2013-06-13

#488 - da ist der wurm drin

die letzten tage waren unGLAUBlich anstrengend. eigentlich ist nichts wirklich heftiges passiert, aber selbst das ganz normale tun frisst wieder mal heftigst energie.
auch der erhoffte auftrieb durch den erfolgreichen umbau des 150er aquariums ist entweder ausgeblieben oder nicht so deutlich, wie ich das gebraucht hätte. mist. im moment hab ich das gefühl, dass ich am rand eines depressiven schubs herumrobbe. auch wenn es dafür - wie meist - keinen echten auslöser gibt, also nix wo man mit dem finger draufpieken und sagen kann, „ja, das ist aber auch wirklich eine fiese sache, kein wunder, dass dich das so runterreißt“.
passend dazu (auch nicht unbekannt): abends komme ich nicht zur ruhe und lese bis nach mitternacht. und morgens hasse ich den wecker jeden tag aufs neue.

gestern war ein killer von einem tag, an dem wirklich nichts wie geplant lief, also so, wie ICH das geplant hatte. neinnein, es gab keine katastrophen und nix schlimmes, nur jede menge gehetze von einem termin zum nächsten, und der abend verlief auch völlig anders als ich gehofft hatte. der mann meines herzens hatte seine zeitplanung völlig versemmelt, weil er es nicht fertigbekommt, mir seine termine ALLE mitzuteilen. täte er das regelmäßig, könnte ich ihn darauf hinweisen, dass die eine oder andere aneinanderreihung von terminen zeitlich zumindest sportlich, wenn nicht unmöglich ist. so auch gestern. er wäre unmöglich rechtzeitig zu seinem abendtermin gekommen, hätte er mich heimbringen müssen. und hätte ich gewusst, dass er noch diesen und den folgenden termin hat, wäre ich in eigenregie nach d. gefahren. naja, „hätte, hätte, fahrradkette.“
um ihn also gestern nicht vor den poller laufen zu lassen, saß ich wartend und lesend an verschiedenen stellen der stadt herum, statt wie eigentlich gehofft rausgehen oder wenigstens im garten buddeln zu können.
(aber die lektüre ist grandios: neverwhere von neil gaiman.)

heute nun habe ich mir mindestens den start zuhause im home office „verordnet“, in der hoffnung, den noch immer unfertigen job heute endlich abschließen zu können. auch das ist wohl ein symptom meiner derzeitigen seelenlage: ich kriege sachen nur ganz schwer fertig. es fehlt wirklich nur mehr ein kleines häppchen, vielleicht, zwei, drei stunden arbeit - aber die türmen sich als schier unüberwindbares hindernis vor mir auf.

dazu ein paar formulierungs-aufgaben, die mir um so schwerer erscheinen, je länger ich sie vor mir herschiebe.

ach verdammt, ich hör jetzt auf, hier rumzujammern, und versuche es stattdessen mal mit arbeit. immerhin sind die punkte 1 und 2 der heutigen to-do-liste abgearbeitet: schreibtisch und balkon sind aufgeräumt.

jetzt gibts den vierten kaffee heute und dann gehts aber wirklich los.

1 Kommentar:

felis hat gesagt…

Es gibt einfach solche Tage ... Meist hat dieses profunde Nix-geschafft-aber-völlig-erledigt-Gefühl mit Organisation zu tun, bzw. mit dem Mangel daran. :)

Guck' mal in die Ecke, plane im Groben den Ablauf voraus, hole dir als erstes im Tag die Infos, die du dafür brauchst, dann wird es besser, ich schwöre!