2010-10-28

#224 - stöckchen

(gefunden hier, via hier):

Ich lese … Blogs von Menschen, die ich nur aus dem Netz kenne und die sich trotzdem wie Freunde anfühlen, anstatt endloser Ordner voller Text zu „Genehmigung nach BImSchG“. Daheim derzeit fast nur die Zurhorste, um vielleicht mal wenigstens etwas Erhellung in das Seelenchaos zu bringen. Wennschon keine Linderung (oder gar Erleichterung …).

Ich trage … einen Wohlfühl-und-Edel-Strickpullover in Dunkelgrün-Braun mit Kupferfäden und eine schwarze, deutlich zu weite Jeans. Zuviel Schwarz in der letzten Zeit (muss wohl eine Reflexion meines derzeit ziemlich düstern Innenlebens sein). Aber immerhin dazu einen knallroten Mantel. Dazu den Ehemals-Verlobungs-Ring und die Wannabe-Edel-Armbanduhr. Noch eine Spur des Duftes von gestern Abend. Was mich gleichzeitig froh und traurig macht. Schwer an der Spur der Verwüstung, die ich derzeit im Leben von insgesamt drei Menschen säe.

Ich habe … ein sehr, sehr schweres Herz. Und Augenringe, mit denen ich jeden Panda-Lookalike-Contest gewinnen würde. Was aber dank Camouflage nicht zu sehen ist, immerhin. Nach außen habe ich ein freundliches Gesicht. Und Zukunftsangst. Und Stress mit den Katzen.

Ich höre … viel zu oft Apoptygma Berzerk, Philipp Poisel, Edith Piaf und ähnlich melancholische bis düstere Konsorten. Viel EBM, dank jbob. Und kaum noch Radio.

Ich trinke … kalten Automatenkaffee mit zuviel Süßstoff und ohne Milch. Igitt.

Ich esse … derzeit zu wenig oder zu viel oder zu fettig oder zu kohlenhydratreich /-arm und auf jeden Fall zu unregelmäßig. Immerhin hab ich das erste Mal in meinem Leben keine echten Gewichts„sorgen“ (soweit man eben Gewichtssorgen hat, wenn man noch nie Kleider größer 36/38 getragen hat).

Ich stehe … vor den Trümmern meiner ersten echten Langzeit-Beziehung (beziehungsweise mittendrin) und vor der rauchenden Asche von zwei ganz großen Lieben. (Natürlich gleichzeitig. Wäre es sonst der Erwähnung wert?)

Ich gehe … an der Seelenpein wahrscheinlich in Bälde kaputt. Derzeit auf dem Zahnfleisch. Im dunkel-dunkelroten Bereich (und in Momenten wie gestern Abend darüber hinaus. Mal sehen, wann der Begrenzer eingreift, und wie.)

Ich lache … nur noch selten.

Ich sehe … jbob gern beim Schlafen zu.

Ich mag … mich derzeit selber nicht leiden. „Nur einmal noch“ ganz vieles mit jbob und jpat tun (jeweils alleine, eh!)

Ich schreibe … zu viel „Zeugs“, zu wenig am Genehmigungsantrag. Was sich bitter rächen könnte.

Ich weiß …, dass es irgendwann besser werden sollte. Aber der Weg dahin scheint mir grade besonders lang, dunkel, steil und steinig.

Ich möchte … endlich niemandem mehr wehtun. Inklusive meiner selbst.

1 Kommentar:

Katiza hat gesagt…

Frau Hühnerschreck, so lange nicht bei Ihnen gelesen und jetzt lauter schlechte Nachrichten, was für ein trauriger Herbst an so vielen Orten .. halten Sie die Ohren steif, auch wenn es seltsam aussieht. Es kann nur mehr besser werden.