2015-08-20

#625 - zwei räder unterm hintern

es ist höchst erstaunlich, wie sehr mich ein halber tag auf dem bike entspannt.
gestern hatten wir ein techniktraining bei einem mehrfachen trial-weltmeister gebucht. vorher hatte ich erst mal muffe ohne ende und mir wegen der beiden letzten erlebnisse mit ahnungslosen "trainern" (a.k.a. flachpfeifen, die ihre kunden nix lehren, sondern zeigen müssen, wie toll sie sind) mental schon mal eine prachtvolle angst- und drohkulisse aufgebaut.
gestern dann: nieselregen, 13 grad, äußerlich keine so ganz prachtvollen bedingungen. ABER: dafür ein trainer, der den namen verdient, und uns was beibringt.
ich habe einen dicken AHA!-moment beim kurvenfahren (mehr gewicht aufs vorderrad), werde ernstgenommen und gut behandelt und werde nicht benörgelt oder beschlaumeiert, als ich eine aufgabe ablehne, mit der ich mich überfordert fühle.
der gatte lernt ebenfalls eine menge, wird erstgenommen und gut behandelt, überschätzt sich und stürzt (aber harmlos, nasse wiesen sind gute sturzdämpfer), macht eins kleiner weiter und lernt noch mehr.
dazu viele gute gespräche.

auf dem weg zurück laufe ich lachend hinter den beiden männern her, als der untergrund eklig wird (nasser wurzelteppich mit nennenswerten stufen). das ist mir noch nie passiert: eine für mich zu schwierige passage zu fuß zu passieren und mich dabei ganz grandios fühlen. normalerweise fühle ich mich dann sehr unzureichend und linkisch.

ich fahre voller erkenntnisse und mit einer großen tüte "hausaufgaben" (=sachen, die ich verbessern möchte) heim. auch der gatte hat ein breites grinsen im gesicht.

abends sind wir beide platt wie die sportmützen, verputzen noch jeder ein entrecôte und fallen kurz vor 10 todmüde in die betten.

heute habe ich merklich muskelkater, besonders im oberkörper, bin gut gelaunt und motiviert, und die arbeit fluppt, auch wenn der output nicht die masse ist.

das biken mit dem lieben gatten macht mich glücklich.

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