2012-08-29

#425 - mangels besserer ideen wieder mal "vermischtes"

das neue rad ("der rote riese") passt immer besser. am sonntag hab ich beide unmittelbar nacheinander gefahren, und es ist schon sehr beeindruckend, wie groß die unterschiede zwischen zwei MTBs sein können. das prinzip ist ja jetzt nicht soooo unterschiedlich: einmal eine federung vorn und hinten (scotty), einmal nur hinten (der riese). trotzdem ist scotty ein wieselflinkes, wendiges schlammspringertier mit enormem kletterpotenzial und der riese ein streckentauglicher renner, der sich auf losem untergrund deutlich schwerer tut.

die kommentare des kollegen zur optik des roten riesen erheitern mich gelegentlich - denn es ist mir, ehrlich gesagt, völlig schnuppe, ob der sattel _optisch_ etwas zu weit vorne sitzt. wenn die position mir passt, interessiert mich das nicht die bohne. ich guck mir ja nicht beim fahren zu. (und was andere zu meinem aussehen denken, is mir eh zum sehr überwiegenden teil stulle.) außerdem sind es meine handgelenke, die jammern, wenn ich praktisch bäuchlings auf dem gerät hänge. aber andererseits freut es mich, dass ich nun anscheinend doch einen besseren zugang zum kollegen gefunden habe. bisher war unser kontakt eher unterkühlt, da er mich als konkurrenz wahrnahm. (warum, weiß ich jedoch nicht.)

gestern war ich mal wieder übermütig: trotz des temperatursprungs mit hoher luftfeuchtigkeit wollte ich mit dem rad in die stadt zum training fahren. also 17,5 km hin, eine stunde bodypump mit maximaler intensität, 17,5 km zurück. au wacka ... insgesamt drei stunden an der oberen grenze der kraft unterwegs sein ist schon eine sportliche ansage. buchstäblich. auf dem rückweg fiel ich 3 km vor der heimatlichen garagentür in ein tiiiiiiefes hungerloch, aus dem mich nur die aussicht auf eine pizza rauszuholen imstande war.
die pizza beim einzigen pizzahersteller hier in der pampa war eher mäßig (jpats brokkoliauflauf nicht mal das), aber wir hatten so einen knast, dass wir beides trotzdem verputzten. und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal vor 11 im bett war - und fest geschlafen habe.
heute früh fühlte ich mich aber wieder "wie ein mensch", und das ist nach solchen sport-exzessen nicht immer der fall.

im büro ist es diese woche sehr angenehm, denn die chefin ist im urlaub. niemand ruft mich alle 15 minuten zu sich, damit ich winzigweichs äggsl, mord und rausguck erkläre.und siehe da: plötzlich komme ich mit zwei dingen weiter, bei denen ich mich durch endlose gesetzestexte und kommentare quälen muss. noch besser: ich verstehe, was da warum von wem gewollt wird. entsprechende fortschritte machen auch die zugehörigen projekte. morgen gibt es zu einem einen auswärtstermin im labor, auf den ich mich freue. (mein erster studienwunsch war ja chemie.)

die urlaubsplanung dagegen gestaltet sich wider erwarten widerborstig. das wunschhotel ist im wunschzeitraum nun plötzlich voll (hätten die mich da nicht direkt bei der anfrage drauf hinweisen können?). nun wühle ich mich durch weitere angebote. einerseits spannend (so viele tolle sachen!), andererseits nervtötend: einige machen sehr "freestylige" preisangaben (preis pro nacht und nase, zzgl. parkplatz, zzgl. steuer-dies und wellnes-jenes, was nicht rausgebucht werden kann), wieder andere ignorieren meinen wunschzeitraum, andere die unbedingt nötigen randbedingungen. wieder andere haben beispielsweise tage, an denen das resto abends geschlossen ist. oder die räder können nur in der garage abgestellt werden. und eigentlich will ich das auch gar nicht alles durchgehen, denn eigentlich dachte ich, der keks sei gegessen.


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