2016-07-06

#677 - wmdedgt, juliversion

da macht man eiiiiin mal bei so ner monatsgeschichte mit, und zack! hat das gehirn gleich nen speicherplatz damit vollgestellt und erinnert einen am vierten abends daran. so was ... das müsste mir mal im wahren leben passieren, zum beispiel bei der grundsteuer ... *seufz* naja, irgendwas ist ja immer.

wie immer am monatsfünften möchte frau brüllen wissen, was ich so den ganzen tag mache.
am liebsten würde ich ja auch heute sagen: „na, gar nix, faul sein :D“. aber heute ist ein arbeitstag, also tue ich nicht nichts.

der wecker klingelt halb acht. aber da es gestern abend dank einer wunderbaren schundlektüre wirklich spät geworden ist, drücke ich die „später“-taste und drehe mich nochmal um.
kurz nach acht fängt der bauarbeiter draußen an, lärm zu machen. da nun eh nix mehr ist mit weiterschlafen, quäle ich mich hoch. ich halte den zombiekörper astralleib unter die dusche und fröne auch sonst noch ein kurzes bisschen der körperpflege, ehe ich in mein bürogwand schlüpfe.

vor der schlafzimmertür warten die vier feliden auf morgenbeschmusung. dem komme ich natürlich gern nach :D madame lässt sich noch nicht blicken.
ins schlafzimmer dürfen die pelzköppe heute nicht, weil ich nen korb und einige stapel zu verräumender wäsche auf dem boden stehen bzw liegen habe, darunter ein nagelneues seidenkleid. so was finden die plüschs immer besonders faszinierend, um sich drin zu wälzen oder – besonders beliebt bei feinen, zarten stoffen oder feinen gestricken – innig schnurrend zu treteln. außerdem klaut madame gern rundliche dinge, zb kosmetikschwämmchen, sockenpaare und ähnliches, und auch davon liegen z.zt. ausreichend herum.

in der küche werfe ich die kaffeemaschine an und sehe den gatten in die einfahrt rollen. während er die erste runde küken an die feliden verfüttert, kümmere ich mich ums frühstück, spiegeleier für ihn und ein spiegelei und geraspelte zucchini mit proteinschlabber für mich, dazu den ersten kaffee des tages. wir frühstücken draußen.
madame lässt sich nun auch sehen, weil der bauarbeiter gerade nicht lärmt, und holt sich den ersten teil ihres frühstücks.

der gatte rollt wieder in die firma, ich verräume die frühstücksreste, räume die küche auf, wechsle das wasser der schwarz werdenden nüsse und lasse derweil den zweiten kaffee des tages durchlaufen. madame bekommt noch ein paar hähnchenhälse, die sie mir aus der hand nimmt. (das ist insofern erwähnenswert, weil sie mir futter bisher mit schmackes aus der hand geschlagen hat, gern auch mit kralle. und das mag ich weniger – wir erinnern uns, der serval wird auch „die katze mit dem karateschlag“ genannt. wir haben aber daran gearbeitet, dass sie mir vertraut und ich ihr, und deswegen nimmt sie mir ihr futter neuerdings sachte aus der hand.)
auf die üblichen morgendlichen räum- und/oder putzaktivitäten habe ich heute gar keine lust, auch wenn zB die sachen im schlafzi schon sehr anklagend gucken (dochdoch, sachen können anklagend gucken!). stattdessen gehe ich hoch in mein büro.

dort liegt madame auf dem sofa und teilt mir mit, dass sie bespielt zu werden wünscht. ich lasse den rechner hochfahren, greife mir ihr pinkfarbenes plüschvieh am roten band und werfe es für madame. nach einem unvorsichtigen wurf landet das ding auf dem schreibtisch. leider ist madame schneller dran als ich. beim wegschleppen reißt sie den ventilator herunter, es kracht und scheppert. sie bringt sich zwar in sicherheit, rast aber nicht entsetzt durchs ganze haus in ihren „bunker“, was mich freut. nach einem viertelstündchen hat sie keine lust mehr zum spielen und verschwindet auf ihren ruheplatz im obersten fach des bibliotheksregals.

