2014-12-16

#558 - gut gelaufen

gestern ließ ich die laufrunde ausfallen, morgens kam ich nicht in gang, und mittags hatte ich irgendeine andere ausrede. nun gut, am so. war ich dafür zweimal draußen, einmal laufend und einmal mit dem rad. konnte man also gelten lassen.

heute gab es früh eine neue version (die ich am so. bereits angetestet hatte): wieder offroad laufen. die letzten runden waren ja alle auf asphaltierten flächen. das ist zum einen eher minderspaßig, sobald es kalt wird, denn dann werden die straßen soFORT glatt. außerdem und zum anderen ist der harte untergrund für mich nicht so der knaller, das ist viel belastender für meine achillessehnen (ich bin vorfußläufer).
daher also nun wieder der umstieg auf die deutlich anstrengenderen sand-, schotter- und erdwege. aber es ist so viel schöner! der federnde boden, es riecht besser - und die zombiejagden machen auch mehr spaß :D

heute war ich zwar ohne spielgesteuerte jagden unterwegs, dafür aber offenbar zügig: ich hatte erstmalig eine durchschnittsgeschwindigkeit von 7,8 km/h. was mich das freut! ein kleines schrittchen weg vom turtlerunner. (wobei: das "turtlerunner"-dasein ist mir überaus sympathisch. schon das wort allein :D)

mein erklärtes ziel "zerfällt in zwei teile". der eine teil bezieht sich auf die geschwindigkeit: erst durchschnittlich 8 km/h, dann 10 km/h erreichen. der zweite teil ist strecken- bzw. zeitbezogen: eine stunde mit der jeweiligen zielgeschwindigkeit laufen.  mal sehen, ob und wann ich das schaffe.

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das pedometer ist tatsächlich für die abstürze verantwortlich. prozess gekillt und deaktiviert - und schwups, ist ruhe im karton. yay!

die programmierer haben eine vernichtende kritik bekommen. und offensichtlich bin ich nicht die einzige mit genau diesem problem. bloß gut, dass apps nicht so teuer sind. um die 3 euro zu versenken ist ärgerlich, aber zum glück kein problem.

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die heutige runde war aber auch aus einem weiteren grund bemerkenswert: bereits auf dem hinweg zum see sah ich an einer ungewöhnlichen stelle, nämlich der weggabelung zum see runter, einen kleinbus stehen, in dem personen saßen. schon mal merkwürdig, denn an die stelle kommt man eigentlich nicht ohne weiteres ran.

der fahrersitz schien unbesetzt, auf der beifahrerseite saß jemand, und im hinteren teil machte ich auch bewegungen aus, die nach einer person aussahen. fenster hatte der bus nur vorn.
es war mir schon etwas unheimlich, an der fahrerseite vorbei zu müssen, zumal mein schwarzgelbes softshell-jäckchen wirklich sehr weit zu sehen ist. und ich auf der morgenrunde auch immer ungefähr zur selben zeit unterwegs bin.

auf dem rückweg sah ich, dass der bus immer noch da stand. also mittlerweile mindestens 20 minuten, eher länger (der bus strahlte beim vorbeilaufen auf dem hinweg keine fühlbare wärme mehr ab). nun war keine person mehr im fahrerhaus zu sehen. als ich die letzte steigung in angriff nahm, sah ich auch, dass die hintere tür offen stand und 2 insassen am fahrzeug standen. groß zu bewegen schienen die sich nicht.
da wurde es mir tüchtig mulmig, und ich überlegte sehr ernsthaft, eine andere strecke querfeldein zu nehmen. zum glück bog just in dem moment die nachbarin von gegenüber mit ihrem hund auf den weg ein. sodass definitiv jemand außer mir den bus inkl. der insassen und außerdem auch mich gesehen hatte.  da war ich erleichtert!

aber es ist schon ein scheixxgefühl, sich mit dieser art von begegnung konfrontiert zu sehen. mir ist seit teenagertagen nichts ernsthaftes mehr passiert, was nachstellungen angeht. aber ob das nun daran liegt, dass ich in so ungefährlichen gegenden unterwegs bin oder einigermaßen wehrhaft rüberkomme oder ob ich schlicht nur unsagbares glück hatte – das weiß ich nicht.

und es kotzt mich maßlos an, dass ich mir diese gedanken machen muss.

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