2015-11-02

#634

so, nun habe ich mir „endlich“ den obligatorischen winterschnupfen gefangen. noch ist er erträglich, nur die nieserei nervt.

am fr. hatte ich aus relativ heiterem himmel einen meltdown, absturz, wasauchimmer. (auslöser: die nachricht vom tod der katze einer von mir sehr geschätzten bloggerin.) (was für außenstehende sicher total überzogen aussieht, ich kannte/kenne weder die katze persönlich noch ihre besitzerin. und doch ...) kopf&körper machten dicht, an arbeiten war nicht zu denken. so deckte ich mich mit katzen zu und hoffte, dass der samstag besserung brächte.

das war leider nicht der fall. am vormittag verbrachte ich reichlich 2 stunden mit troubleshooting aus der ferne an einem notebook. die nachwehen eines verpatzten updates - den notebook fehlte der treiber fürs wlan. nun mach das mal, wenn du per fernzugriff via kabel auf den fraglichen rechner zugreifst - testen ist da nicht.
ich scheiterte jedenfalls (vermutlich auch, weil ich noch immer nicht klar gradeaus denken konnte) und brach nach 2 stunden sehr frustriert ab.
der gatte war indes zur letzten runde auf seinem lieblingsspielplatz aufgebrochen, sodass ich ihn auch nicht, wie eigentlich gehofft, um hilfe bei diversen schon lange anstehenden dingen bitten konnte. (gut, ein paar sachen haben wir am so. erledigt. das ist sehr erfreulich und das will ich nicht kleinreden.)
mit meiner laune nach dem misslungenen troubleshooting hätte man vermutlich tiere töten können. als erste-hilfe-maßnahme tat ich das, was ich in solchen situationen oft tue: gegen den immensen frust auf dem mtb anzustrampeln. leider ohne erfolg. das geschrei im kopf schrie und schrie und schrie, und ich bekam die tausend trüben und bösen gedanken auch mit 11 % steigung und brennendem quadriceps nicht aus dem kopf.
wieder zuhause, brach ich stumpf überm gürtel ab. den gatten schickte ich allein zur essensverabredung mit der besten freundin. ich wollte niemanden sehen, mit niemandem reden, keinen lärm, keine leute, kein gedränge.
ich entfachte mir ein gewaltiges feuer im kamin und wollte nur noch heulen und katzen flauschen. mehr ging nicht. dann eine stunden totenschlaf.
später kochte ich mir ein ziemlich scharfes gericht aus rinderherz, bohnen, ingwer, knobi und chilli und verzog mich wieder in mein deckenlager vor dem kamin.

später am abend kehrte wieder wärme in meine seele zurück.

gestern ging es mir wieder besser. nicht gut, aber besser, immerhin. das radfahren mit dem liebsten in der goldenen herbstluft war eine wohltat. wir nahmen die geschwindigkeit raus, was mich diesmal besonders freute.
abends machte sich der schnupfen in meinem kopf breit.

auf diese woche habe ich gar keine lust, am liebsten würde ich mich in warme kleidung hüllen und um den see latschen oder laaaaangsam rollen. raus, bewegen, sonne sehen.
vielleicht sollte ich das tun, auf das innere hören und nicht energie verbraten, indem ich meine kraftlosigkeit erst überwinde.

schwierig.

komische zeiten.

1 Kommentar:

mayhem hat gesagt…

Du kannst gern jederzeit hierher ins Exil kommen. Stadt und Umgebung sind hübsch, wir haben so gut wie überall irgendwelche Berge rumstehen, die meine Raucherlunge regelmäßig sehr auf die Probe stellen,und auf denen sowas wie Natur wächst, und Katzen fürs Emergency-Bekuscheln hab ich auch. :)