2008-01-10

03:38 Uhr

Das war vielleicht n Tag der Planlosigkeit gestern! Zuerst hab ich mir durch unvorsichtiges Trennen der externen Festplatte vom Standrechner genau die Datei im Backup zerlegt, die ich zum Arbeiten außer Haus gebraucht hätte, und dann hab ich mich auch noch durch eifriges Kaffeetrinken bis in den späten Abend rein extrem erfolgreich am Schlafen gehindert, so dass ich erst um 03:38 müde genug war, um endlich pennen zu können.
Ts ...
Aber immerhin hab ich in den Stunden arbeitsmäßig noch so einiges geschafft. Mal sehen, wie da die Qualität ist. Bin gespannt.

Aber der Tag war sonst ein guter, das Treffen mit der Personal Trainerin war erfolgreicher als gedacht. Während der Wartezeit auf die Folgeverabredung, die (dank eigener Blödheit) nicht mit Arbeiten am Projekt ausgefüllt war, habe ich dann ein Programm gepflegt, das mir in Zukunft hoffentlich jede Menge Korrekturarbeit abnimmt - und das abschließende Treffen mit M. nach fast 20 Jahren war auch richtig schön.

Es war wohl dafür ganz gut, dass ich keine großen Erwartungen hatte, sodass ich mich entspannt auf das Treffen einlassen konnte und es dadurch richtig schön und entspannt war. In alten Erinnerungen haben wir dabei kaum geschwelgt, die Gegenwart war viel interessanter. Was wir jeweils so machen, Familenleben, Hobbies, sowas halt.
Außerdem haben wir einander auf Anhieb wiedererkannt, und darüber habe ich mich richtig gefreut!
Während des Abends wusste ich dann schnell wieder, was mich damals an ihm begeistert hat - und auch, weswegen ich mich getrennt habe. Some things never change. Vermutlich ging es ihm ähnlich.

Während des Wartens im Sol y Mar fand ich Folgendes höchst befremdlich: Am Nachbartisch saß einer, der rauchte - und der tauschte nach einer Weile seinen dreckigen Aschenbecher ohne irgendeinen Kommentar gegen den auf meinem Tisch stehenden, sauberen - und stellte seinen vollgeaschten praktisch vor meine Nase auf meinem Tisch ab. Da ist mir nix mehr zu eingefallen ... Hat dieses Hohlorgan seiner Begleitung die ganze Zeit was von seinen tollen sozialen Kontakten auf StudiVauZett und anderswo vorgelabert - und dann isser so ein Sozialkrüppel. Da kann man sich seinen Teil denken.

So, und nun bin ich hoffentlich wach genug, um mich wieder meinem Projekt zu widmen, auch wenn sich mir im Lauf der Geschichte immer mehr das Fell sträubt. Digitales Rechtemanagement © by „Winzigweich“ - da bekomm ich gleich mal einen Einblick, was in der Zukunft auf uns zukommen wird, z.B. musik- und filmemäßig. Kein schönes Szenario, weil ein Rechteinhaber sehr genau steuern kann, wer was wie lange und für wieviel hören oder sehen darf.
Also generell finde ich es völlig in Ordnung, dass ein Künstler, der mir mit seiner Musik oder seinem Film Freude bereitet, dafür auch bezahlt werden soll. Aber am Ende werden es nicht die Künstler sein, die davon profitieren, sondern mal wieder nur der Industrie-Moloch-Wasserkopf drumrum. Und das wurmt mich schon. Kann man nur hoffen, dass es auch weiterhin unabhängige Künstler jeder Couleur gibt, die gegen die Retorten-Klone ansingen und anspielen.

And so back 2 work zu den Klängen von Ich + Ich.

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