2016-10-07

#694 - großes kopfschütteln

in wenigen tagen hat der gatte geburtstag. da es kein runder ist, will er keinen so großen herrmann machen. nur in der firma einen ausgeben und dort auch abends mit ein paar freunden zusammensitzen. nix großes halt.

da er neulich von einem von mir vor- und zubereiteten stück "totes tier in marinade" so komplett begeistert war, habe ich ihm angeboten, etwas sehr ähnliches für seine feier auch zu machen. mein plan war:

t minus 3 tage, abends nach der arbeit: 

  • etwa 20 kilo fleisch in empfang nehmen
  • marinade vorbereiten
  • fleisch passend portionieren (à 4 bis 5 kilo) 
  • einvakuumieren
  • vor dem schlafengehen das erste stück fleisch in den sous-vide-garer werfen (ich brauche etwa 10 stunden pro stück)

t minus 2 tage: 

  • morgens vor der arbeit das zweite stück fleisch in den garer werfen
  • vor dem schlafengehen das dritte stück fleisch in den garer werfen

t minus 1 tag, während der arbeit

  • morgens vor der arbeit das vierte stück fleisch in den garer werfen
  • vor dem schlafengehen das fünfte stück fleisch in den garer werfen

tag t: 

  • morgens vor der arbeit das letzte stück fleisch in den garer werfen, falls nötig und vorhanden
  • früher abend: fertig gegartes fleisch auf den grill werfen.

das ließ sich alles halbwegs bequem mit meiner arbeitsplanung koordinieren.

gestern nun teilte mir mein lieber gatte nebenbei mit, dass ich nicht vorbereitete fleischstücke küchenfertig bereitgestellt bekomme. nein. ich bekomme ein ganzes wildschwein. immerhin bereits abgezogen und ausgenommen.
kein witz.
ich wusste nicht, ob ich mich kaputtlachen oder ihn verhauen sollte.


ich bekomme also an einem noch nicht spezifizierten (!!) tag ein komplettes schwein. das werde ich an einem nachmittag t minus x zerlegen, die für gulasch und suppe benötigten teile an meinen chef de partie (=die schwiegermutter) weitergeben, die marinade vorbereiten und meine fleischbrocken einvakuumieren. in den folgenden tagen (??) werden die brocken dann nach und nach vorgegart - und am tag t bemanne (befraue?) ich den grill in der firma, um die vorgegarten teile wie geplant aufzuknuspern und an die hungrige meute weiterzureichen.  

nur dass mir die schweinschneiderei günstigstenfalls einen halben tag klaut (wenn ich hilfe beim messerschärfen und säge-schwingen bekomme), den ich so nicht eingeplant habe. (grade hat mir nämlich die terminologiechefin 20 stunden monatlich mehr gegeben, die ich irgendwie unterkriegen muss.) 

ich bin ja gespannt, wie sich das zeitlich ausgeht. 

frage an die mitleser: womit soll ich den kerl verhauen? 
  • mit einer poolnudel
  • mit einer wildschweinkeule
  • mit der suppenkelle
und nun ans werk.

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