2012-01-23

#350 - wenn einer eine reise tut, ...

... dann kann er hinterher übers frühstück in der ferne meckern ;)
also, zwischendurch habe ich versucht, mal ein bisschen urlaub zu machen. stellenweise hat das auch recht gut geklappt.
zuerst war ich nämlich bei der lieblingsschwester, und das war toll! seele baumeln lassen, ausspannen, faul sein (und computer spielen) könnenunddürfen (worl.d of g.oo - gott, was bin ich angefixt! :D), sehr lecker und selbstgekocht essen - hach, was war das fein! könnwer sehr gerne wiederholen! :)

der winterliche anschluss war auch schön. also die teile, die geklappt haben, die waren schön. und das wetter ebenfalls.
meine bruchlandung beim skifahren am die.-mittag hingegen war weniger schön, die daraus folgende prellung auch.

ich testete andere skier (wow!!) und wollte wissen, ob die auch bei höheren geschwindigkeiten so agil sind wie sie sich bis dahin anfühlten. zum warmwerden zunächst auf einer blauen, dann – flotter – auf einer roten piste. und schwung, und schwung, und schwung – es lief wie von allein. viel weniger kraftaufwand, kürzere, sauberere kurven, sauberes kanten: mein fahrkönnen hüpfte jubelnd auf und nieder und freute sich.

tja, und dann kam von oben eine dame auf kollisionskurs im schuss den hang heruntergebombt. entweder hatte sie mich nicht gesehen oder sie meinte, dass ich schon ausweichen würde. so stand ich plötzlich vor der wahl:
  1. mit ihr kollidieren (blöde idee, weil viel aua und überhaupt – ich entscheide gern selber, wen ich so dicht an mich heranlasse),
  2. aus flotter fahrt heraus einen haken schlagen und
    2a) parallel zu ihr auf der piste rumrutschen oder
    2b) hinter ihr ihre fahrspur kreuzen.
zu 2b) hätte es einer wirklich engen linkskurve halb hangaufwärts bedurft. dazu reichten meine fahrerischen fähigkeiten doch nicht, allem hurra wenige sekunden eher zum trotze. also musste ich mich für 2a) - hangabwärts - entscheiden. unversehens fand ich mich ebenfalls in der falllinie wieder, mit schlagartig steigender geschwindigkeit. (rote piste, wir erinnerun uns.) ein schneehaufen katapultierte mich in den erdnahen orbit. dem unwiderstehlichen ruf der schwerkraft konnte ich mich aber auch nicht entziehen – und so trennten sich die wege der skier und meine. (wär auch zu kalt geworden, da oben neben den satelliten. nur die aussicht wär geil gewesen …)
als ich eine gefühlte ewigkeit später die nase wieder aus dem schnee zog, sah ich mehrere menschen mit besorgten gesichtern auf mich zukommen, die sich alle nach meinem wohlbefinden erkundigten. gottseidank war keiner mit einer kamera dabei, um meinen youtube-moment für die nachwelt festzuhalten. beim aufstehen stellte ich dreiviererlei fest:
  1. mir fehlten keine teile
  2. alles, was wackeln sollte, wackelte noch
  3. alles, was nicht wackeln soll, schien stabil zu sein
  4. nix tat sofort und schlimm weh.
sehr gut, sehr gut. dass der unterschenkel schmerzte, war erst mal nicht so dramatisch. ich beschloss, das zu ignorieren, meine testrunde weiterzufahren und auch den anschliessenden skikurs mitzumachen. wenn es zu übel werden sollte, könnte ich ja immer noch aufhören. und so geschah es auch.
erst abends merkte ich beim laufen, wie sehr die geschichte dann doch weh tat. also ward anderntags ein besuch beim doc anberaumt.
lt. dessen aussage wäre es eine SEHR gute entscheidung gewesen, einen zusammenprall mit der anderen skifahrerin zu vermeiden. was mich nur so semi tröstete, denn das bein tat trotzdem weh und ich bekam eine "sportbefreiung" bis einschließlich sa. mit der prellung wäre das fahren wirklich keine freude gewesen. schmerzmittel in gel- und pillenform und drei prosecco machten dann, dass es mir am mi.-nachmittag wieder bombig ging. allerdings beschlich mich die vermutung, dass ein nennenswerter affe (a.k.a. suff) meine ski-künste nicht unbedingt verbessert hätte. so ließ ich es dabei, genoß die aussicht (bild siehe unten), las meinen schmöker zu ende, schrieb postkarten und grollte ein bisschen wegen des abrupten endes des urlaubs.

jpat seinerseits genoss den tag auf der piste noch - auch wenn auch an diesem tag wirklich ununterbrochen das händifon klingelte. ständig wurde er wegen irgendwelcher kleinigkeiten angerufen - also wirklich echter blödsinn. fragen wie: "welche farbe soll das neue magnetband bekommen?" eigentlich hätte man darauf etwas wie "RAL-pink" (RAL-Farben kosten keinen aufpreis) antworten müssen ... *kopf > tisch* welche farbe haben denn die anderen maschinen dieser produktionsreihe? grün? aha.
oder die mitteilung, dass anderntags ein termin mit dem versicherungsmann wegen einer vorab-besprechung ansteht. und anderthalb stunden später, dass der termin abgesagt wurde. und noch ne halbe stunde später, dass das jetzt aber total blöd sei und der versicherungsmann dies und das gesagt habe und bla, bla, bla ... jpat war dann auch entsprechend angefressen und kommunizierte das auch. aber nicht, dass es was hülfe!
putzigerweise war funkstille wegen der unwichtigen sachen erst drin, als jpat feststellte, dass das so keine erholung sei und er deswegen den urlaub abbreche. da war es dann aber bereits zu spät.

aber es war SO schön in serfaus! schnee in massen, prächtigstes wetter, sonne satt - richtig toll. schade, dass es dann doch so schnell vorbei war mit der winterlichen pracht und herrlichkeit.
hier ein paar impressionen:


die anreise - endlich schneeeeeee!! :D

erster eindruck von serfaus

kaiserwetter (dieser himmel ...)

skifahren macht mir so einen spaß!

könner können es auch auf buckelpisten

so schön hier ...
... und dieser himmel ...

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