2016-05-06

#667 - was ich so den ganzen tag mache?

gelegentlich passt es, dass ich am 5. eines monats dran denke (korrektur: es ist mir schon einmal gelungen), aufzuschreiben, was ich den tag über so gemacht habe. unter dem häschtäck #wmdedgt ("was machst du eigentlich den ganzen tag?) sammeln sich da die berichte.

alsdann.

den gestrigen freien donnerstag begannen wir mit abgebrochenem ausschlafen. also eigentlich schon, nach neun aufstehen zählt sicher als ausschlafen. aber so ganz hundertpro munter fühlte ich mich noch nicht.
ein gemütliches frühstück und dreivier kaffee schlossen sich an, inklusive gemütlichem & gemeinschaftlichem das-interner-leerlesen. das bewässern des neuen rollrasens (im katzengehege) fiel aus, weil die zisterne leer ist (oh shit!! das müssen wir dringend ändern! die gießsaison kommt erst noch ...), die getopften pflanzen bekamen wasser aus der regentonne.
anschließend beratschlagten wir, wie wir den wunderbar sonnig-warmen tag nutzen wollten, lies, wo es mit den bikes hingehen sollte. wir waren uns schnell einig, dass wir für eine anreise mit dem auto irgendwo hin deutlich zu spät wären. daher lautete plan a: zum käffchen trinken ans e.-flutbecken.

vor den start haben die götter indessen das „dies, das und jenes muss aber noch schnell erledigt werden“ gesetzt. daher zog es sich wie üblich noch eine gute weile. ich räumte die küche auf, beseitigte katzenfutterspuren, startete den geschirrspüler und pützelte hie und da ein bisschen herum. off topic: kann nicht mal jemand eine küchenspülmaschine erfinden? in die man ein stück seife reiniger hineinwirft, die türen schließt, einen startknopf drückt und nach 2 stunden eine saubere küche hat? ich glaube, das wär eine marktlücke.

beim reinigen meiner trinkblase schoss ich mir gleich noch ein bisschen in den fuß. ich bin da leider ein schlummi und vergesse regelmäßig, die blase sofort nach benutzung zu spülen und zum trocknen aufzuhängen. der letzte inhalt hatte nun etwas angezogen (=war angegoren). so spülte ich mit einem ordentlich aggressiven reiniger um, ließ das ganze etwas stehen, bürstete nach und spülte drei oder viel mal durch. und befüllte die blase dann neu, ohne zu testen, ob noch reinigerreste zu schmecken waren. long story short: ja, waren sie (schmecken deutlich bitter *bäh*) und ich büßte das mit magengegrummel. aber da mein magen ein ansonsten recht resistentes teil ist, blieb es dabei.

gegen zwei saßen wir auf den rädern. als wir den see erreichten, stellten wir fest, dass gefühlt drölfzig fantastillionen leute dieselbe idee hatten. spontan beschlossen wir, doch lieber keinen slalom um spazierenroller, fußgänger, kleine hunde und kinder und aggressive senioren fahren zu wollen, was bei der zunächst geplanten tour bei so viel begängnis unausweichlich gewesen wäre.
stattdessen ging es richtung h.-see.
das erwies sich als super-idee, da viele teilstrecken unbefestigt und mithin deutlich weniger überlaufen, stellenweise sogar komplett leer waren. am h.-see besorgten wir uns einen kaffee und eine „eistorte-wider-willen“: eine erdbeersahne-geschichte, die eigentlich gar nicht für diesen tag gedacht war. aber da die heerscharen von ausflüglern der cafébetreiberin buchstäblich alles leergefressen hatten, musste nachschub her - und der war eben noch nicht richtig aufgetaut. aber beides schmeckte trotzdem vorzüglich, der kuchen war auch mal in sinnvoller portionsgröße. ich bin ja gar kein fan der allgegenwärtigen xxxxxl-portionen (gern auch für viel geld), weil ich mich extrem schwer damit tue, essen übrigzulassen, wenn es mir schmeckt. daher fand ich es klasse, dass dieses sahnige monster ein schmales monsterchen war und – bonus!– auch nicht die welt kostete :D
anschließend setzten wir unsere runde fort, diesmal in bester verfassung und nicht so völlig platt wie beim erstversuch.

gegen sechs langten wir wieder zuhause an und setzten uns mit käffchen (ich) bzw. bier (der gatte) auf die terrasse.
plötzlich schaute mein liebster hoch und meinte, „ach schau mal, wer da ist!“ ich hatte zwar ein motorengeräusch registriert. aber da seit einsetzen des schönen wetters permanent die heizerfraktion (wahlweise: die nervsäcke mit ihren lanz-bulldoggen) lautstark an s. vorbeiposaunen, war mir das unauffällige schnorcheln der kilogixxer komplett durchgerutscht. jbob war auf seiner ausfahrt an s. vorbeigekommen und hatte spontan beschlossen zu gucken, ob wir da sind. da ich seit mehr als einem jahr nix gehaltvolles mehr von ihm gehört hatte, fand ich das durchaus erfreulich, zumal er diesmal auch keine hilfe bei irgendeiner katastrophe brauchte.
wir unterhielten uns ein knappes dreiviertelstündchen, dann ritt er heim zu seiner liebsten, und wir widmeten uns der abendbrotvorbereitung.

zum abendessen gab es die beiden gestern gekauften doraden vom grill, dazu ein blumenkohlpüree und gedünsteten kohlrabi. der tollste gatte der welt gönnte sich ein bier, und wir ließen den tag mit den expendables 2 ausklingen. über die sprüche könnte ich mich jedes mal aufs neue beömmeln („wer kommt noch? rambo?“) und stellte mal wieder fest, dass ich actionfilme nur dann erträglich finde, wenn sie sich selber nicht allzu ernst nehmen. ein sinnfreies superhelden-geballer-und-gemetzel mit den ewiggleichen weißen, mittelalten dudes geht mir mittlerweile nach kürzester zeit furchtbar auf den zünder.

gegen halb zwölf gingen wir ins bett und waren dank der rund 50 km auch baldigst eingeschlafen.

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