2012-05-07

#398 - diverser kleinkram

die wohnsituation klingt anscheinend deutlich prekärer, als sie wirklich ist. ich bin einfach nur im moment nicht sicher, wie es weitergeht. aber es steht kein rauswurf an (zumindest soweit ich weiß), und mit jpat ist derzeit sehr gut auszukommen. wir reden wieder, viel, sehr viel, und außerdem tut sich tatsächlich was bei meinen "meckerstellen". (ich habe jedoch durchaus auch weiterhin ein sehr waches auge auf die häuschen in der umgebung – „das erste beste“ kommt mir nicht nochmal in die tüte.)
am sa. haben wir den zweiten durchgang im garten gestartet, und herrjessas, sind wir da vorangekommen! der lütte hatte zwei kumpels da, die mit anpackten — die jungs haben gekloppt wie die tiere! lustig war, dass die beiden soldatenkumpels gleich eine art wettkampf gestartet haben, wer von ihnen der fleißigere sei. ich würde sagen, sie haben beide gewonnen :o)
wir haben angefangen, die olle thujahecke radikal auf 3 m höhe runterzuschneiden. nur halbwegs blickdicht sollte sie bleiben. wir haben in dieser ersten runde noch nicht alle straßenseitigen pflanzen gekappt und trotzdem bereits rund 25 kubikmeter äste produziert. und plötzlich ist es hell in der küche und im garten! (hab ich ja gesagt, wurde mir aber nicht geglaubt ...) den rasen hatte jpat bereits in der vergangenen woche entmoost und geschoren. am we kamen noch kalk, rasensamen und dünger drauf. ab jetzt heißt es geduldig warten und hoffen, dass sich die traurigen ruinen berappeln und die frische saat keimt.

abends war ich mit mayhem zur museumsnacht. wir waren im botanischen garten und in der psychiatrie-ausstellung (das fanden wir beide unglaublich passend). überhaupt: ich wusste nicht, wie viele spannende und großartige ausstellungen es in leipzig gibt! den botanischen garten will ich mir in bälde mal tagsüber ansehen. ich hoffe, dabei auch die tropischen schmetterlinge mal zu sehen zu bekommen. überhaupt, die gewächshäuser! *hach* ginge es nach mir, wohnte ich ja in so etwas. (und eine eventuelle neue behausung MUSS  voraussetzungen mitbringen, dass ich meiner grünzeug-manie ausführlicher nachgehen kann.)
die psychiatrie-ausstellung war sehr beeindruckend und ebenso erschreckend. was man leuten so antut, die nicht so sind „wie alle“ — ohne worte. am schlimmsten fand ich ein großes ding, das zunächst irgendwie nach hängematte aussah, sich bei näherem hinsehen aber als netz entpuppte, in das „irre“ eingeschnürt wurden wie ein rollbraten. dazu lief ein video, in dem zu sehen war, wie zwei „pfleger“ zu ddr-zeiten einen armen schächer in so ein ding einschnürten. vorsichtig sind die gerade nicht zu werke gegangen ... es sah eher nach zwei schlachtern aus, die einen schweren kadaver im ganzen zu einem rollbraten schnüren. gruselig.
außerdem wusste ich gar nicht, dass auch lene voigt in dösen war und bis zu ihrem tod dort lebte. und dass sie in leipzig begraben ist. da wär'sch ser ma ä bliemchn bringn.
zum bildergucken fehlte uns dann doch die motivation, dazu hätten wir einfach eher starten müssen. was aber dank der buddelorgie nicht klappte - ich hatte die zeit total aus den augen verloren.

außerdem sind „des babys neue kleider“ eingetroffen, und ich habe auch bereits entschieden, welcher plüsch diesmal draufkommt. bilder vom projekt gibt es dann natürlich auch.

gestern brachte ich mayhem zum bahnhof und musste danach endlich das versprochene gutachten für eine diplomarbeit schreiben. das zog und zog und zog sich, und zufrieden bin ich mit dem ergebnis noch längst nicht! bei guten arbeiten geht so etwas schnell. alles fein, nix zu meckern, lobeshymne schreiben und fertig. weniger gute hingegen dauern – je nach qualität – länger bis ewig. die aktuelle arbeit ist leider eher von der letztgenannten sorte. in der begründung muss ich nun die stellen anführen, aufgrund derer ich zu meiner note gekommen bin. was für ein angang ... naja, ich hab's versprochen, dann ziehe ich das jetzt auch durch.

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