2014-10-20

#543 - der neue job.

anstrengend ist er. ohne zweifel. aber er macht einen riesenspaß.
der neue terminologenjob ist genau das, was ich schon seit ewigen zeiten machen wollte. die kollegen sind sehr nett und vor allem sehr hilfsbereit, die chefin dito. außerdem ist sie nahbar. und nicht zuletzt scheint das, was ich mache, gut zu sein und besser zu werden.
das freut mich sehr!
dass es anstrengend würde, war mir vorher klar. allerdings war ich schon etwas perplex darüber, dass sich die mehrmonatige auszeit doch erheblich bemerkbar machte, was belastbarkeit und konzentrationsfähigkeit angeht. ich habe bis jetzt-grade gebraucht, um zu wenigstens halbwegs brauchbaren stundenzahlen zu kommen. so um die 5-6 stunden hoch konzentriert arbeiten, das schlaucht mich wie nix gutes! aber training hilft, wie man sieht.
erfreulich ist auch: die schlechten, schleppenden tage werden immer weniger.
in den ersten wochen gab es gute tage, an denen es richtig "fluppte". die benennungen und bezeichnungen waren klar, es gab keine fallstricke, oder ich fand selbige fix, die arbeit ging leicht von der hand, und am ende eines arbeitstages konnte ich auf eine brauchbare anzahl von einträgen gucken.
an solche tage schloss sich dann praktisch immer ein mieser tag an, an dem es gar nicht lief. jeder eintrag entpuppte sich als garstigkeit, ich fand keine passenden unterlagen zu meiner recherche, das allwissende internetz spuckte müll in großen mengen aus, aber nicht das, was ich suchte oder brauchte, technische schwierigkeiten mit der remoteverbindung machten das arbeiten zu einer schleppenden angelegenheit, der output war entsprechend lausig und die kollegen konnten mir auch nicht helfen.
das hielt mich dann die darauf folgende nacht wach. worauf mich prompt gedanken befielen wie der, dass ich mit so einem lause-output einfach zu teuer wäre und sicher spätestens zum ende meines vertrags rausflöge, und die recherchemittel würde ich nie kapieren (so 'n stuss!), und die chefin würde mich sicher ankacken wegen des schlechten outputs, usw. wodurch ich stundenlang wach lag und insgesamt extrem schlecht schlief.
anderntags brauchte ich dank bleierner müdigkeit erst mal ewig, um ein mensch zu werden, startete spät, wodurch der output eher geringer ausfiel, wodurch ich prompt wieder nächtens grübelte und entsprechend schlecht schlief.
machmal schießt man sich ganz formidabel selber in den fuß ...
jedoch: ich werde zunehmend sicher in der anwendung der recherchetools, wodurch der output steigt. dann habe ich anscheinend jetzt kapiert, dass es keine gute idee ist, sich stundenlang an einträgen festzubeißen, bei denen ich nicht weiterkomme. ich werde dann nur betriebsblind und sehe den wald vor bäumen nicht.
mal pause machen, madame miez bespaßen, das gehirn ausschütteln und danach an einem anderen eintrag weiterwerkeln, das hilft.

so, und pause machen war ein gutes stichwort, ich läute nämlich jetztsofort die abendpause ein.

1 Kommentar:

Georg B. Mrozek hat gesagt…

Das freut mich sehr für dich!