2011-12-08

#331 - trainingstagebuch (ja, schon wieder)

bin grade vom schwimmen wieder heimgekommen. und heute lief es richtig gut! :D kein formtief wie beim letzten mal, und ich hab das gefühl, das wasser war heute bedeutend wärmer. also waren schon die randbedingungen ein paar nummern erfreulicher.

meine wasserlage wird immer besser. diesmal hatte ich nach einer weile rumprobieren sowohl genug zeit als auch genug kraft, die anspannung in bauch und rücken zu halten - damit lag ich schön flach im wasser. das merke ich beim vortrieb schon erheblich.

dann der beinschlag: zu anfang habe ich mich immer wieder beim einknicken der beine erwischt. aber - überraschung! - üben hilft. etwa zur mitte der trainingseinheit wurde es besser. und gegen ende lief es fast von allein. ich würde sagen, von 80 % der mentalen systemressourcen runter auf 20 % - das ist doch schon ziemlich nett.

auch beim armzug merke ich verbesserungen. ich greife längst nicht mehr so weit über, und der bewegungsablauf wird insgesamt flüssiger. den dreier-armzug bekomme ich besser hin, weil ich gemerkt hab, woran es bisher hapert: beim atmen links (auf meiner schokoseite) drehe ich kopf und schulter relativ beizeiten und behalte den kopf flach im wasser. damit habe ich genug zeit zum atmen. rechts hatte ich bisher die nase immer noch senkrecht im wasser, wenn die hand schon auf hüfthöhe war und mir einfiel, verdammt, "das feature "kiemen" ist für deine spezies auf diesem planeten nicht verfügbar" .... damit war natürlich nicht mehr so wirklich viel zeit, den kopf zu drehen und genug luft zu bekommen. ich musste mich also herumwerfen und den kopf deutlich heben, um genug luft zu bekommen. dadurch knicke ich in der hüfte ein und muss mit der linken hand irgendwie ... rumpaddeln?, um die atemöffnung lange genug oben halten zu können. doof. und kraftaufwendig. und unelegant.
nachdem mir aber aufgefallen ist, woran es hängt, konnte ich anfangen, das zu korrigieren. auch da: erste erfolge sind merkbar.

insgesamt habe ich das gefühl, dass ich jetzt anfangen kann/sollte, auch die ausdauer stärker ins training einzubeziehen, also weniger zu powern.

mein ziel ist es, so zügig (und ohne pausen) den kilometer zu schwimmen wie die dicke schwimmerin auf der bahn neben mir heute. was bin ich von der begeistert! ich schätze, sie hat in den rd. 75 minuten, die ich dort war, locker die doppelte strecke zurückgelegt.

aber immerhin: heute hab ich meinen wunsch-kilometer definitiv überboten. die bahnen für den kilometer hab ich erst angefangen zu zählen, nachdem ich auf ausgiebiges trainieren der kraul-einzelbestandteile keine lust mehr hatte. zu meinem kilometerchen strecke sind zu addieren: mehrere bahnen armzug mit (krafttraining) und ohne paddles (techniktraining), mehrere bahnen beinschlag mit und ohne flossen (dito und dito). außerdem schaffe ich mittlerweile die 50 m kraulschwimmen, ohne dabei abzusaufen. und der puls beruhigt sich in unter 2 minuten (von ca. 120 bpm auf deutlich unter 90.)

die ohrenstöpsel haben auch geholfen. da hab ich mir prompt wieder einen klops geleistet: gestern bin ich extra noch mal losgestratzt, um bei sport scheck vermünftige stöpsel zu kaufen. und stecke die in die handtasche, die ich ja normalerweise immer mit mir rumschleppe. aber rate, was ich heute nicht mit in die sachsentherme geschleppt habe? - genau. zum glück gab es im shop dort für dreifuffzich solche silikonbobbel. die find ich zwar extrem blöd zu bedienen, weil sie erst passend geknetet werden müssen. aber sie halten dicht. mission erfüllt. und meinen lauschern gehts heute gut.

in summa: ein erfolg.

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