2017-05-08

#731 - kleiner geburtstagsrant

keine frage, es es freut mich wirklich ehrlich sehr, dass liebe menschen an meinem geburtstag an mich denken und mir das auch mitteilen. aber das dauernde telefongebimmel macht mich rasend.

abgesehen davon, dass die allermeisten anrufer wissen (sollten), wie sehr ich telefonieren (insbesondere angerufen-werden) hasse: wie wahrscheinlich ist es, dass man an einem normalen arbeitstag a) tagsüber ungelegen anruft und b) der hundertdrölfzigste anrufer ist?
anderntags rollen dann die leicht gekränkten meldungen ein: "ich habe dich ja nicht erreicht!" - mesdames, messieurs, für wen ruft ihr an, für mich oder für euch?
und die "erster!"-anrufer: es hat gründe, dass mein schlaufon nachts in den flugmodus geschaltet ist ...
mit schriftlichen grüßen tut man mir einen beDEUtend größeren gefallen.


ja, und dann war da noch die ex-affäre aus wirklich sehr lang vergangenen zeiten, dem ich seit 5 (?) jahren nicht mehr geantwortet habe. was treibt den mann um, dass er immer noch alljährlich zwo mal pünktlich wie uhrwerk schreibt? (zum geburtstag und zu weihnachten/jahreswechsel.) da habe ich allem anschein nach einen sehr bleibenden eindruck hinterlassen. (und dabei haben wir uns nicht im guten getrennt ...)
ich verstehe es nicht.
wie bringe ich ihm halbwegs schonend bei, dass ich auf einen fortgesetzten kontakt keine lust habe? ghosting scheint er nicht zu verstehen (und nett ist es ganz sicher auch nicht, keine frage). aber was sage ich ihm? ich hatte ja gehofft, dass keine antwort nach so langer zeit auch eine antwort sei. allem anschein nach habe ich das letzte mal zu freundlich reagiert. aber wie macht man das besser? wir haben vor mehr als 20 jahren den persönlichen kontakt eingestellt, und es interessiert mich wirklich null, was er und weib und kindelein machen ...

*grummelnd ab*

2017-05-05

#730 - ich brauche feminismus. dringend. viel davon.

donnerstag mittag. der gatte, mein vater und ich sitzen beim mittag. ich erzähle von einer neuen geschäftlichen unternehmung und mache ein witzchen darüber, dass ich ab jetzt eine gute partie sei. der vater hakt ein, das sei ich doch schon immer gewesen, nur halt nicht finanziell. ich korrigiere: gute partien werden immer finanziell gewertet.

da meint der vater. ja, also im gepfefferten sprüchebeutel stünde dazu, manche schwiegerväter gäben ihren schwiegersöhnen ja ein gutes stück brot und ein schlechtes stück fleisch dazu. also er habe seinem schwiegersohn ja ein sehr gutes  ... da bin ich reingegrätscht, ehe er den satz beenden konnte, und habe SEHR nachdrücklich festgestellt, dass jemand, der mich allen ernstes als stück fleisch bezeichnet, im allermildesten fall erheblich eine aufs maul bekommt.
da grinste der vater noch. ich musste also wirklich und wahrhaftig noch mal sagen, dass ich das tatsächlich vollkommen und total unwitzig finde und für eine überragende frechheit halte.

mein vater bezeichnet mich also indirekt als stück fleisch, das einem schwiegersohn geschenkt wird. und merkt nicht einmal, was er da von sich gibt.

unfassbar.

2017-04-19

#729

So, meinen 10. Bloggeburtstag habe ich nun doch verpasst ... Das wäre vorgestern gewesen. Aber es ist schon bemerkenswert, dass ich die Bloggerei so lange durchgehalten habe :) 
Alsdann, auf viele weitere Jahre! *stößt mit sich selbst mit Erdbeer-Sahne-Tee an*

