2011-02-12

#248 - Der Würfel, der entscheidet, liegt, er liegt: Begreifen muß ich's, und daß ich verlor.

"Mein ewiger Gedanke, wenn ich wachte, mein ew'ger Traum warst du. Die ganze Welt lag wie ein ausgespanntes Musternetz vor mir. In jeder Masche, weit und groß, war deiner Thaten eine eingeschürzt. Und in mein Herz, wie Seide weiß und rein, mit Flammenfarben jede brannt' ich ein.

Wie Priam fleh'nd in deinem Zelt erschien und heiße Thränen weint' ich, wenn ich dachte, daß ein Gefühl doch, Unerbittlicher, den marmorharten Busen dir durchzuckt. O laß dies Herz zwei Augenblick' in diesem Strom der Lust, wie ein besudelt Kind, sich untertauchen.

Wenn es mir möglich wär, wenn ich’s vermöchte, das Aeußerste, das Menschenkräfte leisten, hab' ich gethan, Unmögliches versucht. Mein Alles hab' ich an den Wurf gesetzt. Der Würfel, der entscheidet, liegt, er liegt: Begreifen muß ich's, und daß ich verlor."
gefunden bei der wunderbaren lad.y gaga nielsen. stammt aus der penthesilea, von h. v. kleist, in der die lieblingsschwester einst eine amazone spielte, nein, war. in kampfstiefeln und mit kämpferischem gruppentext.
und der text, der so gut trifft, was ich grade fühle ... begreifen muss ich's, und dass ich verlor.

Kommentare:

frau doktor hat gesagt…

Aber gewinnen wirst du auch wieder. vielleicht kein großer Trost gerade eben. Aber schau mal da...

http://niv.scripturetext.com/ecclesiastes/3.htm

Keine Angst, ich bin keine christliche Predigerin, es geht um die Aussage, nicht um die Herkunft oder christliche Dogmen...

Hühnerschreck hat gesagt…

dsnke! dankedankedanke!