2014-06-03

#532 - schlaufonbespaßung, schlussbemerkungen und schluss-edit

das projekt s-off ist erfolgreich abgeschlossen *erleichterung* erwartungsgemäß war auch das ein mittleres nasenbluten, der weg gespickt mit einigen schwierigkeiten, und das ergebnis ... – nun ja. es dient halt nur dazu, dass das fon tut, was ICH möchte. keine schicken, stylishen fremdROMs mit genialen extrafunktionen, keine geheimen, verschlüsselten, sicheren funktionen, updates nur „zu fuß“, das übliche halt.
mein fazit, nachdem ich jetzt ein paar tage mit dem neuen schlaufon gespielt habe: es ist den aufriss nicht wert. ich werde das alte plattmachen und neu aufsetzen und als zweitgerät behalten, akkulaufzeit hin oder her. die muss dann halt ein externer akku retten, die dinger sind ja mittlerweile – ähnlich wie speichermedien – ausgesprochen potent geworden.
wobei es durchaus möglich ist, dass der fakt „keine updates OTA (over the air) mehr“ eine gute sache ist. die updates haben zuzeiten nämlich durchaus auch zu verdruss geführt (abstürze durch bugs, veränderte daten„schutz“bestimmungen (war praktisch immer noch breiterer zugriff auf alles, was ich mitm schlaufon mache, von noch mehr neugierigen unternehmen), die ohne ansage eingeführt wurden, usw.). insofern erkläre ich das jetzt zu einem feature.

es folgt eine unsortierte liste der dinge, die mich am neuen fon foppen gefoppt haben:
(diese liste werde ich sehr wahrscheinlich im lauf der zeit ergänzen, auch als gedächtnisstütze)

  • installation/verschieben von apps auf die externe sd-karte ist nicht mehr möglich
    grund: neue schreibschutzrechte in android – zum „schutze“ der dummen userchen (merkt man, dass mich das anko... nervt?)
    abhilfe: ältere version von android die installation von AppOps half, das Feature ist wieder zugänglich.
  • jede menge aufwand, um werbeblocker installieren und nutzen zu können
    grund: werbeblocken ist PÖÖÖHSE und es sterben katzenbabys lauter wichtige unternehmen, wenn ich keine blinkerbanner allerorten sehen will.
    abhilfe: (erledigt) aufwand trotzdem betreiben. (also: keine abhilfe.)
  • htcdev gewährt trotz anders lautenden versicherungen auf ihrer seite eben keinen vollständigen rootzugriff
    grund: user sollen bitte fahrgäste sein, nicht piloten (und schon gar nicht mechaniker).
    abhilfe: (erledigt) s-off, 
  • der speicher für fotos lässt sich nicht auf die externe sd-karte verlegen
    abhilfe: (wird erledigt) bilder manuell verschieben (what a PITA*!)
    edit: naja, so schlimm isses auch wieder nicht. immerhin sichte ich die zu verschiebenden bilder so auch gleich, bearbeite nach, was nachzubearbeiten ist, und kloppe den rest in die tonne.
    also alles nur eine frage des blickwinkels.
  • die ortung ist standardmäßig an und lässt sich nicht komplett abschalten, GPS gibt nicht nur der gewünschten app, sondern auch gleich allen anderen zugriff auf den gerade aktuellen standort (ich kotze im strahl!!)
    abhilfe: noch keine – aber da klemm ich mich dahinter!! *flucht böse*
    update: in arbeit, mit AppOps. aha, also hat google diese möglichkeit „einfach nur“ unzugänglich gemacht. 
  • rechtevergabe von apps kann nicht gesteuert werden
    abhilfe: (im moment grade) AppOps.
    rant: alter schwede, wenn ich sehe, welche apps welche rechte haben, wird mir wirklich schlecht. wusstet ihr, dass eure standard-galerie-app unter anderem kontakte schreiben und löschen (!), den kalender lesen und ändern und sms lesen kann? galerie. also bildchen gucken. warum sollte die gleich nochmal kontakte löschen können? würde mich nur mal so am rande interessieren.
    edit: sehr schick, das progrämmchen! man kann wunderbar einzelne apps am nach-hause-telefonieren hindern. bisher läuft alles völlig ohne zicken.
    win, würde ich sagen. 
  • nicht schlaufon-spezifisch: wenn ich apps installiere, ist auto-aktualisieren standardmäßig aktiviert.
  • abhilfe: (wird nach und nach erledigt) auto-update für jede. einzelne. app. einzeln deaktivieren. was 'n spaß! (nicht.)
    edit: najut, die liste am pc ist ja auch nicht gerätespezifisch, und es kann ja theoretisch gut sein, dass man auf einem gerät auto-updates will und auf anderen nicht. das manuelle deaktivieren der auto-update-funktion ist zwar in der tat nervig, aber nach relativ kurzer zeit erledigt. und so eine große install-orgie muss ich ja zum glück auch nicht jeden tag machen.
  • auch eher rechner-related: ich kann keine apps aus der eeeeeeeewig langen app-liste im play.store rausschmeißen.
    abhilfe: leider keine.
    immerhin geht das im handy. 
  • ausgesprochen erfreulicher fund des monats: AppOps
    ein extrem vielseitiges helferlein, das nahezu alle unter 4.4.2 versteckten funktionen dann doch wieder zugänglich/bearbeitbar macht.
    das beste: es muss gar nicht unbedingt selber und unter dem Xposed-framework laufen. es reicht, dass es installiert ist, und schwupps!, wird das system deutlich zugänglicher.
    klasse. 

