2013-04-23

#479 - kopf>tisch, mal wieder

der blick aufs konto ist derzeit ein höchst unerfreulicher. die hauptauftraggeber-firma hatte ein erstes quartal, dessen qualität mit "beschissen" noch übertrieben wäre. und da ich nun mal familiennah bin, hab ich die zähne zusammengebissen und auf besseres wetter gehofft. buchstäblich.
nur, so langsam wurde die luft auch bei mir dünn.

nun ist es schon seit einer weile april, in der firma läuft es wie wild - aber es dauert halt eine weile, bis sich das auch in der liquidität bemerkbar macht. trotzdem habe ich soeben die rechnungen für die ersten drei monate geschrieben. mal sehen, wann die ersten teile davon eintrudeln. ich meine, ich verstehe die chefin gut. wenn das geld knapp ist und ich noch etwas luft habe, kann ich gut warten. nur das dauert jetzt einfach zu lange.
erfreulich ist aber, dass jetzt deutlich erkennbar wird, dass die richtungsentscheidungen aus dem winter in die richtige richtung gehen. die leute sind hoch motiviert und ziehen mit, sowas hab ich hier noch nicht erlebt. auch bestimmte abläufe sind erheblich besser organisiert. insgesamt könnte es also bedeutend schlimmer aussehen. wenigstens was.

dann kam anfang märz die nachricht vom schimpansenamt, dass ich eine hübsche erstattung aus 2011 bekomme. (nur um das nochmal laut zu sagen: also geld, was die schimpansen haben, was ihnen aber nicht zusteht! seit mehr als einem jahr, im übrigen). auf die auszahlung warte ich. nunmehr die 7. woche.
ende märz hingegen kam noch ein weiteres schimpansenamtsschreiben: die vorauszahlung fürs 1. quartal 2013 war am 10.3.fällig, und ich hatte noch nicht überwiesen. da kamen — husch! — zur fälligen vorauszahlung auch spornstreichs säumniszuschläge drauf. und zinsen.
reizend.
sollte ich bis ende dieser woche noch keine neuigkeiten ausm amt haben,  werde ich ihnen schreiben und mitteilen, dass ich jetzt ebenfalls säumniszuschläge und zinsen erhebe. und da bin ich noch ein nettes und will nicht wie die bank 13% p.a. für eine "geduldete überziehung".

und weil ich schon mal beim meckern bin: auch der übersetzungsjob, der an sich wirklich spaß macht, zog dann auch noch ein weniger erfreuliches gespräch mit dem auftraggeber nach sich. der klassiker: ob die übersetzung denn "wirklich so viel kosten" müsse. nee, ich mach das gern fürn dudeldei und ruhm und ehre. du hast ja jetzt grade wasweißichwievielhunderttausend euronen für n flugzeug ausgegeben, da sind die (hier kleinen vierstelligen betrag einsetzen) für die übersetzung echt nicht mehr drin. kann ich voll verstehen.
dazu kommt, dass ich diesen job wesentlich zu günstig erledigt habe. ich wollte gern ein fachkorrektorat zubuchen und habe angebote abgefragt. die preise dafür lagen im schnitt bei  40 % des preises, den ich fürs übersetzen bekomme, am oberen ende der skala waren es fast zwei drittel. normal sind etwa 20 % ... hätte ich für diesen job einen marktüblichen preis genommen, hätte der ag mindestens das doppelte, eher jedoch das dreifache gezahlt. da tat die frage doppelt weh. nein, dreifach, denn: erwähnte ich, dass der blick auf mein konto derzeit unerfreulich ist?
und das schlimmste: ich bin zumindest in teilen selber schuld mit meiner scheißndrecks-geduld und empfänglichkeit für das rumgeweiner der umgebung.


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