2015-05-18

#597 - erdenwühlen

in der letzten saison hatten wir mal wieder braunfäule an den tomaten. trotz regengeschütztem standort und angeblich widerstandsfähiger sorten. um das dieses jahr hoffentlich zu vermeiden, tauschte ich gemeinsam mit dem liebsten am sa. die erde aus, in die die tomätchen kommen sollen.
ich habe nämlich folgendes gelernt: die olle fäulnis ist ein pilz, dessen sporen im boden einfach mal entspannt warten, ob sich andernjahrs nicht doch wieder ein neuer wirt findet, regen hin oder her. das mistding. das lässt sich nur abwenden, indem man einen neuen standort für die tomaten wählt (geht nicht wegen der geografischen gegebenheiten des gartens) oder eben die sporen los wird, indem man die erde tauscht.
also hieß es „schippen!!“. reichlich eine tonne erde musste erst ausgehoben und wegtransportiert werden. anschließend wurden neuer mutterboden und gut „durchgezogener“ pferdemist gemischt und in dem loch verteilt.

dazu kamen noch 3 groooooße, mit erde zu befüllende kübel, in denen je eine gurke und eine tomate wachsen sollen, die fertigstellung eines weiteren beetes, und etliche blumentöpfe.

in summe haben wir also etwa 3 tonnen erde bewegt, davon zwei nur für das neue tomatenbeet. wenn die tomaten jetzt nix werden, bin ich persönlich beleidigt! so!

die kübel waren richtig garstig: die sollen auf böcken auf meinem balkon stehen. zum einen steht das grünzeugs dort einigermaßen windgeschützt und warm, zum anderen kommt dank der erhöhung auch ganztags sonne dran. das sollte den tomaten, der gurke und der sibirischen melone gefallen. hoffe ich jedenfalls. und schließlich kann ich nun hoffentlich meine latifundien täglich besichtigen und mich am wachsen und gedeihen erfreuen. so zumindest der plan. mal sehen, was das in der realität ergibt.
nur: die bottiche (rechteckige mörtelwannen ausm baumarkt) erwiesen sich als viehisch schwer - ca. 100 kilo. die mussten durchs ganze haus geschleppt werden, weil mein liebster (fälschlicherweise, wie wir jetzt wissen) dachte, das sei leichter, als die erde hochzuschleppen. war es nicht. zum glück fasste sohn 2 mit zu, der hat ordentlich muckis. ich wär an einer so schweren schlepperei gescheitert.
tja nun. wieder was gelernt.

der dritte kübel passte schlicht vom platz her nicht mehr auf den balkon. also er hätte schon noch draufgepasst, aber dann hätten wir uns über das geländer abseilen müssen, um wieder ins haus zu kommen. und gießen und co. wären auch eher beschwerlich geworden. das erschien mir dann doch zu umständlich. also hat der pott jetzt einen platz neben der regentonne gefunden. mal sehen, was die bewohner dann dazu sagen. die gurken und die melone habe ich vorgestern bereits ausgepflanzt. die tomaten lasse ich noch ein wöchelchen im minigewächshaus stehen. dann ist es hoffentlich etwas wärmer und auch die können ins freie.
gestern habe ich für die beiden balkon-kübel auch die bewässerung installiert und getestet. nun darf es gern endlich warm werden.

außerdem habe ich noch etliche sommerblumen gepflanzt/gesät.

erwähnte ich, dass es jetzt bitte warm werden darf? und regnen?
also. ich hätte es jetzt gern warm und nehme auch regen gern.

so, und nun hab ich genug prokrastiniert, jetzt geht es an die arbeit.

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