2015-06-01

#601 - wochenendlich-vermischtes

das wochenende begann gleich mal nervig mit einem anruf aus der firma des liebsten, der server liefe mal wieder nicht. die anrufende kollegin ist mit einem quasi-stentor-organ gesegnet. heißt, mich riss die dame mit ihrem gebrüll auch gleich mal aus dem tiefschlaf. samstag morgens um sieben. das goutiere ich ja in allerhöchstem maße. (nicht.)
zunächst war der it-techie nicht zu erreichen, ich machte mich also schon mal startklar. der liebste telefonierte währenddessen weiter. als ich 7:20 mit meinem kaffee hinsetzte, rief der techie doch zurück, sodass wir nicht losziehen mussten. der erholung hat es trotzdem nennenswert geschadet, der liebste lief den ganzen sonnabend rum wie falschgeld, und auch ich fühlte mich, als hätte man mich mit einer bratpfanne (tendenziell eher le creuset als fissler) frisiert. meh!

einen guten teil des tages verbrachte ich dann mal wieder gärtnernd, diesmal beim väterchen. seine pflanzen wurden fast alle umgetopft bzw. bekamen wenigstens frisches substrat. am ende waren 60 l blumenerde-blähton-gemisch alle und ich hübsch platt.
auf die ergebnisse bin ich neugierig.

am sa.-abend gab es nach der heimkunft statt beine hochlegen eine unschöne überraschung inkl. ungeplantem exkurs zur tierklinik. unser klein-napoleon hatte ein dickes auge und wirkte sichtlich angeschlagen. und dick meinte richtig dick. es war zu einem schlitz zugeschwollen und tränte sehr. auf dem weg zur klinik meckerte er nicht mal. glücklicherweise war das untersuchungsergebnis einerseits eher erfreulich: keine verletzung. andererseits muss er augentropfen bekommen, optimalerweise vier bis sechs mal am tag. und er findet die eingabe RICHTIG mistig. gestern ging es immerhin mit des liebsten hilfe einigermaßen.
immerhin war das auge gestern bereits wieder abgeschwollen. er kneift das auge aber immer noch zu und macht insgesamt keinen ganz fitten eindruck.
ich werde froh sein, wenn ich dem kater heute bis mittwoch zwei mal am tag die tröpfchen verabreicht bekomme, da mein lieber liebster nicht zuhause ist und mir folglich nicht helfen kann.

die positive erkenntnis des abends: mein eindruck von der klinik ist sehr positiv. nettes personal, sehr freundlicher bau, viele gute parkmöglichkeiten, extrem fortschrittliche ausstattung und behandlungsmethoden. schade, dass ich die nicht eher gefunden habe. die machen kastrationen endoskopisch, das hätte madame den bauchschnitt erspart.

den abend ließen wir am grill und mit dem restlichen linsensalat vom mittagessen ausklingen. der schreck hing mir doch sehr an, ich schlief schlecht und träumte wirr und wild.

gestern nach weiterem erdenwühlen wurde das elektrisch werdende rad getestet. ergebnis: es ist auch ohne motor schon sehr, sehr gut! die geometrie passt im großen und ganzen. ein paar kleinere tuningeingriffe wird es schon noch brauchen, aber das gesamtbild ist stimmig.
nun fehlt nur noch der passende motor mit einem batteriesatz, der nicht zum brechen hässlich ist. gar nicht so einfach.

die zweite radrunde war einfach nur standard, die heimrennstrecke. allerdings fuhr ich diesmal mit dem „wanderfalken“ (statt wie sonst meist mit der „berggräfin“). dabei habe ich festgestellt, dass die beiden (un-elektrischen) räder jeweils ganz genau ihrer bestimmung entsprechen. auf dem wanderfalken sitzt es sich sehr kommod, das rad läuft extrem leicht, ist aber (verhältnismäßig) unhandlicher in kurven und nicht die beste wahl bei schlechtem untergrund, weil die reifen ein relativ feines profil haben. die berggräfin dagegen ist ein wendiges, super-agiles gerät, bei der ich jedoch auf asphalt VIEL energie in den straßenbelag trete, der sehr weichen und grobstolligen reifen wegen. alle komponenten gehen leicht und knackig, aber insgesamt ist sie eben doch ein waschechter „schlammspringer“. lies, nach längeren strecken bin ich knochenbreit.
am beeindruckendsten ist der federungskomfort der beiden teile. die berggräfin ist mit komplett verriegelter federung (vorn und hinten) dank der dicken reifen weicher gefedert als der wanderfalke im „alles offen“-modus.

mal sehen, wie das elektrorad sich dann macht. es ist für weniger schweres gelände gedacht, z.b. für den ritt zum training in die stadt und zurück. nach dem training ist eine fehlende unterstützung schon garstig: ich bin so platt, dass ich hinterher mindestens einen tag zum erholen brauche. mit einem stromer kann ich die stärke der unterstützung einstellen und mir auf dem rückweg helfen lassen.

ich bin gespannt.

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