehen wir meist gemeinsam. und um den müll kümmert er sich auch nahezu komplett alleine. das ist ein job, den ich abgrundtief hasse.
nur die nummer mit dem putzen ... *seufz* da haben wir immer noch erheblichen handlungsbedarf. weil es a) aufgrund der vielen und großen flächen die meiste zeit frisst und b) am schnellsten sichtbar wird. bekleckerte oder bekrümelte flächen fallen (mir) durchaus auf – und ich kann darauf nicht einfach weiterarbeiten, weil ich oft nicht weiß, was das für klecker oder krümel sind. brotkrümel mögen noch schleichen. aber die krümel nach einer saugi-reinigung sind doch sehr igitt.
in summe hab ich den eindruck, dass mir, wenn er daheim ist, der putzlappen an der hand anwachsen könnte ... das missfällt mir nennenswert.

außerdem stelle ich – durchaus erstaunt – fest, dass ich diesmal das alleinsein sehr genieße. nicht falsch verstehen, ich freu mich riesig darauf, wenn er wiederkommt. aber jetzt komplett mein eigenes ding machen zu können, zu bett gehen, aufstehen, kochen, arbeiten wann immer ich will, praktisch keine störungen von außen, futtertechnisch weitestgehend wunschkonzert – doch, das hat was.

so, und nun auf zum feierabend, heute mit blumenkohlmuffins mit straußenfleisch zum abendbrot und film vorm kamin. yay.

Kommentare:

mayhem hat gesagt…

Semi-OT: Das Blumenkohl-Muffin-Rezept würde mich interessieren, ich suche immer noch nach einem Weg, den für mich genießbar zu machen und habe glorreicherweise im Zuge der Handy-Neuanschaffung deine Nummer vergrudscht.
Somit also prophylaktisch auf diesem Wege guten Rutsch und frohes Neues! :D

hühnerschreck hat gesagt…

:) mail mit nummer und co folgt :)

auch dir ein frohes neues!! möge es besser werden als 2016.

das basisrezept für die bluko-muffins findest du hier: https://happycarb.de/rezepte/fleisch/salami-blumenkohl-muffins/ da ich keine salami mag, hab ich die weggelassen: die "hülle" lässt sich sehr bequem durch andere scheibenförmige unterlagen (in meinem fall sgraußenfleisch-rouladen, es geht aber auch käse - mittelalter gouda - yummi!) ersetzen, und im muffin brauchst du auch nicht zwingend salami. da gehen käse, tofu, linsen, angebratene zwiebeln - eigentlich alles, was du gern isst. wenn du nicht zwingend lowcarben willst, gehen da auch ganz entspannt kartoffel, polenta oder ähnliche sachen. wichtig ist nur, diese papierförmchen zu verwenden, sonst bekommst du deine muffins nicht aus dem blech heraus.

guten appetit!