2007-11-21

was von der woche übrigblieb oder so

die letzten tage waren turbulent. arbeit in mengen (hab ichs doch gewusst!) und dazu noch jede menge andere zu erledigende sachen. gestern endlich begonnen, regelmäßig zum "Spocht" zu gehen, diese kardio-messdinger sind schon unterhaltsam. hab mich bestimmt 10 minuten über die interessante wirkungsweise so eines gurtes gewundert. na, so bekommt man die zeit auf dem fahrrad auch rum.
und was gelernt hab ich auch: aerobic ist nix für mich. jede kombination, die das bewegen von mehr als 3 körperteilen (bspw. rumpf und beine) erfordert, überfordert mich restlos. neidvoll zugesehen, wie eine mittvierzigerin elegant und fehlerfrei die bewegungen der vorturner-frau nachmachte - und insgeheim erleichtert gewesen, weil die untersetzte blondine neben mir eine ebenso grazile und elegante figur machte wie ich. ich bin also nicht der einzige "begnadete mover" (vulgo: bewegungslegastheniker) in der runde.

dann war abends noch kurz der kleine von sweetest mit seiner mutter da, weil wegen irgendwas, egal. jedenfalls teilte uns das kind so nebenbei mit, dass es sich zu weihnachten einen gaming- und wlan-party-fähigen (!) notebook (!!) wünsche. hallo?! der bengel hat so dermaßen gar kein verhältnis zum geld, dass es mir schier die spucke verschlägt ... schon allein die dreistigkeit, so mal nebenbei anzusagen, dass man ein 2000-euro-geschenk haben WILL - und nach unseren ... ähm, eher kaufunwilligen reaktionen auch noch zu diskutieren ...
da bin ich immer noch platt.
gut, es stimmt schon, dass der kleene nicht von allein das verhältnis zum geld verloren hat - das haben ihm seine eltern mitgegeben. aber trotzdem bin ich ob dieser völlig fehlenden relationen zu _ALLEM!!_ echt baff.
werde mal mit sweets reden, wie man dem kurzen diesen zahn ziehen und ihn lehren kann, wie verd... lange man für 2000 euronen arbeiten muss. und was arbeiten bedeutet. (meine güte, wenn ich dran denke, dass das für mich vor gut einem jahr noch ziemlich genau zweieinhalb nettolöhne waren *kopfschüttel*)
wenn er wenigstens fleißig wäre oder gut in der schule oder richtig sport-aktiv oder IR-GEND-WAS, weswegen man lust hätte, ihn mit einem derart teuren geschenk zu belohnen - aber der kleene bekommt es nicht mal fertig, die leergefressenen bonbonpapiere vor seinem sofa und die benutzten taschentücher der letzten wasweißichwieviel wochen wegzuräumen. das zimmer sieht aus - da fällt mir nix mehr zu ein. dagegen war ich das reinste ordnungsputzi-tier, und das will was heißen, ich war schon wirklich unordentlich! er ist nicht in der lage, sein benutztes glas in den geschirrspüler zu tun. oft genug kommt es vor, dass benutztes geschirr (gern auch mit obstresten) in seinem zimmer stehen bleibt. (wir erinnern uns: er wohnt bei der mutti und hat ein zimmer hier. und wir sind nicht täglich in seinem zimmer.)
NICHT MAL DAS KRIEGT ER HIN, DEN MIST IN DIE KÜCHE ZU TRAGEN!!
aber gut, die unselbständigkeit ist bei ihm systemimmanent: bis vor kurzem hat ihm die mutti die hefter für die schule abgeschrieben. noch fragen, anyone? trotzdem bricht mich das an. ganz große gruppe.

themenwechsel.

heute früh um halb zwei ist sweetest mit seinen mannen zur männerrunde in den schnee gefahren, die haben jetzt schon ne große runde spaß gehabt und sich ausgetobt und alles. das freut mich sehr für ihn. außerdem freut mich, dass wir einander ohne geningel zu derlei veranstaltungen ziehen lassen. was nicht die regel zu sein scheint - neulich habe ich mit einem freund gesprochen, der meinte, ihn und seine frau gäbe es nur im doppelpack. einzige ausnahme: wenn sie mit ihrer mutter unterwegs ist. also das wär mir ja nix, immer nur traute zweisamkeit - und am ende hat man sich ja auch gar nix mehr zu erzählen!

trotzdem bin ich ungern alleine hier. die nächte ohne das schlafende mannsgebirge neben mir sind zu lang, zu allein, zu leiselaut, und ja, gelegentlich muss ich mich beherrschen, um nicht ner panikattacke anheimzufallen, wenn der katz draußen wo herumtappt und dabei geräusche macht, die ich nicht sofort zuordnen kann. naja, es sind ja nur ein paar tage, am so. isser wieder da.

noch n themenwechsel:

selten wurde ich so oft mit dem tod konfrontiert wie heute. zunächst mal in verschiedenen blogs und dann auch durch unterhaltungen mit der lieblingsschwester und - natürlich - durchs fernsehen. (wobei das mal ausnahmsweise keine csi-artigen ekeldinger waren, sondern "nur" ein mord aus leidenschaft.) trotzdem hat mich das heute irgendwie besonders berührt. zumal die betroffenen allesamt zu früh und mit einer ausnahme auch völlig unerwartet abberufen wurden und löcher hinterlassen haben. das ist wohl das schlimmste am sterben: das loch, das der gegangene hinterlässt.

und last but not least n themenwechsel:

neu in der blogliste meine freundin SIM, die ende dez. für n paar monate nach neuseeland geht.
von der to-do-liste elend wenig geschafft.
haare sind immer noch nicht bunt.
morgen fahr ich vielleicht nach eisenach, viele tiere ansehen und beim hundekauf assistieren. auch wenns arbeitsmäßig damit n bisschen enger wird - ich freu mich drauf!
und am freitag kommt die mutti. darauf freu ich mich auch.

und nun geh ich in das viel zu große, viel zu alleinige bett.

gute nacht, welt. bis morgen.

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