2014-10-20

#543 - der neue job.

anstrengend ist er. ohne zweifel. aber er macht einen riesenspaß.
der neue terminologenjob ist genau das, was ich schon seit ewigen zeiten machen wollte. die kollegen sind sehr nett und vor allem sehr hilfsbereit, die chefin dito. außerdem ist sie nahbar. und nicht zuletzt scheint das, was ich mache, gut zu sein und besser zu werden.
das freut mich sehr!
dass es anstrengend würde, war mir vorher klar. allerdings war ich schon etwas perplex darüber, dass sich die mehrmonatige auszeit doch erheblich bemerkbar machte, was belastbarkeit und konzentrationsfähigkeit angeht. ich habe bis jetzt-grade gebraucht, um zu wenigstens halbwegs brauchbaren stundenzahlen zu kommen. so um die 5-6 stunden hoch konzentriert arbeiten, das schlaucht mich wie nix gutes! aber training hilft, wie man sieht.
erfreulich ist auch: die schlechten, schleppenden tage werden immer weniger.
in den ersten wochen gab es gute tage, an denen es richtig "fluppte". die benennungen und bezeichnungen waren klar, es gab keine fallstricke, oder ich fand selbige fix, die arbeit ging leicht von der hand, und am ende eines arbeitstages konnte ich auf eine brauchbare anzahl von einträgen gucken.
an solche tage schloss sich dann praktisch immer ein mieser tag an, an dem es gar nicht lief. jeder eintrag entpuppte sich als garstigkeit, ich fand keine passenden unterlagen zu meiner recherche, das allwissende internetz spuckte müll in großen mengen aus, aber nicht das, was ich suchte oder brauchte, technische schwierigkeiten mit der remoteverbindung machten das arbeiten zu einer schleppenden angelegenheit, der output war entsprechend lausig und die kollegen konnten mir auch nicht helfen.
das hielt mich dann die darauf folgende nacht wach. worauf mich prompt gedanken befielen wie der, dass ich mit so einem lause-output einfach zu teuer wäre und sicher spätestens zum ende meines vertrags rausflöge, und die recherchemittel würde ich nie kapieren (so 'n stuss!), und die chefin würde mich sicher ankacken wegen des schlechten outputs, usw. wodurch ich stundenlang wach lag und insgesamt extrem schlecht schlief.
anderntags brauchte ich dank bleierner müdigkeit erst mal ewig, um ein mensch zu werden, startete spät, wodurch der output eher geringer ausfiel, wodurch ich prompt wieder nächtens grübelte und entsprechend schlecht schlief.
machmal schießt man sich ganz formidabel selber in den fuß ...
jedoch: ich werde zunehmend sicher in der anwendung der recherchetools, wodurch der output steigt. dann habe ich anscheinend jetzt kapiert, dass es keine gute idee ist, sich stundenlang an einträgen festzubeißen, bei denen ich nicht weiterkomme. ich werde dann nur betriebsblind und sehe den wald vor bäumen nicht.
mal pause machen, madame miez bespaßen, das gehirn ausschütteln und danach an einem anderen eintrag weiterwerkeln, das hilft.

so, und pause machen war ein gutes stichwort, ich läute nämlich jetztsofort die abendpause ein.

2014-10-03

#542 - tags sind die neuen stöckchen...?

ein tag (neudeutsch für stöckchen, nehme ich an), aufgesammelt beim san.
ihre fragen gefallen mir, also here goes:

Rule one: Always post the rules
Rule two: Answer the questions the person who tagged you asked and write 11 new ones
Rule three: Tag 11 people and link them to the post Rule four: Actually tell them you tagged them.