Gerade habe ich eine Runde Frust-Aufräumen hinter mich gebracht. 
Es fing damit an, dass ich einen neuen Bestandteil meines MiShu-Bürostuhls gesucht, aber zunächst nicht gefunden habe. 
Ich habe ja so sonderbare Bürostühle, einen Swopper und einen MiShu. Den MiShu habe ich mir vor etlichen Jahren gekauft, als die Rückenprobleme anfingen, richtig garstig zu werden. Aber zu dem Zeitpunkt konnte man damit zwar super „kippeln“ (=dynamisch sitzen), den Stuhl aber nicht drehen. Die ursprünglichen Rückenprobleme verschwanden auch brav. Da ich aber vor zwei wirklich breiten Bildschirmen sitze, bekam ich neue Probleme und stellte flugs fest, dass die vom fehlenden Dreh des Stuhls ausgelöst wurden. Meh! Also tauschte ich meinen bildschönen MiShu schweren Herzens gegen einen schwarzen Swopper aus. Auf dem ich bis gestern auch am Schreibtisch saß. 
Heute früh nun habe ich den Swopper an eine Kollegin verborgt, die ebenfalls dringend einen neuen Bürostuhl abseits des Normalen braucht, weil sie so schlimme Rückenprobleme hat. Also hab ich ihr den „einfacheren“ (=für Bürostuhl-Be-Sitzer näher am Gewohnten) Swopper zum Testen geliehen. Und für mich endlich meinen MiShu wieder ausgegraben – und das neue Drehgelenk händeringend gesucht. 
Das hatte ich vor einiger Zeit gekauft und „ordentlich“ verräumt, weil ich zu dem Zeitpunkt den MiShu zum Testen verliehen hatte.
Ich habe mein ganzes Büro auf den Kopf gestellt. Auch die unwahrscheinlicheren Ecken. Alle Katzenkartons geprüft (zum Missfallen der pelzigen Insassen). Die Büro- und die Unterlagensektion meines Büroschranks durchgebuddelt. Nix.
Da es mir seelisch derzeit eh ein bisschen mau geht, ließ mich das in ein ordentliches Loch fallen. Ich fühle mich heute ohnehin etwas schlapp und verkatert (Muskelkater ist auch ein Kater, leider), und dazu noch so etwas ... Ganz blöd für mein empfindsames Seelchen! Und ordentlich arbeiten kann ich mit einem etwas zu niedrigen Stuhl ohne Gelenk auch nicht. 
Da mir bei meiner Suche das ramschige Elektronikfach ganz besonders auf den Zwin ging, befiel mich ein spontaner Anfall von „püh, dann eben nicht so, dann eben anders!“, und ich räumte es aus und auf. 

Die Ausbeute: 
  • eine Tüte Elektronikschrott (vor Allem Netzstecker und USB-1.0-Kabel)
  • eine Tüte Papiermüll (die gehorteten Verpackungskartons der Handys und Tablets der letzten Jahre)
  • ein paar Funkgeräte aus der Gattenfirma
  • ein Beutel voller Kopfhörer
  • ein Karton voller Adapter, SD-Karten und ähnlichem Kleinscheiß
  • ein Kasten voller Kabel ungleich USB2/USB3 
  • und ein Kasten voller USB2-/USB3-Kabel. 
Da brauch ich nun erst mal keine USB-Kabel mehr zu kaufen *lach* Und Ordnung und Platz sind nun auch.

Das freut mein Herz – und schwups! geht es mir besser und ich kann deutlich froheren Mutes nun doch an mein Tagewerk gehen. 
So muss das.

2017-04-03

#728 – filmfail

gestern abend waren der gatte und ich mal wieder im kino. auf „die schöne und das biest“ habe ich ja schon ewig gelauert. im normalfall bin ich so gar keine romantik-herzschmerz-schmachtfetzen-guckerin. aber die vorschau sah so hübsch aus, und ich mochte die animationsfilm-version schon sehr. auch der gatte war nicht abgeneigt. also saßen wir gestern zwanzichfuffzn im großen saal.

aber meine güte, was für eine pleite! ja, der film ist optisch hübsch gemacht. sehr, ja, kann man so sagen. aufwändig. beeindrucken konnte er mich aber nicht, zu glatt, zu „schon tausendmal gesehen“ alles. ja, und dann ging nach wenigen minuten (fünf?) die singerei los.
hätte ich das vorher gewusst, wäre ich ganz sicher nicht in den film gegangen! frau watson singt. und singt. und singt. und noch ne strophe. und noch eine. und noch eine. und dann hofft man, es ist endlich vorbei, aber nein, dann muss das ganze dorf auch noch mitsingen. optisch wird das ganze dann in sehr, sehr altbewährter manier mit einer massenszene unterlegt, die ich ziemlich exakt so auch in vielenvielen disney-animationsfilmen bereits gesehen habe. ster-bens-langweilig!!

dass die charaktere in einer märchenverfilmung jetzt nicht extrem dreidimensional sind und auch keine berauschende entwicklung durchmachen – geschenkt. ist halt n märchen. aber dass wirklich alle so dermaßen holzschnittartig sein müssen ... *ÄCHZ!!*

belle ist absolut hundekuchengut – das ist erwartbar und nervt jetzt auch nicht übermäßig. wobei ihr ein bisschen (*hust* – eher: DEUTLICH) mehr widerstand gegen arschloch gaston wirklich, wirklich gut zu gesicht gestanden hätte! da haben wir also eine junge frau, die nicht tut, was von ihr erwartet wird, wenn auch nur im kleinen, und die lässt sich dann von gastons rumgepimmel ohne größere gegenwehr herumschieben? echt jetzt? und wirft ihm nicht den einen oder anderen ziegelstein in die dümmlich-arrogante visage, nachdem er ihren liebsten zwei mal in den rücken geschossen hat? AAARGH!!

und gaston. seufz. dass er ein wirklich rundherum und durch und durch abscheulicher vollpfosten ist, hat man bereits ca. 10 sekunden nach seinem ersten auftreten kapiert. da hätten im anschluss an das (WAAAAAAAAHNSINNIG LAAAAAAAAAAAAANGATMIGE) gesangsintro ein paar quasi-kopfnicker in die richtung ausgereicht.

