2016-07-14

#679 – zähe tage

derzeit sind die tage garstig zäh. das wetter ist genau so wechselhaft wie meine befindlichkeit: mal sind die tage grandios, ich platze schier vor energie. dann wieder ist es eine zähe plackerei mit grau-in-grau, so wie heute.

heute frage ich mich auch, ob der gestrige sport zuviel war. eigentlich war es nix besonderes, anreise mit dem rad (etwas länger als sonst wegen einer baustelle, aber nichts dramatisches: 19 km statt 17) und das übliche knackige krafttraining. das edge erstaunte mich, weil es einen deutlich geringeren verbrauch anzeigte als sonst, für dieselbe belastung – und ich fühlte mich bereits gestern eher wie nach einem deutlichen mehrverbrauch. zwanzig prozent mehr hätte ich aus dem stand geglaubt. aber zwanzig prozent weniger? zitternde knie habe ich nach dem training sonst eher selten.
heute nun ... heute bin ich völlig im eimer. der muskelkater wird sich zu einer höllenmutter auswachsen, ich komme gefühlt kaum die treppen hoch und bin schlapp und müde. da helfen auch die aminosäuren und vitamine nicht. dazu kopfschmerzen des todes. wirklich, so schlimm war es schon sehr, sehr lange nicht mehr.

oder hat mich der insektenstich vom freitag sonnabend doch mit irgendwas garstigem infiziert? vor ein paar jahren hatte mir ja schon einmal eine mistbiene eine fiese infektion beschert ... letzten sa. bin ich bei der radrunde auf einem schnellen stück auch mit was größerem, stechendem kollidiert. das insekt (ich tippe auf wespe oder biene) steckte zwischen dem halteriemen des helms und meiner brille an meiner schläfe fest und stach natürlich zu. am sa. und so. fühlte ich mich ziemlich schlapp, allerdings waren auch um 30 grad. aber es ist schon ziemlich ungewöhnlich, dass meine leistungen auf dem rad so einbrechen – das kommt eher nicht von nix. bis dato kann ich wärme sehr gut aushalten, das sollte es also eigentlich nicht sein.
nur: mit einem insektenstich zum notdienst latschen ...? sagen wir mal, ich wäre da gegen halb, um zwei aufgeschlagen. nach der triage (kann selber laufen, keine nennenswerten schmerzen, kein schwallartiger blutverlust, diagnose: ein insektenstich ohne allergie) wäre ich mit sicherheit als völlig nicht-dringend klassifiziert worden. dann hätte ich bis, sagenwirmal, neun uhr abends in der notaufnahme herumgesessen und dann einem übermüdeten arzt (der/die vielleicht schon an die 20 stunden dienst hinter sich hat) erklären müssen, mich hat ein insekt gestochen und jetzt fühl ich mich blöd, weil, vor 5 jahren, blahblah ... – das hätte mich ja gar nicht gerockt.

tja nu. da werde ich wohl noch ein bisschen herumjammern und hoffen, dass ich bald wieder fit bin. meh.

passend dazu kam der gatte gerade mit einer extrem zeitfressenden aufgabe für die firma um die ecke. auf die ich überhaupt keine lust habe, weil a) ich mich mit dem thema schon seit reichlich 3 jahren nicht mehr intensiv beschäftigt habe, und b) er auch ewig nicht zahlt. die älteste ausstehende rechnung (abrechnung für den märz) ist seit anfang mai überfällig. auch april und mai stehen aus. den juni habe ich noch gar nicht abgerechnet, weil das so frustrierend ist. und nun soll ich heute oder morgen, wo ich eh schon so herumlahme, auch noch einen extrem ungeliebten job machen, für den es das schmerzensgeld vermutlich gegen weihnachten geben wird? meine motivation schlägt grade purzelbäume. vor lachen.

gnah.

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