  1. Do you have plants in your home?
    lots. in my home and in the garden as well. and on the balcony of my (home) office. basically everywhere.
    during my studies, i took great pride in my „brown thumb“, meaning basically that i was no good at caring for plants. even two or three unlucky cacti died of thirst. (yes, that IS possible.)
    now, i not only own half a greenhouse (including 3 palms, one of 'em HUGE!, several citrus trees, a banana, a pepper vine, an eucalyptus, an elephant's toothbrush, passiflorae, pineapples, and a lot more), but some rather finicky plants are thriving as well. camellia sinensis. i'm impressed with myself, if i may say so.
    my garden has become a source of great pride, too. (see my "blüüüüüüüüüüüümschn!" posts during spring.) today, hubby spent the afternoon on the bike, and i spent it with my bottom towards the sky, hands in the earth. weeding and digging, uprooting 4 wheelbarrows of biomass. and yes, there's still plenty left :)
  2. Did you ever grow something edible yourself?
    i do, actually, right now. came with the whole „garden“ package, i guess.
    btw, right now, i am quite surprised: i planted some funny cucumbers called kiwano waaaay to late in their outdoor place. they didn't budge until late august. i saw some little flowers but didn't think that anything would come out of these. but ... even they have grown 3 fist-sized ... thingies with spikes (fruit? whatever.) tasting like, well, cucumber. lovely!
    other than those, in this year i had or still have:
    * strawberries
    * redcurrants
    * blueberries
    * tiny wild apples (they're edible, though!)
    * pumpkins (or squashes?)
    * tomatos. unfortunately, hubby brought me some plants from his mother, of a variety i wouldn't have bought. concequently, we ended up with lots of quite large but tasteless, fleshy tomatos. harzfeuer won't grow in my garden again! next year, there will be some old varieties again.
    * herbs (thym, rosemary, sage, wormwood, basil, origano, parsley, cilantro)
    * jerusalem artichokes
    next year, there might be even cherries.
  3. What’s your favourite food?
    a porterhouse steak, english-medium. or a flank steak. and pasta. and persian and indian and thai and greek cuisine. sushi. and lamb. and game. and cottage cheese. squash. grilled everything.
    and coffee. (counts as food 'cause during the week, it keeps me alive - and probably those around me as well ;) at least in the mornings.)
  4. Did you collect and press leaves as a kid?
    yes. rather inefficiently. i preferred to read the books i was supposed to press the plants/leaves in ...
  5. How did you like your first job?
    depends on when i am to start. jobs during school were ... umm ... well, okay-ish. i worked in a nursing home (not for those who like to sleep in or those with a weak stomach.), followed by some stints in gastronomy (not my cuppa, either), as a tour guide an a horse farm in brittany (great in and of itself, but with no future), and did some modelling.
    the first job after finishing my diploma was in a small translation agency, with very nice colleagues. i liked it so much i am working as a translator and terminologist again :D
  6. What toppings have to be on a pizza?
    depends on the mood and the hunger. something with meat. and/or cheese. and garlic. garlic is essential. 
  7. What’s a movie you love?
    matrix
    nochnoi dozor
    kill bill (and many of tarantino's movies)
    the breakfast club
    dirty dancing (the original, mind you)
    angel-a
    bienvenue chez les ch'tis
    if i think some more, this list will be endless.
  8. Who was the last person to compliment you?
    my very beloved hubby.
  9. Are your hugging needs being adequately met at the moment?
    absolutely :D this makes me so very happy!
  10. Can you wake up on time without an alarm clock?
    not now. 
  11. Is there anything more adorable than kittens?
    moar kittenz!

2014-09-18

#541 - vermischtes (und lang)

beruflich: der neue job lässt sich gut an. gestern war die zweite schulung, und es lief sehr erfreulich. insgesamt ist der job durchaus eine herausforderung, ich werde in relativ wenig zeit viel über die maschinen zu lernen haben, um die es geht. aber es interessiert mich, auch das drumherum stimmt, die auftraggeberin ist nett und nahbar - alles prächtig in der richtung. schick!