ich braue mir noch einen kaffee, bereite eine kanne zitronengetränk vor und starte das terminologische tagewerk. es läuft elend schleppend.

halb eins mittag mit dem gatten, es gibt letscho und ein kleines stück leberwurststulle.

nach dem mittag muss endlich das notebook für eine kollegin in des gatten firma fertig eingerichtet werden. das steht schon wochenlang bei mir herum und guckt ebenfalls vorwursvoll. eigentlich macht das normalerweise der it-weise, aber da der im urlaub ist, übernehme ich das.
ich stelle erfreut fest, dass ich das meiste bereits erledigt habe und wirklich nur noch den teamviewer-zugang einrichten muss. das allerdings geht nur vor ort, also lasse ich mich vom gatten in die firma spedieren und versuche mein glück. die kollegin freut sich, der gatte freut sich, ich freu mich – multilaterales gaudium, könnte man sagen :D

zweieinhalb stunden später weiß ich, dass eine neuinstallation von teamviewer eine ... nun, sagen wir mal, unterhaltsame angelegenheit ist, wenn man nicht gleichzeitig auch ein fullsize-gerät greifbar hat, das bereits als „vertrauenswürdig“ eingestuft ist. alter schwede, was für ein nasenbluten ... das möchte ich nicht auf vielen geräten machen müssen! und wie das profi-admins machen, wüsste ich auch gern. immerhin läuft die geschichte nun, und die restarbeiten muss ich dann halt später machen.

danach geht es daheim weiter im terminologischen treiben. mit meinen ergebnissen bin ich nicht recht zufrieden bisher ... daran wird auch die aktuelle fragestellung nichts ändern: ein ingenieur möchte eine fürchterlich unspezifische ansammlung von bauteilen in einem eintrag und mit einer benennung zusammengefasst haben. der einzige gemeinsame nenner ist, dass alle teile erst am ende der montage am betreffenden gerät montiert werden. es entspinnt sich ein länglicher mailwechsel inkl. einiger telefonate, um zu ergründen, wie man dieses sammelsurium nennen könnte.

mittendrin ruft die kollegin aus der gattenfirma an und möchte noch mal hilfe bei ihrer neuen teamviewerinstallation. das ergebnis ist nicht so zufriedenstellend wie ich das gern hätte. ich habe noch schwierigkeiten beim administrieren vom teamviewer ... auch die zickige helferin, die sich die gute pu rangeholt hat, trägt nicht zum schnelleren vorankommen bei. ich fürchte, ich werde mich mit tv noch mal deutlich ausführlicher beschäftigen müssen.

es folgt die letzte runde an der terminologiefront, immerhin mit einem teilerfolg: zum widerspenstigen eintrag fällt mir eine tragbare lösung ein.
danach noch fix nachtragen des mittäglichen futterinputs bei fddb, dann ein bisschen neues blog leerlesen, dann logout. 

für die radrunde ist es zu spät, und ich habe auch eher keine lust, dafür einen beginnenden hungerast. der gatte ist zwischenzeitlich auch heimgekommen, und wir sitzen erst mal ne weile auf der terrasse und besprechen die ereignisse des tages nach. außerdem holen wir das sonnensegel über der terrasse ein, da es stürmisch zu werden droht.
während er den grill für die entrecôtes anfeuert, bereite ich eine ordentlich scharfe kohlrabipfanne vor und zu. wir essen draußen.
danach sitzen wir noch ein bisschen auf der terrasse und lesen und unterhalten uns. als die böen stürmisch werden, gehen wir rein. kurz danach fängt es heftig zu regnen an.

ich verputze noch eine ladung ben&jerry's fairly nuts und lese meinen schundroman zuende. der gatte ist wieder in sachen mtb-weiterbildung im netz unterwegs, schläft aber bald über seinem tablet ein.
kurz nach 23:00 uhr stupse ich ihn an und wir gehen schlafen. 

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