2016-10-06

#693 - wmdedgt, oktoberversion

diesmal hat frau brüllen sogar auf twitter dran erinnert, dass sie heute wieder wissen möchte, was wir so den ganzen tag treiben. kann ich mich also nicht mit „hab's vergessen“ rausreden :)

nun denn, los geht's. ein völlig unspannender tag.

kurz nach sieben klingelt des liebsten telefon, irgendwas firmenbezogenes (was sonst ... :/) und wohl auch relativ wichtig, er telefoniert kurz und legt sich noch mal hin. mein wecker meldet sich planmäßig halb acht, der liebste steht auf. ich drücke noch mal auf snooze. kurz vor dem zweiten weckruf kurz vor acht krabbele auch ich aus dem warmen bett. morgentoilette, anziehen, das übliche halt.

der liebste ist schon wieder aus der firma zurück und sitzt lesend im wozi. er hat die schnellstartbatterie kaffeemaschine bereits angeworfen und sich einen kaffee gezapft. ich bekomme auch einen und greine innerlich über den saustall in der küche – ich gehe davon aus, dass dessen behebung wieder meine „ehrenvolle aufgabe“ sein dürfte. dann bekommen die kleinen plüschmützen die erste ladung küken und madame eine taube. danach befreie ich den herd von katzentapsen und werfe unsere spiegeleier in die pfannen. währenddessen füttert der liebste die zweite runde.

nach dem frühstück bekomme ich meinen zweiten kaffee und wir bleiben noch einen moment sitzen und lesen. ich die crime, die bei der gestrigen city-runde mit musste, der gatte wieder irgendwas mountainbikiges (wie nahezu immer).
dann bricht er ins büro auf, erwartungsgemäß ohne weitere handschläge in der küche. ich beginne seufzend damit, die küche in einen für mich erträglichen zustand zu versetzen. spüler leeren, flächen abwischen, geschirr verräumen, neue wisch- und handtücher hinhängen und die schmutzigen ins waschhaus mit hochnehmen.
dass die küche nach unserer abwesenheit so aussehen würde, war mir klar: die kleinen feliden fressen bevorzugt auf erhöhten flächen. das gibt weniger zusammenstöße mit madame: die klaut nämlich den kleinen gern mal die küken, wenn sie findet, dass sie noch SOOOO VIIIIIEL hunger hat. das mag ich den kleinen plüschs auch nicht verbieten. sauberhalteversuche der flächen mittels wachstuch und ähnlicher schnickedenzien scheiterten bereits: die katzen schaffen es regelmäßig, ihre kleckernden mahlzeiten eben doch genau auf die ritzen zwischen einzelnen abdeckungen zu legen, oder – bedeutend unangenehmer – futterreste unter die abdeckungen zu schieben. bäääh! also beiße ich in den sauren apfel und putze ihnen halt hinterher. industrie-desinfektionsreiniger sei dank ist das auch keine schwere schrubberei. aber ich bin die einzige, die es macht. *grrr*

danach koche ich mir meine xxl-kanne tee und gehe ins büro. dort sitzt bereits madame und wünscht ein bisschen bespielt zu werden. das gestern im zoo neu gekaufte plüsch-ozelot wird sofort angegriffen. ich teste noch ein bisschen damit herum und beschließe nach ihren reaktionen, dass sie das zum spielen nicht bekommt - sie reagiert ganz deutlich wie auf eine katze, und am plüschobjekt trainierte angriffe auf die lebenden kleinfeliden möchte ich nun definitiv nicht haben.

anschließend geht es an den rechner zum brötchenverdienen. das heutige thema sind „nudelreste“ (einige noch ausstehende einträge einer terminologieliste einer maschine zur pastaherstellung) und „sauberkeit vs. kontamination“. letzteres ist garstiger als erwartet. verschmutzung, kontamination, schmutz und verunreinigung müssen klar voneinander abgegrenzt werden. in der kürze einer definition gar nicht so einfach.

gegen halb zwei kommt der liebste zum mittag heim, ich nasche ein kleines käslein mit feigensenf und trinke einen kaffee dazu. danach geht es weiter mit den terminologischen taten (schleppend, leider).
in den denkpausen bespiele ich madame, die heute besonders anschmiegsam ist und sich mehrmals hintereinander ohne protest auf den arm nehmen lässt - ein novum. ich freue mich.
während der arbeit stelle ich fest, wie kalt es geworden ist - ich muss mir meine stulpen arme und beine anziehen und fröstele immer noch. bäh! den kamin anzufeuern habe ich keine richtige lust, zum holzholen müsste ich raus in den nieselregen. und danach den schweren korb schleppen. och nöö. morgen.

kurz nach halb sieben lasse ich den stift die tastatur fallen und gehe nach unten in die küche. ich suche mir die zutaten für die sous-vide zu garenden beinscheiben zusammen und fange an, das grünzeug zu putzen. der gatte kommt auch heim und will die nase sofort wieder in irgendwas bike-bezogenem vergraben. da ich ausgesprochen knurrig bin (kalt UND hungrig - HAAAANGRY!!) muss ich ihn murrend anzählen. er grinst (immerhin kennt er sein weib nun lange genug, um sich solcherlei knuckerigkeiten nicht zu herzen zu nehmen.) zusätzlich fällt mir aber auf, dass das vakuumiergerät nicht bei uns steht und ich meine sous-vide-vorbereitungen abbrechen muss. das bessert meine laune nicht. ich bereite den heilbutt für den grill vor, er geht raus, den grill vorbereiten. ich füttere währenddessen die erste runde und beschmuse die kleinen feliden.
später essen wir den hervorragenden heilbutt und schließen das abendbrot mit einer auf den punkt gereiften mango ab.
anschließend lese ich noch ein bisschen und versuche, die allgemeine frösteligkeit und unzufriedenheit mit einem kleinen klecks ben&jerry's zu vertreiben. aber das hilft auch nicht, also gehe ich gegen zehn ins bett.

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