bewegtes leben: der sport kommt derzeit VIEL zu kurz. mist. die krafttrainings-termie stehen zum glück fest im kalender, und da gehe ich auch regelmäßig hin, um mich auszupowern. aber ich komm kaum aufs rad und kann mich an den regentagen auch nur schwer hochmotivieren. das ist schade. denn das _richtige_ dreckswetter kommt erst noch. und dann werde ich es mit sicherheit bedauern, nicht losgezogen zu sein, als es nur etwas nieselte. oder gar schönes wetter war, so wie in den letzten tagen.
tja nun, es ist, wie es ist.

feliden I: fidibus dreimal ist krank. er wirkt angeschlagen, frisst schlecht, ruht viel, die augen sind verklebt. augentropfen kann er aber gar nicht leiden. und mich im moment auch nicht, weil ich sie ihm verabreichen muss. nachher ist tierarzttermin, zum blutabnehmen, und was ist der katz? – unauffindbar. meh.
edit: termin verschoben auf nachmittags. gut!

feliden II: madame miez hat sich gut eingewöhnt. seit sie aber im ganzen haus und im gehege herumlaufen darf, ist sie deutlich weniger auf mich bezogen. *seufz* mal sehen, ob sich das wieder „zu meinen gunsten“ verschieben lässt.
bilder folgen.
großartig ist, dass ich zu einer feliden-spezialistin kontakt bekommen habe, die ich mit meinen fragen zum verhalten von servalen „löchern“ kann. sie zieht derzeit einen jungen servalkater von hand auf und hat aus jahrzehntelanger erfahrung mit servalen sowohl in der wildbahn als auch in menschlicher obhut wahnsinnig viel wissen. das sie erfreulicherweise zu teilen bereit ist.
diverse beobachtungen, die ich bei sternchen gemacht habe, hat sie bestätigt. so z.b., dass stella katzenstreu nicht schätzt. servale verrichten ihr geschäft, durchaus auch zu markierzwecken, bevorzugt auf glatten, eher festen oberflächen. ihre (leidliche) stubenreinheit kann sie durchaus noch ablegen, wenn sie erwachsen wird. meh! auch die weibchen markieren beim serval, teils nachdrücklicher als die kater.
das zusammenleben mit den anderen katern läuft derzeit erfreulich gut. sie wird zwar definitiv keine kuschelfreundschaften mit den jungs eingehen. aber die chance, dass alle relativ friedlich zusammen leben, ist gegeben. gut! trotzdem werden wir die vom veterinäramt geforderten umbauten demnächst in angriff nehmen. die gehegevergrößerung ist sowieso dran, das hätten wir ohnehin gemacht. denn viel platz wird nur getoppt von mehr platz :) die vorhandenen 50 m² sind zwar ausreichend für unsere katzen und einen jungen serval. aber für ein erwachsenes tier wird das dolle knapp. weil sternchen eher bodenbewohnend ist (sie klettert kaum, rennt und springt dafür aber um so mehr).
es werden noch ein paar extras (einzu-)bauen sein, unter anderem eine abtrennmöglichkeit für das gehege, ein wasserbecken oder wasserlauf (servale sind begeisterte wasserplatscher, das habe ich auch bereits beobachtet), und ein beheizbarer innenraum nur für stella. (also quasi wie die innengehege in zoos.) grundsätzlich möchte ich die katzen auch weiterhin gemeinsam halten. aber wenn sie anfängt, die jungs zu verkloppen, oder wenn die von ihr zu sehr gestresst werden, dann werde ich in den sauren apfel beißen und sie separieren müssen. tja nun.
aber bis dahin ist es zum glück noch ein stück.
auch die idee, mit ihr züchten zu wollen, ist komplett und total vom tisch. eine geschlechtsreife servalkatze wird a) unleidlich zu den anderen und b) markiert intensiv. muss ich beides nicht haben. dazu kommen die von katzen bekannten gesundheitlichen folgen: die gefahr für tumore der geschlechtsorgane steigt drastisch, verhaltensänderungen, rolligkeit usw. - alles nicht so superspaßig, wenn man keine längerfristigen züchterambitionen und die entsprechenden räumlichen (und personellen) ressourcen hat. abgesehen davon braucht man für die zucht von exoten nämlich auch eine genehmigung vom veterinäramt (wenn man vorhat, die jungtiere entgeltlich abzugeben). für die ich u.a. einen sachkundenachweis für feliden brauchen würde. der wird aber in deutschland nirgendwo als seminar angeboten. sachkunde für zoohandlungen gibt es. aber darin ist von feliden keine rede. die dame vom vet.-amt machte auch sehr deutlich, dass man dort von exoten-vermehrern ganz und gar unbegeistert ist. und mehr als ein vermehrer wäre ich nicht, da ich genau eine wbl. katze habe und im prinzip dankbar sein müsste, wenn jemand seinen kater der gefahr aussetzt, von madame verkloppt zu werden, ehe er mal ran darf.
für die sachkunde müsste ich schon ein studium der tiermedizin ablegen, meinte die vet.-amts-frau, und dazu hab ich grad n bisschen wenig zeit ...
savannah und serval scheinen grade in mode zu kommen wie es mops und jack russel widerfahren ist. nur ist die haltung von serval und savannah (je mehr serval drin ist, um so mehr) um ein vielfaches aufwendiger als bei katzen. das sagen einem die verkäufer vorher (meist) nicht. auch so „unwichtige kleinigkeiten“ wie die tatsachen, dass servale i.d.r. sehr scheu sind, nicht unbedingt stubenrein bleiben, keine schmusetiere sind, deutlich andere (wesentlich teurere!) futterbedürfnisse haben als hauskatzen, WAHNSINNIG viel platz brauchen, usw. fallen gern hinten runter. oder auch die tatsache, dass savannahs und servale in den meisten bundesländern meldepflichtig sind und in vielen fällen auch haltungs-mindestbedingungen erfüllt werden müssen, deren einhaltung das veterinäramt und/oder die naturschutzbehörden vor ort prüfen. das führt zu bösem erwachen bei ahnungslosen neubesitzern und zu vermeidbarem leid bei den tieren. die informationen im netz sind wenig und widersprüchlich.
fazit: das würde ich gern vermeiden bei tieren, die aus meiner obhut kommen. also bin ich gern ein braver bürger und lass madame demnächst „abklemmen“ a.k.a. kastrieren.