ja, so ganz happy bin ich nicht. merkt man, oder? mal sehen, was ich in zwei, drei jahren drauf habe, wenn der nächste systemwechsel dräut. bis dahin sollte ich mich dahinterklemmen, dass ich gut genug „android spreche“, um den scheiß einigermaßen stressfrei (lies: ohne das gerät zu bricken) über die bühne zu bekommen.
edit: die bedienbarkeit des neufons ist wesentlich verbessert worden. dank appops (auch: „app-vorgänge“) kann ich nun auch weitgehend tun&lassen, was ICH möchte. das neufon sieht schick aus, liegt sehr gut in der hand, der klang ist sehr beeindruckend, und lte finde ich auch sehr erfreulich. den unterschied zum hox+ merkt man deutlich.
und ich habe eine menge gelernt, auch und grade über die funktion der android debug bridge, und muss für diverse abläufe nur noch kurz oder gar nicht mehr in mein how-to gucken.

*seufzend zurück ans werk*
*zurück ins wochenende*

* Pain In The Ass

Kommentare:

Georg B. Mrozek hat gesagt…

Oha! Nö, da bleibe ich (vorerst) bei meinem Nur-Telefon-Telefon. Aber du bist schon weit gekommen. Ist es nicht furchtbar, was sich Hersteller alles so herausnehmen, was sie meinen, mit uns machen zu können?

Naja, können sie, ich weiß, Proteste dagegen sehe, höre und lese ich so gut wie gar nicht.

Anonym hat gesagt…

Wenn ich lese, was Dir alles nicht gefällt am neuen Fon... Warum kaufst Du es dann? Bevor ich mich wegen dieser Totalüberwachung ständig ärgere, verzichte ich auf die neuesten Geräte und das Leben geht auch weiter. Einerseits muss man immer jede Neuerung haben. Andererseits ärgert man sich darüber. Versteh ich nicht. Bringt das alles so viel WIRKLICHEN Mehrwert, dass es die negativen Aspekte überwiegt?
Sorry, ich will hier nicht belehrend wirken. Ich habe ein Handy zum telefonieren. Punkt. Was bringen mir all die Apps und dieser Schnickschnack. Geht es denn nicht mehr ohne? Bin ich echt SO altmodisch? LG H.

hühnerschreck hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
hühnerschreck hat gesagt…

@anonym: ja, du bist altmodisch. sorry, dass ich dir das so direkt sagen muss. das telefonieren ist _eine_ funktion eines smartphones. und zwar eine, die ich kaum (und nur ungern) nutze.
um die funktionen nutzen zu können, die mir zusagen, ist eben seit einiger zeit ein größerer aufriss nötig. hättest du meine posts zu dem thema aufmerksamer gelesen, wäre dir aufgefallen, dass ich _ungern_ gewechselt habe und nur aus dem grund, weil am altgerät der akku nicht mehr viel taugt. klar geht es ohne den ganzen schnickschnack. es geht auch ohne pc, ohne auto, ohne heizung, ohne kunstdünger, ohne hohlblocksteine und so weiter. gehen geht ungefähr alles. ist halt nur weniger kommod. da ich entschieden habe, bestimmte dinge tun zu wollen, tue ich sie auch. ich fresse jedoch nicht jede mitgelieferte kröte und sage noch danke dazu. nichts für ungut.

