2013-01-01

#466 - season's greetings


ein gesundes neues jahr euch allen da draußen. möge 2013 mindestens so gut werden wie 2012 - optimalerweise besser.

weihnachten war dieses jahr für mich „ferner liefen“: husch! war es da und husch! war es wieder weg. was auch daran gelegen haben mag, dass vorher in der firma die hektik tobte wie üblich (wird das irgendwann mal besser?) und hernach meine familie hier war, was anstrengender war als ich erwartet hatte. zum krönenden abschluss zoffte ich mich auch noch mit dem manne, und das latent ungute gefühl daraus läuft mir immer noch nach.

auch das ende des alten und der beginn des neuen jahres waren eher so meh - ich hatte nach der nervigen session des letzten jahres keine lust wegzugehen, und blieb also mit dem manne daheim. der erste teil des abends verging angenehm: essen, getränk und gespräche waren vom besten. die später folgende runde "vier gewinnt" war schon eher unterwältigend - mit zwei gläsern weißwein im kopp bin ich nicht mehr der musterstratege vor dem herrn. aber der mann hatte tiiiiierisch spaß und freute sich nen keks über das ergebnis - null zu drei für ihn.
gegen dreiviertel zwölf wurde es dann richtig zäh. ich hatte einen toten punkt und wäre durchaus gern ins bett gegangen, jahreswechsel hin oder her. der mann hingegen befand, das bisschen könne man jetzt noch zuwarten - na gut, sei's drum. wir beschlossen also, das feinperlige schaumweingetränk bereitzustellen und einen film zu gucken. ich wünschte mir was lockeres, seichtes und unterhaltsames. die wahl fiel auf dark shadows, und bis mitternacht war es auch nicht mehr weit.
weder das eine noch das andere entpuppte sich als besonders gute entscheidung: der crémant hatte gewaltig kork, und der film war sehr viel düsterer und blutrünstiger als gedacht und gewünscht. (abgesehen davon kann ich die green nicht ausstehen, und die hat dort SEHR viel screen time.)
zu „guter“ letzt kam ich nicht zur ruhe und konnte bis halb drei nicht schlafen. entsprechend zäh startete der heutige tag.

außerdem muss hier gestern ein krieg stattgefunden haben, den wir allerdings gewonnen zu haben scheinen (keine toten aufm rasen, nur viiiiiele geschossreste). in den straßen und gassen des kuhdorfs klang es so, als stünde der FEIND!! vor den toren und schösse aus allen rohren. gegen 19:00 abends erhob sich erstes artilleriefeuer in der ferne, das rasch näherkam. ab etwa 20:00 wurde zurückgeschossen: unser nachbar zur rechten hat uns alle wacker verteidigt. alter falter, haben die einen lärm gemacht! ich hatte der katzen wegen bis auf eine alle jalousien unten. aber aus der einen war auch nichts mehr zu sehen. draußen wogte ein dichter rauch, der durch die luftabwehr das feuerwerk des nachbarn in gespenstisch rötlichgelbes licht getaucht war. nur vereinzelt waren schemenhaft huschende (und gelegentlich hustende) menschen zu erkennen.
in der (groß)stadt oder seinerzeit im betonghetto hätte ich mit einem solch wilden geballer gerechnet. aber hier aufm hinterletzten acker?! die katzen fanden das ganze auch eher minderspaßig: sie verließen mit dem einbruch der dunkelheit das haus nicht mehr und hielten sich permanent in unserer nähe auf.

naja, heute ist es nun gsd vorbei, und ich hoffe auf ein 2013, das besser wird als 2012. immerhin sieht die jahreszahl nach einer primzahl aus, die mag ich und beschließe, dass das was gutes zu sein habe. 

man wird sehen. 

1 Kommentar:

mayhem hat gesagt…

ich wünsch dir ebenfalls alles gute für 2013.


bei mir war es der nachbar zur linken, der weltuntergang gespielt hat(die ganze straße in eine dichte nebelwand einbetoniert, zwischendurch das auch von dir erwähnte rötliche licht plus ein paar wankende,geduckt laufende und sehr desorientiert wirkende gestalten); wir haben mit den ganzen fünf raketen, die wir gekauft hatten (für jeden eine) tapfer dagegen gehalten, schließlich sogar zu den knallfröschen gegriffen, aber am ende waren wir unterlegen.

der kater hat's relativ gelassen genommen, das Ganze hat aber auch schon am 30. gegen mittag angefangen.
nachts hat er sich trotzdem zwischen dem raucher und mir ins bett gewühlt und blieb da auch.