und dann mal wieder neues aus der irrenanstalt.
gestern abend saßen wir zu fünft draußen und grillten, also mein lieber mann und ich, der lütte und el gordito mit freundin em.
beim gespräch ging es unter anderem ums kinderkriegen. das ist ja eh schon nicht so mein lieblingsthema.
zum einen habe ich mich sehr geärgert, als weiblicher nachwuchs (neinnein, nicht von katzen, von menschen!) als „büchse“ bezeichnet wurde. es ist mir scheixxegal, ob das „nicht so gemeint“ ist. es ist abwertend und verletzend. dann wurde das dasein als mädchen/frau wieder mal – wie allgemein üblich, besonders hier aufm dorf – als minderwertige daseinsform bezeichnet. das ist zwar auch nix neues aus der richtung. es gibt halt menschen (weiß, cishet, mit pillemann) und es gibt den (mehr oder weniger) minderwertigen rest. aber da krieg(t)e ich schon nennenswert blutdruck.

ja, und dann kam der klopper des abends. die beobachtung, wie el gordito mit em umgeht. sie war zunächst zu ihrer familie ... ja, was? geflüchtet? ich weiß es nicht ... aber nun ist sie wieder da und wohnt auch wieder mit hier. was zu erwarten war.
nach der aktion von neulich bin ich über etliche artikel zum thema abuse gestolpert (wie es bei mir so ist, wenn ich für ein thema sensibilisiert bin, die scheuklappen sind halt weg). die hier beschriebenen verhaltensweisen der abuser sind eine ziemlich exakte beschreibung von dem, was ich gestern abend beobachtet habe.
das ist für mich auf zwei ebenen verstörend. zum einen erlebe ich mit, wie einer frau in meiner direkten umgebung psychische gewalt angetan wird und wie sie geradezu lehrbuchmäßig darauf reagiert („ich bin halt zu dumm“ – AAAAAAAAAAAARGH!!). und dass sie schaden nimmt. was diese situation mit ihrer kleinen tochter macht, will ich, ehrlich gesagt, am liebsten gar nicht wissen. (*hält sich augen und ohren zu und pfeift laut*)
einerseits möchte ich ihr gern helfen. problem 1: wie mach ich das? denn, problem 2, ich tue mich schwer damit, mich direkt einzumischen. da kollidieren mehrererlei dinge in meiner seele:

