2016-02-22

#654 - wochenendliches, ms. hü

am we hatte ich die mondmotte und mister motte zu besuch. die beiden hatten die mehrere hundert kilometer anreise auf sich genommen, damit wir uns mal wieder sehen.
den fr-abend brachten wir mit essen und quatschen zu, und aufgrund allgemeiner müdigkeit lebten wir den rock'n'roll  und verschwanden gegen 23:00 in den betten.
am sa. machten les motts und ich das völkerschlachtdenkmal und die city unsicher. dabei stellte ich mal wieder fest, dass ich zuwenig kulturelles tue. im völki war ich das letzte mal mit dem jott, also vor ca. 5 jahren. die ausstellung zur völkerschlacht stand damals noch nicht, und die renovierung war auch noch in vollem gange. ich fand es sehr spannend (und recht beklemmend), mal einiges zur völkerschlacht zu sehen und nachlesen zu können. ich denke, das werde ich im sommer wiederholen.
wann mein lieber mann das denkmal das letzte mal aus der nähe gesehen hat, kann ich nicht mal raten. es dürfte ewig oder länger her sein.
leider zeigte sich das wetter von einer sehr garstigen seite: es war kalt, stürmisch und regnete immer wieder. wir waren trotzdem willens, das völki komplett zu erklimmen, und wurden oben mit dem blick über die stadt und waagerechtem regen „belohnt“. ich war aber begeistert, denn die motte wollte ursprünglich nicht komplett mit hochklettern (der aufzug geht nur bis zur ruhmenshalle), überwand dann aber doch klaustro- und akrophobie und kam mit bis ganz nach oben.
die treppen in den kriegerbeinen sind aber nicht nur für klaustrophobiker eine herausforderung. sie sind so schmal, dass ich nicht viel platz zwischen wand und schultern habe. auch der treppenaufgang selbst ist nicht so wirklich hoch. ein großer und breitschultriger mensch wie mein lieber gatte darf wirklich keine angst haben, steckenzubleiben. und muss permanent aufpassen, sich nicht den kopf anzurennen. außerdem sind die stufen steil – das bescherte mir auf dem weg nach unten einen deutlichen muskelkater.

den zweiten teil des nachmittags verbrachten wir im zentrum der stadt, tranken kaffee in der irre vollen pinguin milchbar und erbeuteten in einem der gruftiläden ein superschickes korsett für die motte. ich werde den laden sicher auch mal heimsuchen, denn es gibt dort auch hübsches für die rockabellas, unter anderem petticoatkleider im 50s-style. und schuhe, die sehrsehr dicht an meinem stylie liegen.
bei diversen teilen, z.b. einer mit quadratischen nieten besetzten, ganz schnörkellosen handtasche, und vor allem bei diversen schuhen frage ich mich jetzt, ob mein lieblingsdesigner john richmond bei den grufties kupfert oder die bei ihm ...

abends hatten wir einen tisch beim lieblings-thai, der aber leider kommende woche schließt. mich freut es sehr, dass es zunehmend unproblematischer wird, auch fleischlos-esser und veganer mit spannenderen leckereien ungleich verzweiflungspommes zu versorgen!

am so. spätstückten wir entspannt, quatschten noch eine gute weile, und dann machten sich die motten auf den heimweg und ich mich auf eine schnelle asphaltrunde.

putzig war, dass les motts offenbar einen katzenmagneten in der tasche hatten :) sogar madame ließ sich nach kürzester zeit sehen und kam auf schnupper-entfernung (also nase an arm) heran. allerdings kassierten beide auch je einen kratzer, sie von madame, er von tibby, und ich auch von madame, die zwar neugierig, aber doch auch unentspannt war. und simba, mein misslauniger mürminator, fand auch mister motte seeehr kommod zum besetzen :) das gütesiegel der feliden haben sie also auch beide bekommen.

fazit: schee war's!

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