2012-05-30

#407 - joooo, wir san mitm radl dooo ... (trainingstagebuch)

die mtb-tour um die hohenwarte-talsperre hat geklappt.
zwar nicht, wie geplant, am sa., aber dafür am so. das war auch gut, denn so konnten am sa. noch ein paar unaufschiebbare dinge erledigt werden. und ich bekam am sa. meine geliebte haus-rennstrecken-runde und durfte „ohne hirn, marsch“ einfach nur treten, ohne zu denken. tat das gut!

am so. erreichten wir die talsperre gegen 14:00, also eigentlich schon ziemlich spät für die erwarteten 60 km. die talsperre soll insgesamt 27 km lang sein, und eigentlich hatte ich/hatten wir vor, sie entlang des ufers zu umrunden.
aber dann kam es doch deutlich anders ...

gleich zu beginn (a.k.a noch auf dem parkplatz) stellte sich heraus, dass jpats planung doch nicht ganz wasserdicht war: das fahrrad-navi tat exakt gar nix. und so begab es sich, dass wir (da ohne oldschool-papierkarte gestartet) gleich mal die ersten km eine knackige steigung bergan strampelten. garstig!! das hinterhältige daran: ich verbriet gleich zu anfang einen großteil der energiereserven, die mich eigentlich über die restliche strecke hätten tragen sollen.
aber auch die längste steigung hat mal ein ende, und in tourigebieten finden sich dann doch immer diese großen wander- und routenkarten und entsprechende wegemarkierungen. man muss halt nur wissen, wonach man zu gucken hat. so hatten wir kurz darauf eine route („japaaaaan!“ — roter punkt auf weißem grund) um den see gefunden, der wir folgten. aber meine herrn, die hatte es in sich! zweistellige steigungen und gefälle wechselten sich ab. ich stellte bald fest, dass mir bei der wunderbaren 2x10-xtr-schaltung tatsächlich ein paar zusätzliche niedere gänge fehlen. und ich lernte, wie es sich anfühlt, wenn man auf losem untergrund (sand, geröll)  ein gefälle zunehmend schneller herunterrutscht, weil das hinterrad bereits nach 20 m blockiert hat und man sich wegen des losen untergrundes nicht traut, vorn zu bremsen, aus angst, dann vorn auch zu überbremsen und ins gemüse zu fallen. ich glaube, ich habe auf dem stück nicht weniger geschwitzt als auf allen steigungen davor und danach.

nach reichlich 20 km machten wir eine kaffee- und eispause. milchkaffee mit viel zucker, dazu ein großes softeis mit viiielen frischen erdbeeren und sahne – alles dringend benötigt. zum glück merkte ich auch recht schnell, wie sich die kohlenhydrate in meiner blutbahn verteilten :) (die mitgenommenen energieriegel fand ich scheußlich. die schmeckten wie tapetenkleisterpulver aus einem explodierten chemielabor ...)
es folgten steigungen und gefälle, gefolgt von steigungen und gefällen. danach zur abwechslung steigungen und gefälle. später setzten wir mit der fähre über die sperre und kürzten damit etliche km ab. erzählte ich von den steigungen und den gefällen?
den letzten anstieg zum auto zurück schaffte ich buchstäblich auf der allerletzten rille. aber mann, was fühlte sich das gut an! ich bezwang am sonntag 36 km mit 1700 höhenmetern (gesamt). die gefälle sind kein bisschen weniger anstrengend als die anstiege, wenns richtig bergab geht. außerdem weiß ich jetzt, wie es sich anfühlt, rund anderthalbtausend kalorien in 4 stunden zu verbrennen. (anstrengend! aber klasse :D)

nachts schlief ich wie ein stein, und erst mit der morgendämmerung kamen die bösen träume.

am montag fuhr ich noch mal meine hausrennstrecke und stellte fest, was das im vergleich für eine mickymaus-tour „für anfänger“ ist  :)

einziger wermutstropfen: durch die wirklich sehr unebenen passagen an der hohenwarte verbog ich mir übel das genick. am die. und am mi. konnte ich den kopf nur um wenige grad drehen und praktisch nicht nicken oder schütteln. aber der masseur meines vertrauens hat auch das wieder eingerenkt (buchstäblich!).

habe ich erzählt, dass ich am we aufs rad will?

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