  • ich störe mich an einer situation, die mich nicht unmittelbar betrifft
  • ist es nur mein gesträubtes fell als emanze, oder ist es wirklich, also für die betroffene frau, ein problem, dass ihr kerl so mit ihr umgeht, wie er es tut? 
  • i can lead the horse to the water but i can't make hir drink, lies: selbst wenn ich hundertdrölfzig hilfsangebote finde und habe und ihr mundgerecht serviere, machen muss sie es alleine, 
  • und ich bin nicht besonders geduldig in solchen situationen, leider. wenn ich das x.te angebot anschleppe und sie wieder nicht mitmachen möchte, bin ich genervt und gebe irgendwann auf. 

zum anderen habe ich einen abuser in der direkten familie. und der wohnt bei uns und in unserem haus.
ganz ehrlich: ich will diesen psycho menschen nicht um mich haben. ja, ich empfinde ihn zunehmend als gestört, und wenn er auf chemie ist, durchaus auch als bedrohlich.
aber was macht man da?
ein erstes gespräch mit meinem lieben manne gestern abend (war vermutlich extrem schlecht getimed) war eher minder erfolgreich. er sieht das problem nicht.
was mach ich denn nun?

scheixxe.

2014-08-29

#540 *kopf>tisch*

die überschrift ist programm.
aus der o.g. bewegung komm ich im moment gar nicht raus.
el gordito und die dame seines herzens haben seit einiger zeit stress miteinander. macht sich gar wunderprächtig: entweder hören wir das kind brüllen oder die beiden erwachsenen sich anschreien, türen schlagen, geschirr werfen - the works. grandios.
gestern nun stand sie hier auf der matte, und es ergab sich (warum, habe ich bereits wieder vergessen), dass sie mir ihr herz ausschüttete. was sie erzählte, was el gordito so aus ihrer sicht für stunts bringt: klarer fall von psychischem/emotionalem missbrauch. worauf ich (in kurzform) zu ihr sagte, wenn es an dem sei, dann müsse – MÜSSE!! sie unbedingt und schnellstens von ihm weg.
sie erzählte so sachen, bei denen ich aus dem kopfschütteln (und „*kopf>tisch*“-denken) gar nicht wieder rauskam. unter anderem, dass el g. ihr verböte, allein raus-, z.b. an den see zu gehen, ihr handy kontrolliere, sie vermutet/behauptet auch, er habe auf ihrem appelfon irgendwas installiert/installieren lassen, wodurch quasi jede lebensäußerung des fons auch auf einem „schattenfon“ passiert. jeder anruf sei mithörbar, jede sms mitlesbar, watschapp und fratzenbuch, allesallesalles. die ortung müsse sie immer eingeschaltet lassen (am rande: er und die passwörter zu all ihren social-media-, mail- und wasweißich-spaßkassenkonten habe er auch. sagte ich schon *kopf>tisch*?)

edit 2: habe mich ein bisschen eingelesen und festgestellt: das geht. alles. ALLES! wer zugang zu dem mobilfon eines anderen hat, braucht nur die eine oder andere app zu installieren, die ggf. in den stealth-modus zu schalten, und zack!, ab geht der peter. vom sms-mitlesen bis hin zum keylogger. 
sagte ich schon, dass ich ziemlich sprachlos bin?

