2011-03-16

#260 - vermischtes

vorhin hab ich via twitter (?) eine sehr anschauliche visualisierung gefunden: How a Reactor Shuts Down and What Happens in a Meltdown. wir spielen hier halt doch mit einer kraft, die wir nicht mehr kontrollieren können, wenn etwas schiefgeht.
was mich bei der ganzen diskutiererei hier in dtl. stört, ist, dass die probleme immer nur auf das schwere erdbeben geschoben werden. es lag aber nicht nur daran - hauptproblem war schnöde, dass an den entsprechenden pumpen zu lange kein strom anlag. in einem KRAFTWERK. wegen einer verkettung blöder zufälle als folge einer heftigen umwelteinwirkung.
hier in d muss es ja gar kein so verheerendes erdbeben sein. lass mal bloß wieder einen fanatischen spinner oder mehrere ein paar flugzeuge an der falschen stelle in die geografie bohren. in dem zusammenhang auch: Abschalten-Appell bei campact.

was gibt's sonst neues ...

mein zahnarzt-termin heute war soweit ok. ich war nur 5 min zu spät – langsam scheint es wieder zu werden mit mir und der pünktlichkeit. der behandelnde zahnarzt scheint technisch wirklich gut zu sein. innerhalb von wenigen minuten war das kaputte inlay raus, und das mit nur minimalem drücken und werkeln. bei der netten ärztin das letzte mal dauerte das und dauerte das und dauerte ... viel druck aufs werkzeug, viel zug und dings, mein nacken war hinterher tagelang völlig verspannt. heute dagegen tut der mir überhaupt nicht weh. dafür hat der heutige doc, chef der zahnklinik himself, gegenüber seiner azubine (und allem anschein nach auch ggüb. den anderen mitarbeitern) einen recht robusten umgangston. ob ich das so richtig gut finde, weiß ich nicht. aber grundsätzlich hab ich lieber ne menschliche plinse als zahnarzt, die technisch super ist, als umgekehrt.
dass mich die lokalanästhesie so ausgeknockt hat, nervt mich. einerseits finde ich es sehr in ordnung, dass mir der doc eine menge anästhetikum spritzt, mit der ich sicher nix merke. andererseits hielt die wirkung nicht, wie prognostiziert, zwei stunden an, sondern mehr als vier - und ich war den ganzen tag ziemlich neben der spur. und vermutlich werde ich morgen einen leichten bis mittleren kater haben. fluch und segen der modernen medizin.

a propos kater: dem katz geht es immer noch nicht gut, leider. er frisst sehr schlecht und ist wieder sehr mager geworden. so habe ich mich heute entschlossen, ihn nun doch zwangszufüttern. mit bioserin erst einmal, davon muss er die geringste menge bekommen - und 2 x 5 ml bekomm ich in den katz auch rein. vielleicht rappelt er sich ja dann und nimmt das zeug auch ohne zwang an *hoff* (jaaa, und vllt können schweine auch fliegen ...) morgen dann der termin bei der ärztin. mal sehen, ob wir nun endlich ein bisschen weiterkommen ...

und sonst so: jbob war vorgestern und gestern abend bei mir. das war richtig schön, auch wenn wir wenig zeit hatten, weil ich beide male so hundemüde war. und es war ebenfalls richtig schön, neben ihm einzuschlafen und wieder wachzuwerden. morgens als erstes den verwuschelten blondschopf und diese unglaublichen augen zu sehen und dieses schmuckstück von jungmann in den arm nehmen zu können. und er fasst sich soooo gut an!
traurig ist aber für mich, dass die lange funkstille doch mehr beschädigt hat als ich dachte ... ich hab ihn wirklich lieb und ich verbringe gern zeit mit ihm, aber der große, rasende, tobende flächenbrand ist tot. auch die gier nach ihm ist verstummt. leider? zum glück? ich weiß es nicht.
auch mein vertrauensproblem ihm gegenüber habe ich nach wie vor. ich frage nicht, er sagt nichts - aber das, was nicht gesagt oder gefragt wird, das steht gelegentlich sehr laut im raum. ich habe tatsächlich kein problem damit, was er in den 5 funkstillen wochen ... hm ... unternommen haben könnte - aber ich habe ein problem mit aussagen, die hochgradig unplausibel klingen. und die so gar nicht zu ihm passen. er, der dauernd mit seinen weiblichen fans unterwegs war, der mir sogar gesagt hat, dass er sich immer mal eine einlädt, auf dass sie nächtens bei ihm bleibe, weil er nicht allein sein wolle - er sagt, er habe sich die letzten wochen mehr oder weniger eingeschlossen und quasi klösterlich gelebt. es fällt mir sehrsehr schwer, das zu glauben. thematisieren mag ich es aber nicht. zumal ich ja aus eigener erfahrung mit einmal gesagten unwahrheiten weiß, dass man die umso erbitterter verteidigt. was soll ich mich darum (also um ein gefühl bzw. dessen abwesenheit) mit ihm streiten.

und nun ab nach s'thal, den kranken katz und meine wehe backe pflegen.

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