Anonym hat gesagt…

Der Rundumschlag, ohne was es alles geht, ist nicht zielführend, weil ich schon verstehe, dass viele Leute auf Dinge nicht verzichten können / wollen, die anderen völlig egal sind. Ist so. Stört mich auch nicht. Klar, Du musstest wg. dem Akku ein anderes Gerat kaufen. Aber wie wäre es z.B. mit einem älteren / anderen Modell gewesen oder demselben was Du hattest, bei dem Du dann einfacher Deine Wunsch-Konfiguartion vornehmen kannst. Würdest Du ein Auto mit 20l Verbrauch kaufen, um dann dran rumzuschrauben, bis ein 3l-Auto draus wird? Wahrscheinlich nicht, sondern Du würdest (wenn Dir der Verbrauch wichtig ist) ein sparsames Auto wählen. Das versuchte ich auszudrücken. Also Sorry für mein "Rumgemecker" LG H. PS: OK, ich bin altmodisch. Nun denn. Vielleicht muss ich mich doch mal mit den Möglichkeiten der "neuen" Technik intensiver auseinandersetzen, um herauszufinden, welche Vorteile es mir bringen würde. Auch wenn ich nicht das Gefühl habe, dass mir dahingehend etwas fehlt.

hühnerschreck hat gesagt…

@anonym: der rundumschlag rührte aus deinem ursprünglichen kommentar ("verzichte ich auf _die neuesten Geräte_ (...) Einerseits muss man immer _jede Neuerung_ haben. (...)") (hervorhebungen von mir), denn _DIE_ neuesten geräte usw. war auch nur moderat eingeschränkt ;)
genau, der punkt ist einfach, dass uns allen sehr unterschiedliche dinge wichtig sind. ich z.b. telefoniere höchst ungern, nutze dafür aber z.b. gern kommunikation per sms, mail u.a. (wichtig auch für die arbeit), office-programme für unterwegs, div. sportfunktionen (bei denen ich die gps-verfolgung gezielt ein- und ausschalten können möchte), einige spiele, navi, musik, kamera u.v.a. dafür müsste ich anderenfalls
* das notebook,
* den mp3-player,
* einen gps-tracker,
* ein navi
* die kamera
mit mir rumschleppen. so habe ich alles in einem kleinen und rel. leichten gerät vereint. ich persönlich mag diesen fortschritt sehr. andere sehen das völlig anders. und das ist völlig in ordnung so – jedem nach seinem eigenen gusto.
nein, ein anderes/älteres modell hätte mir nix gebracht - ältere mit brauchbarer rechenleistung vom selben hersteller oder dasselbe modell gibt es meist nur gebraucht. da ist eben auch wieder einiger aufwand nötig. und was dann der akku sagt, ist ungewiss. andere hersteller wollte ich aus anderen gründen nicht. und passend machen und daten, einstellungen und anmeldedaten migrieren muss ich ja auch ein älteres gerät trotzdem immer noch. der aufwand ist also nur unwesentlich geringer.
btw: wenn ich die möglichkeit und das wissen habe, aus einem spritsäufer-auto einen spritsparer zu basteln, mache ich das. wenn ich eben dieses auto sonst haben will. um beim beispiel zu bleiben: beim (auto-)neukauf verbringt man i.d.r. viel zeit vor konfiguratoren. das, was der hersteller nicht mitliefern kann oder will, das machen dann halt selberschrauben oder der tuner des vertrauens möglich. in der summe sollte im optimalfall dann wirklich DEIN wunschauto vor der tür stehen und nicht eins, in dem dir der hersteller die apfelgrünen sitzbezüge aus rippcord mit orangefarbener kontrastnaht überhilft, weil er das grade für "stylisch" hält. du kannst entscheiden, dass der große motor bitte nur für den vortrieb und wenige, kleine nebenabtriebe genutzt wird und die klimaanlage nur dann läuft, wenn du das so möchtest. du kannst entscheiden, dass die drölf-fantastillionen-watt-soundanlage nicht eingebaut wird, weil du so was nicht haben und vor allem nicht bezahlen möchtest. und du kannst selbst entscheiden, was und wo du tankst und auf welchen straßen du wie schnell fahren möchtest.
verstehst du, was ich sagen will? (das ist nicht als angriff gemeint, ich bin mir tatsächlich nicht sicher, dass mein gedankengang hier nachvollziehbar ist.)