zwischenbemerkung: was ist denn das bitte für eine gottverdammte hirnfick-scheiße, wenn man einander so dermaßen engmaschig überwacht, nicht nur null ver-, sondern 10.000-prozentig MISStraut, dem anderen jedwede schlechtigkeit und bosheit zutraut? und dann trotzdem nicht gehen will? also WILL wie in dableiben WOLLEN. nicht wegen irgendwelcher sachzwänge (keine kohle, kein rückhalt, kein dings, kein bums, wasweißdennich), sondern wegen „na am anfang war er mal 3 wochen soooo toll und nett ...“. ich raff's nicht.  

ich überspringe jetzt mehrere stunden (... ja, genau), in denen sie geredet und ich zugehört habe. hundertdrölfzig iterationen der immergleichen vorwürfe gegen ihn und keine bewegung in richtung einer änderung (z.b. sperren der mobilfunkkarten führ ihre nummer, zu der er eine partnerkarte haben soll, denn sonst funktioniere ja das schattenfon nicht, sperrung der bankkarte, zu der er die pin haben soll, usw.) nada. immerhin eine quintessenz gab es: sie ließ das kind von ihren eltern abholen und begann selber auch, ihre sachen zu packen. plan war: und fährt am abend.
so weit, so okay.
ich hab ihr viel gut zugeredet, eine menge hilfsmöglichkeiten gesucht und angeboten (you can lead the horse to the water but you can't make hir drink), seelennahrung gekocht und – jetzt kommt der casus knacktus – ihr ein neues handy gegeben. einen androiden, denn äppel hab ich nicht und will ich nicht. und jetzt kommt meine idiotie des tages: ich hab nicht nur vorher keinen full wipe gemacht und nicht kontrolliert, was noch alles von meinen apps und zugangsdaten drauf war (zum glück recht wenig), sondern auch für ihre neu eingerichtete kugelmail-adresse eine meiner mailadressen als wiederherstellungsadresse angegeben. fragt mich bitte nicht, warum ich eine der „guten“ arbeitsmailadressen genommen hab, vermutlich, weil die sich so einfach tippen lässt.
fakt ist jedenfalls jetzt, dass er angeblich sein äppelfon irgendwo vergessen habe und – jetzt kommt's – sie ihm deswegen den androiden überlassen hat.
ich beiße mir grade muster in den arsch.
fassen wir mal kurz zusammen:

  1. kann ich nach den informationen von ihr zumindest annehmen, dass er recht gute hacker kennt oder selber erstaunlich viel ahnung von elektronik hat (merke: man sollte seine gegner (whatever that means, grade im familienkreis) nie unterschätzen. bisher hab ich angenommen, dass er, was schreiben/programmieren/dergleichen angeht, grade eben so in der lage ist, ohne hilfe seinen arsch zu finden. tja, hochmut kommt bekanntermaßen vor dem fall, ne?) 
  2. darf ich jetzt sicher sein, dass er meine ihm bis dahin definitiv unbekannte „gute“ mailadresse kennt.
  3. und die domain dazu,
  4. von der aus man den hoster herausbekommt, bei dem diverse sachen gehostet sind, die ihn allesamt nix angehen, 
  5. wenn er sich den androiden mittlerweile etwas genauer angesehen hat, dürfte er nun die geräteklau-sicherungs-app kennen, 
  6. mit der man erschreckend viele meiner geräte orten kann, wenn man die zugangsdaten hat. 
ich bin dämlich. *schlägt mehrfach beherzt ihren kopf auf den tisch*

ha – aber ich stelle grade fest, gedankensortieren via aufschreiben hilft. der todesandroide _ist_ mit dem antiklaukonto verbunden. und: ich kann ihn damit löschen. dann werde ich das auch gleich mal machen. wenigstens was. 
edit 1, 15 min später: so, daten-wipe ist gestartet. wenigstens was.

geplant waren eigentlich sowohl gestern als auch heute VÖLLIG andere aktivitäten. gestern hätte ich eigentlich die ersten dinge für meinen neuen auftraggeber erledigen wollen (maschinenbau-sachen lernen, yay!!), ne runde zocken, ne runde radfahren, insgesamt also nen schönen und produktiven tag haben. tja nu, produktiv ist anders ... immerhin der sport war _richtig_ gut, ich bin praktisch auf den brustwarzen aus dem sportstudio gekrochen. aber das war nach dem tag auch nötig. 

nun denn, werd ich mich jetzt mal an die nächste runde androiden-voodoo machen und dann madame miez ausmisten, ehe es zur freundeshilfe in die stadt geht. 

