2016-01-19

#647 - urlauuuuub, teil 2

mi.:
der mittwochmorgen zeigt sich wettertechnisch wie die vortage auch, grau-verhangen, mit leichtem schneefall. an einem der vortage hatte ich winterstiefel mit spikes gesehen, die werden erbeutet, da die hasenfellstiefel nun 9 jahre auf dem buckel haben und langsam zerfallen. spikes zum herausdrehen finde ich grandios, und bei der aktuellen wetterlage sinnvoll sind sie sowieso.
danach geht es zum skifahren auf den berg. ich stelle fest, dass ich mich am vortag grandios übernommen und null kraft in den beinen habe. nach einigem herumgewürge gebe ich auf. ich setze mich in eine hütte und halte mich am nächsten lausigen kaffee fest (es liegt am wasser) und warte auf den liebsten. wir essen eine kleinigkeit und beratschlagen, wie es nun weitergeht.
mir fällt ein, dass ich auf einer zwischenstation etwas von winterwanderwegen gelesen habe, und ich lege fest, dass ich das testen will. der liebste kann währenddessen spielen gehen, so ist uns beiden geholfen und wir haben spaß.
ich fahre zur talstation und tausche die skistiefel gegen die neuen stiefel. hach, was geht es sich schön, mit einem leichten, griffigen schuh! :D
die zwischenstation liegt relativ ruhig an einem kleinen see. vermutlich ist es im sommer hier rappelvoll, aber so sind nur ein paar vereinzelte skifahrer unterwegs. ich stelle mir den timer, um die letzte bahn bergab nicht zu verpassen, und stapfe los.
ein winter-wunderland! eine dicke schneedecke, stellenweise knietief, und absolute stille. zunächst habe ich musik auf den ohren, aber der gute kalkbrenner ist in diesem majestätischen panorama schlicht eine fehlbesetzung, also musik aus und ruhe genießen. es ist so still, dass ich das leise rascheln des fallenden schnees hören kann.
ich folge einigen wegen, bald dampfend, weil es im tiefen schnee und bergauf hübsch anstrengend ist, und bin begeistert.
an der bahnstation bin ich deutlich früher als nötig - aber besser so als zu spöät und bergab laufen müssen (oder gar die bergwacht bemühen).
unten treffe ich wieder auf den gatten, wir erjagen noch eine kleinigkeit zum essen, packen unsere sachen weitgehend zusammen und fallen dann ins bett.

do.:
wir werden wach und sehen berge! was in der tat bemerkenswert ist, denn in den letzten tagen war es immer so verhangen, dass ich gar nicht auf dem radar hatte, dass wir von unserem fenster aus eine wunderschöne aussicht ins tal haben. das sind gute vorzeichen :D
wir verstauen die letzten sachen in den taschen, da der gatte heute zu seiner männerrunde weiterzieht und ich nach münchen fahre. das auschecken und auto-beladen gehen so schnell, dass wir eher auf der piste sind als an den beiden vortagen. nach einigen startschwierigkeiten fahre ich heute wieder entspannt ski, und wir haben einen sehr schönen letzten tag.
leider übertreibe ich es auch diesmal wieder, die buchstäblich letzte abfahrt ist die eine zu viel, sodass ich auf der absolut letzten rille zur talstation rutsche, platt auf allen kanälen. aber insgesamt sturzfrei.
wir verfrachten meine skier und equipment ins auto, trinken noch einen kaffee und ich starte gen münchen.
damit ich mich nicht über den fernpass quälen muss, empfiehlt mit der liebste, über innsbruck zu fahren. das gestaltet sich insofern schwierig, als dass das navi des fuchsen entfernungsangaben macht, die sich nicht ganz mit der realität decken. dadurch kurve ich einige kilometer über die dörfer und mache zwei ehrenrunden in einem kreisverkehr. aber insgesamt läuft es dann gut.
ich habe die spurverlassenswarnung abgestellt und nun ein deutlich besseres (lies: realitätsnäheres) bild von der breite des dickschiffs, und so kann ich die serpentinen von serfaus entspannt und zügig hinunterschnüren. auf der autobahn ist es sowieso entspannt.
an der grenze staut sich der verkehr, weil die fzg. einspurig und im schritttempo an sehr gestrenge ins fahrzeuginnere spähenden polizisten vorbeidefilieren müssen. an mir hat man nix auszusetzen, und so setze ich meinen weg nach muc unbehelligt fort.
knapp drei stunden nach dem start komme ich wohlbehalten bei der lieblingsschwester an. wir essen gemeinsam und quatschen noch eine weile. ich schlafe erstmals in diesem urlaub sehr gut.

teil 3 folgt.

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