2016-01-19

#646 - urlauuuuub, teil 1

am sa., 09.01. start gegen mittag gen serfaus, keine staus, wenig bekloppte
auf den letzten metern fängt es zu schneien an
das hotel ist nett, das zimmer winzig - aber hey, wir wollen ja nicht in der bude hocken
in der ersten nacht schlafe ich mäßig.

das frühstück ist recht nett, gute auswahl, aber der kaffee ist gruuusig! eine bittere lorke, die irgendwie chemisch schmeckt. gar nicht meine.
der besteste gatte von allen besorgt die skipässe und bringt schon mal die skier und schuhe ins depot, während ich noch im zimmer herumpussele. der erste start dauert immer... bis ich mein ganzes equipment zusammen und alles in den rucksack gequetscht habe! und dann das umständliche anziehen - am ersten tag muss ich immer noch sehr genau überlegen, was zieh ich an, was muss mit für den fall der fälle, wie warm oder kalt ist es, ist es windig usw.
gegen mittag sind wir aber in der seilbahn.
die erste abfahrt nach zwei jahren pause ist gru-se-lig!! ich hab den eindruck, meine beine bestehen vom kinn bis zu den zehen aus spudding. also eher weichem pudding, nix schnittfestes. die erste piste ist ein einziges großes zittern.
der gatte lässt mich motzen und nörgeln und erträgt gelassen mein mich-selber-und-diese-ganze-bekloppte-chose-hassen-und-wünschen-ich-säße-auf-dem-mtb-oder-sonstwo. nachdem ich meine schuhe deutlich lockerer geschnallt habe, geht es in der zweiten runde beDEUtend besser. danach lasse ich dem muskelgedächtnis die zügel lang, und siehe! - es funktioniert. vieles kommt automatisch wieder, und nach drei oder vier runden fege ich schon wieder recht zügig (für meine verhältnisse) über die pisten.
mittag rasten wir auf der "sportalm", nein, nicht dem bekleidungsgeschäft, sondern einer hütte hier, und essen sehr, sehr gut. der gatte ein steak von der hiesigen kuh, ich einen salat mit hähnchen und pilzen. yummi!! nur der kaffee ist auch hier nix. dieser chemische geschmack ... näh. gar nicht meine. ob das am verwendeten kaffee oder am wasser liegt ...?
später fängt es an zu schneien. wir freuen uns.
den abend lassen wir bei käse, schinken und schichtkäse (meiner neuen futterleidenschaft!) ausklingen. wir gehen relativ zeitig ins bett und schlafen wie tot.

am mo.-morgen träume ich schlecht und wache entsetzt auf (verletzte katzen sorgen zuverlässig für adrenalin, auch im traum).
das wetter ist von anfang an für mich völlig ungeeignet. es schneit und ist neblig. wir fahren gegen mittag auf den berg. an der ersten station sehe ich praktisch nix, der wind kommt waagerecht über den kamm gefegt und reißt feine eiskristalle mit. dazu nebel. ich quäle mich die erste blaue piste runter und bin mörderisch gefrustet. nix geht leicht, und mit der miesen sicht muss ich quasi-blind fahren - das funktioniert gar nicht.
wir beschließen, auf einer anderen piste unser glück zu versuchen. dort angekommen, bietet sich dasselbe bild. ich schicke den gatten eine runde spielen und setze mich mit einem (wieder nicht besonders leckeren) kaffee in die hütte. der gatte kommt später nach, er fährt technisch so gut, dass ihm das wetter nichts anhaben kann. wir essen gemeinsam. danach beschließe ich, dass ich mir bei dem wetter gar keinen abzubrechen brauche, und fahre ins tal.
wegen eines missverständnisses warte ich an der talstation eeeewig auf den gatten, dann telefonieren wir uns zusammen, er fährt noch eine weile und ich gehe ins fitnessstudio.
das studio ist am selben ende des dorfes wie die talstation – und unser hotel am entgegengesetzten ende. meh. aber ich will mich ja bewegen, also tobe ich im sturmschritt heim, packe fix mein zeug und trete den weg wieder an.
das studio ist toll, supermodern und recht leer, als ich ankomme. erfreulich. training mit freien hanteln ist aber eher suboptimal, dafür fehlt mir der platz, da noch ein anderer freihantelschwinger dort herumturnt und PLAAAATZ!! benötigt. tjanun, egal, ich mach ein bisschen schultern und arme, gefolgt von einer runde rudermaschine und danach reichliche 20 km ergometer. die geräte haben einen bildschirm, sodass ich während des strampelns optisch in marin county über die straßen flitze. sehr nett!
anschließend besorgen wir uns hiesige leckereien aus dem feinkostladen und schwelgen in den kulinarischen genüssen. hirschschinken! steinbockschinken! hirschkalbsülze! leeeeecker! dazu gibt es einen netten rotwein. gegen neun fallen wir todmüde ins bett. dummerweise schlafe ich extrem schlecht, wälze mich hin und her und träume wirres zeug.

am di ist das wetter etwas besser. es schneit zwar noch immer, aber der nebel ist (nahezu) weg. vor dem start auf die skipiste halten wir noch im sportladen an, wo ich eine warme jacke und ein kunstfell-puschel-jackenpulloverdings (wie ein hoodie, aber ohne kapuze) erstehe. blöd für mich ist, dass diese läden in den wintersportregionen ü-ber-all so gut ausgestattet sind ... *seufz* ich könnte mich hier jedes mal ruinieren ...
danach geht es auf die piste, wir versuchen unser glück, und siehe! - diesmal klappt es gut. wir fegen zunehmend zügig über die pisten und haben eine menge spaß. mittags kehren wir in derselben hütte ein wie am sonntag, und essen phänomenal gut. ich habe einen paillard vom hiesigen grauen rind (dünne fleischscheibe, in die parmesan und rucola gewickelt sind), dazu bandnudeln mit gemüse und eine grandiose rosmarinrahmjus. auch der kaiserschmarrn des gatten ist ein traum. bloß gut, dass wir hier nicht täglich essen :D es wäre der tod unserer gewichtsreduktionsbemühungen. (wenn auch ein SEHR schöner tod, zugegeben ...)
abends speisen wir die delikatessenreste vom vortag, dazu gibt es wieder ein weinchen.

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