2014-08-18

#539 - kurz, vermischt

das neustart zieht sich. die hühnerschreck-eigenen motoren zünden nicht oder nicht gleichzeitig oder einer zündet zu früh und dann kann ich grade nix notieren und der ganze schöne impuls ist vergessen, wenn ich an was zum schreiben komme.
immerhin ist die neue url gesichert, die erste kontaktanbahnung ist geschrieben die erste kontaktaufnahme war erfolgreich. schön. nun muss es nur mit dem angepeilten projekt was werden. aber ich beschrei mal lieber nix, da befällt mich jetzt doch spontan der aberglaube. (jedenfalls ein bisschen.)
auch bemerkenswert: die nunmehr-ex-firma realisiert, dass ich doch nicht „nix“ gemacht hab. ein pyrrhussieg. zahlen tun sie deswegen aber trotzdem nicht. egal, wie oft ich bettele, es kommt nichts. rien, nothing, nada, niente, nitschewo. nächste woche, morgen, dann. dann aber ganz sicher.
es ist zum kotzen.

ja, leckt mich doch.

ehrlich, wenn es nicht meinem lieben angetrauten auf die füße fiele, täte ich ein paar denen sehr unangenehme dinge. für mein seelenheil nicht übermäßig schön, weil ich sie als erpressung empfände (formaljuristisch hätte ich jedoch recht – hallo, herr pyrrhus, Sie schon wieder?), aber vermutlich wirkungsvoll.
die alternativen: a) weiter warten (unschön fürs konto), b) forderung an ein inkassounternehmen verkaufen. ich liebäugele mittlerweile sehr mit b.

der kurztrip zu den müttern war schön, sehrsehr anstrengend (was zu erwarten war), und wir haben auch etwas wichtiges für später geklärt, was mir zunehmend sorgen machte.

der nachmittag mit der freundin war ebenfalls sehr schön, auf dem balkon sitzen, in supernetter gesellschaft, über gott&die welt reden, auch mal den frust rauslassen können, das war richtig erholsam. ich hätte jedes mal aufs neue gern mehr zeit (gehabt) in berlin.

der 1. hochzeitstag war auch ganz wunderbar und brachte eine neue mitbewohnerin. mein lieber j. mit seinen wahnwitzigen geschenken immer! *hach*
der neuzugang also: ein junger serval. also eine „sie“. zuckersüß, die kleine, mittlerweile taut sie auch immer weiter auf und erobert sich ihr neues revier. mit den vier residenzkatern hier arrangiert sie sich zunehmend, also mit dreien. simba ist sehr ängstlich, ich fürchte, der arme kerl wird noch eine weile brauchen, bis er wieder sein gelassen-königliches selbst ist.

in dem zusammenhanb (tierische mitbewohner) heute früh gelernt bestätigt bekommen: dass barf (eigentlich: biologisch artgerechte rohfütterung) sein apronym durchaus verdient: beim wegräumen von futtertier-eingeweiden befiel mich das dringende bedürfnis zu ko**en (engl.: to barf).
aber was tut man nicht alles für die lieben plüschkinder.

auch der behörden-hiphop ist gestartet. ein exot (und als solcher gilt der serval) muss behördlich gemeldet werden, man muss passende haltungsbedingungen und sach- und fachkunde nachweisen. meldung ist erfolgt, umwelt- und veterinäramt werden wohl in letzten quartal hier aufschlagen, und auch die sach- und fachkunde sollte mich nicht vor unlösbare probleme stellen.

