2015-04-07

#586 - das ende einer ära

morgen nachmittag um fünf ist es soweit. mein kleines fellfighter-baby kommt zu seiner neuen besitzerin. ich hänge sie nachher noch ans ladegerät (die maschine, nicht die neue besitzerin) und starte sie. papiere rauslegen, alle eintragungen (das ist ein ganz schöner stapel!), den ersatzplüsch, wenn s. den haben möchte, und mal nachsehen, was ich noch an ersatzteilen da habe. viel dürfte es nicht mehr sein.
ein bisschen ist mir das herz schon schwer deswegen. gut, ich gebe zu, mehr als ein bisschen. andererseits freue ich mich sehr, dass das baby in gute hände kommt. das war mir extrem wichtig. ansonsten hätte ich sie wahrscheinlich dieser tage stillgelegt und immer mal in der garage gestreichelt.
ich bin im vorletzten jahr insgesamt 150 km gefahren, nicht einmal den tank leergemacht. letztes jahr keinen meter. null.

hätte ich wieder mehr fahren wollen, wäre in dieser saison neues equipment nötig gewesen. jacke und hose, sinnvollerweise je ein dicker und ein dünner satz, neue stiefel und – je nach hersteller der bekleidung – auch ein oder zwei sätze ordentliche protektoren. so richtig konnte ich mich dafür nicht begeistern.

jedenfalls endet damit (fürs erste?) mein motorradfahrendes dasein.

fühlt sich schon seltsam an.

Kommentare:

Georg B. Mrozek hat gesagt…

Wie das noch gleich? Nicht Ende, sondern Anfang:

"... Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ..."

H. Hesse, "Stufen"

hühnerschreck hat gesagt…

der gute hesse :)
danke!

und dass das ein ende ist, ist schon in ordnung so. einen anfang (mit etwas anderem) habe ich ja bereits vor jahren gemacht, als ich auf die unmotorisierten zweiräder umgestiegen bin.

abschiede gehören dazu - und ohne sie würden wir oft genug gar nicht wertschätzen, was wir haben. (ich jedenfalls. ich musste das auf die harte tour lernen.)