ja, und die endlosen gesangs- und varietészenen. wirklich endlos. oooooohne ende. laaaaaaaaaang. und immer, wenn man hofft, dass sie jetzt endlich fertig sind, kommt dann aber noch eine strophe. und noch eine. jessas!
das ganze gesinge hätte sich ohne weiteres auf ein verträgliches maß kürzen lassen. allerdings wäre dann der film vermutlich nur eine reichliche halbe stunde lang gewesen ...

und ehe ich jetzt demselben blödsinn aufsitze und mich noch mehrere seiten lang darüber auslasse, wie endlos lang und nervtötend der film war, lasse ich es dabei bewenden – und langweile mich das nächste mal lieber wieder bei einem ballerfilm. wobei, stimmt nicht: „ghost in the shell“ steht ja auch in den startlöchern, und eigentlich habe ich vor, mir den auch anzusehen.
ich hoffe, ich komme danach nicht genau so gelangweilt aus dem kino ...

2017-03-30

#727 - gerebloggtes

da ich mich auf meinem tumbler wirklich gar nicht mehr rumtreibe, verschleppe ich das schmunzelstöckchen vom san eben hierher:

fun game: if u listen to a weird variety of things reblog this with 3 bands u like that are completely different from each other and probably shouldnt even be in the same library

das san:
alt-j
s.p.o.c.k.
tool
(links sind von mir, der schnelleren klickbarkeit wegen - san, wenn du lieber andere hier haben möchtest, gib bescheid!) 

und ich (mit vieren):

elvis presley
paul kalkbrenner
apoptygma berzerk
dicht&ergreifend

:D

2017-03-29

#726 – lacher

ich finde es irrsinnig lustig, dass die protagonistin in meinem aktuellen krimi mit ihrem mann genau dieselben „probleme“ hat wie ich mit meinem :D
er will ihr was gutes tun und legt schon mal los, und ihr fliegt prompt ein draht aus der mütze, weil er ihr vorher nix darüber gesagt hat und sie ohne vorwarnung mit den ersten arbeitern konfrontiert wird.

könnt' ich mich grad scheckig lachen.

(und es nimmt meinem zorn über solche aktionen definitiv die spitze.)

2017-03-13

#725 - kopfschütteln

heute großes verwundertes kopfschütteln.

zum ersten: im hause schlammspringer gibt es diverse planungen für arbeiten am domizil. da ist (unter anderem) zum einen ein neu zu errichtender zaun, damit uns nicht wieder wildfremde mitten im beet und am katzengehege stehen und mir dann sagen, ich solle mich nicht so anstellen, man habe doch nur mal gucken wollen.
dann ist da aber auch ein neu ins dach zu sägendes fenster in meinem büro. aktuell ist der raum so dunkel, dass ich erst ab dem späten nachmittag sonne darinnen habe (sofern überhaupt vorhanden). durch diese ägyptische finsternis falle ich spätestens im november ziemlich regelmäßig in eine winderdepri. auch im sommer ist der raum leider ein dauerdunkler kasten. ein raumwechsel kommt nicht in betracht mangels passender räume.
abhilfe soll ein großes fenster im dach schaffen.
nun darf der geneigte leser drei mal raten, was der gatte als prio auf den radar hat. hint: die männer mit hacke, spaten und flex standen quasi fast schon in den startlöchern. der dachdecker/zimmerer/fenstereinbauer hingegen war noch nicht mal verständigt.
GNAH!!
aber immerhin reden wir ja miteinander (kann ich nur empfehlen - ein saugutes mittel zur rettung des ehelichen friedens). und so stellte sich heraus, dass ich diese prio nicht nur nicht teile, sondern ganz energisch erst mal eine komplettbetrachtung haben möchte. die lautet: umgehendst auch mit dem dackdeckermän reden, möglichkeiten, preise, dauer &c. in erfahrung bringen, wünsche abgleichen, auch hierfür ein angebot einholen.
anschließend und gemeinsam entscheiden, wann welche männer mit welchen werkzeugen hier aufschlagen. die planungsnummer ist nämlich auch so ein ding, bei dem mich der gatte immer mal ausschnullert: ich erfahre durchaus öfter, dass männer mit spaten kommen, weil es hinterm haus (oder wo auch immer) lautstark werkelt.
das muss ich dem gatten dringend abgewöhnen. dringend.

und dann die wortinkontinente hasspocke in meiner teimlein, die sich einerseits den feminismus auf die fahnen geschrieben hat und dann aber andererseits in ausgesprochen mieser hinterf**tz-zickenmanier eine weibliche meinung verreißt, die nicht der hasspockenmeinung entspricht. da ist hasspocke dann doch wieder ganz oldschool-weib: etwas vorsichtshalber mal nicht lesen, dann drei brocken aus dem zusammenhang reißen und falsch zitieren.
lurving it. (not.)
nur ist da die abhilfe ganz einfach: ich kärchere die hasspocke und ihre schwestern und brüder im geiste schlicht aus meiner teimlein.

manches ist ganz einfach.

back to work.