am sa. eine grandiose winterjacke gefunden und aller vernunft zum trotz gekauft. auch am tag danach hab ich keinen kaufkater bekommen. ein gutes zeichen. passend dazu bricht ja auch grade der herbst aus: wir haben 14 grad, sturm und regen. am 18. august. ich sitze mit body und softshell-jacke am rechner und hab trotz grade weginhaliertem schokodessert immer noch kalte finger. meh.

ich fürchte, da werd ich mir wohl auch das winterkilo demnächst (mithin 8 wochen zu früh) anfressen müssen. tja nu, was soll's frieren, möchte ich auch nicht. mal sehen, was die kommenden wochen bringen. es ist ja schnell drauf und auch schnell wieder runter.

und dann die mtb-session gestern. nääääj, watt n spaß! (nicht.) die trails sind farblich markiert, zum einen der auffindbarkeit wegen (die war super), zum anderen auch, um schwierigkeiten anzuzeigen. zumindest sah das so aus. und das war eher mindergut gelungen. der grüne trail hieß sinngemäß schnupperkurs, und dann gab es noch je einen blauen, einen roten und einen schwarzen.
also wählten wir blau. denn wenn ich blau fahre, dann nehm ich – in anlehnung an alpine skipistenmarkierungen – an, dass das auch für nen anfänger fahrbar wäre. mitnichten. von den 12 km gesamttour bin ich vermutlich etwa 5 bis 6 km zu fuß gegangen. boah, was war ich danach geladen! aber die jungs bekommen da auch noch nen kommentar von mir. möglicherweise bin ich ja nicht der einzige fahrtechnik-noob, der sich ungern die ohren brechen möchte.

so, und jetzt geht es wieder an android-gefrickel.

2014-07-29

#538 - wieder da

bin aus dem urlaub wieder zuhause, fühle mich wieder wie ein mensch (halbwegs, meistens) und fange jetzt an, meine neuorientierung anzufangen. oder so.
kurzzusammenfassung des urlaubs: sportlich. sehrsehr sportlich. 130 km, 4500 höhenmeter in 6 tagen. das klingt nicht nur wie eine menge, das IST eine menge. der nächste mtb-urlaub wird sicher anders organisiert, denn wenn man sich am berg fragt, warum, zur §$%&""$-en hölle man bitte diesen scheixx und keinen strandurlaub gebucht hat, dann ist nicht alles toll.
heißt: fürs nächste mal brauch ich ne beDEUtend bessere kondition und etwas mehr fahrtechnik. und netteres wetter, bittschön. zuhause ächzte alles unter >30 °C, im urlaub hatten wir zwischenzeitlich 15 °C und jede menge regen. (gut, >30 wären auch nicht das gelbe vom ei gewesen - zu warm ist aufm bike noch bedeutend unangenehmer als (zu) kalt.)

grandios waren die leute, der techniktrainer, die routen (vor allem dann, wenn man sie nicht selber planen muss), das essen, die mannschaft im hotel und der vieleviele spaß, den wir hatten.

so, und nun back to work, erst mal die dann doch verschobene umsatzsteuer-vorbereitung (ist nachher fertig), dann ein paar restarbeiten für den nunmehr-ex-auftraggeber (diesmal mit wöchentlichen rechnungen) und dann das texten für meine neu-werdende arbeitsseite. und akquise. WAAAHH!!

alsdann. los geht's.

2014-07-01

#537 - schnauze voll

nach dem arztbesuch heute folgte das heulende elend und ein krisengespräch mit dem lieben gatten. ergebnis: bis auf weiteres herrscht bei mir sommerpause.
die nächsten 2 bis 3 wochen werde ich schtraff gar nix tun (arbeitsmäßig) und mal das körperchen pflegen (ich hoffe, die wettergötter sind mit mir ...). wenns nötig ist und mir gut tut, auch noch länger.
und danach sortiere ich mich neu, arbeitsmäßig.
wird auch zeit.
wahrscheinlich war so ein crash erst mal wieder nötig.