2011-10-10

#300.1 - nachlese

gott, was für ein wochenende ... sowas müsste verboten sein oder werden.

am fr den krach aller kräche mit jbob gehabt, er findet, ich muss eine lösung (er-)finden für uns und unsere verfahrene situation. und natürlich bin ich schuld daran, dass er so runter ist mit allem.
dass ich nach der von ihm geforderten (jawohl, geFORDERT!) lösung seit mehr als einem jahr suche, ignoriert er gekonnt. baut mörderischen druck auf. wütet, verletzt mit worten. nicht so tief wie das letzte mal, nicht so massiv, aber doch so, dass es meine seele verletzt. und mich trost- und ratlos zurücklässt.

seinen geburtstag wollten wir feiern, eigentlich. vorher war aber tagelang keine an- oder aussage von ihm zu bekommen, ob er zu feiern vorhat oder nicht, und falls ja, wo, wie und wann. von seinem bruder erfahre ich, geburtstage, igitt, das sei ja wieder ein jahr näher am tod - sowas feiere man nicht. (kindchen, wennde nicht alt werden willst, musste dich jung aufhängen! weisheit courtesy meine ur-oma frieda, gestorben mit 96 ...) am do. streiten wir uns erst mal online, es endet mit frostigem schweigen beiderseits.
später schicke ich eine erklärende mail mit bitte um rückmeldung, und es kommt - erst mal nix. erst am folgetag (dem tag x) bekomme ich bescheid, doch, ja, er wolle mich schon gern sehen. kein wort zu plänen oder dergleichen. also schlage ich erst einmal vorsichtig "essen gehen und danach weitersehen" vor. wir treffen uns, gehen essen, danach ins kino, so weit eigentlich alles ganz gut. nur dass er völlig entscheidungsunfähig, unmotiviert und unlustig wirkt.
aber dannnnn, dann kommts: ich will igendwann - spät - heimfahren. das getier wird nicht versorgt, und zum über-nacht-bleiben hab ich auch nix dabei. es war ja keine ansage von ihm zu bekommen hinsichtlich seiner pläne - und wenn er nicht plant, dann tu ich das eben.

er tickt aus. wütet, rast, beschimpft, wirft vor - das komplette programm. wir diskutieren bis weit in die nacht. gegen 2 (?) breche ich ab und auf, 20 min später ankunft im heimischen sessel - nur der ersehnte und für anstehende aufgaben bitter nötige schlaf, der will sich nicht einstellen.
nicht eine und nicht zwei stunden später.
zweimalzwei baldrian-und-hopfen-pillen später robbe ich dann doch ins warme wasserbett und döse wenigstens etwas - so viel zu den segnungen der modernen pharmazie. (gut, wenns nichts verschreibungspflichtiges ist, ist es mit dem segen auch nicht immer so sehr weit her.)
gefühlt 3 minuten später fängt der wecker unbarmherzig an zu schrillen und erinnert mich daran, dass tierarzt und vielviel arbeit anstehen.

ta: check. ein sehr unzufriedenes katzenvieh später, dessen verdauung sich aber immerhin in den kommenden stunden bessert, und etliche euro leichter verlasse ich quasi-schlafwandelnd die örtlichkeit. auf der heimfahrt entgehe ich nur knapp einem unfall (der wäre auf meine rechnung gegangen ...) und stelle fest, dass ich in dem zustand gar nicht erst ans arbeiten zu denken brauche.
arbeit also: kein check.
schlechtes gewissen und viel frust: doppelcheck.

den tag verbringe ich im wesentlichen mit dem fehlschlagenden versuch, ein bisschen schlaf nachzuholen, und später mit dem versuch, einigermaßen wachzuwerden. das immerhin gelingt halbwegs, und mit einem guten pfund camouflage-spachtelmasse im gesicht sehe ich sogar aus wie ein mensch. wie ein ziemlich zermatschter mensch nach einer üblen nacht, zugegebenermaßen - aber das entspricht auch den tatsachen.

abends stehen film und musik mit jpat und freunden an, die karten waren schon vor monaten besorgt, also gilt kneifen nicht. so richtig will ich das auch gar nicht, denn film (matrix 1) und musik (matrix suite, hier live gespielt vom mdr-orchester) sind großartig.

anschließend fahren wir noch kurz zur geburtstagsfeier von jpats bestem kumpel aus den alten zeiten. die party entspricht meinen erwartungen (zu viele zu laute leute, schlechte musik, viel, aber mittelmäßiges essen, saufen bis zum abwinken, aber nix wirklich brauchbares aus dem alkoholfreien bereich). so bitte ich bereits nach kurzer zeit um aufbruch. der wird mir gewährt, und ich falle wenig später praktisch tot ins bett. dumm nur, dass sich ein gehirn nicht einfach ausknipsen lässt, und so plagen mich wirre träume. aber erst einmal: schlafen.

den sonntag verschlafe ich großteils. gegen mittag bin ich dann so weit wiederhergestellt, dass ich es mit aufstehen versuche. den mickrigen rest des wochenendes verbringe ich irgendwie.

nach solchen wochenenden freut man sich geradezu auf den start der neuen arbeitswoche ...

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