2015-01-27

#571 - vermischtes

das cholecalciferol wirkt. ich bin sehr froh.

die leidige steuervorbereitung ist erledigt. check! *freufäustchen hier hinimaginieren* was mich an mir selber wundert: es ist an sich keine große sache, meine paar unterlagen zu sortieren und zu heften. und es ist eine große befriedigung, den fertigen ordner vor mir liegen zu haben. trotzdem ist es jedes mal ein enormer angang, loszulegen. pareto in reinform: ich brauche 80 % meiner energie, um mich aufzuraffen. das sortieren und abheften ist mit 20 % entspannt erledigt.
seltsam.

madame ist wieder fit. ganz unbestreitbar. vom schnitt ist nur mehr ein kleiner knubbel zu sehen, es ist nichts gerötet, sie putzt nicht mehr wie wild, und der pelz wächst nach. ich freue mich sehr.

projekt katzifizierung nimmt erste formen an: der erste teil der katzenrennbahn (cat superhighway) im wozi ist an der wand. die plüschs lieben es, und der platz ganz oben war buchstäblich von der ersten stunde an heiß begehrt. klasse! :D

es stehen aus:

  • wozi-katzenrennbahn teil 2
  • wozi-oben-katzenrennbahn
  • büro-katzenrennbahn und sitzflächen im büro
  • gehege-erweiterung teil 1 (überdachung) 
  • gehege-erweiterung teil 2 (noch mal rd. 50 m²). 
bilder folgen. 

back to work.

2015-01-26

#570 - home, sweet home

nachdem die urlaubsplanung wegen einer maschinenhavarie in des gatten firma kippte, beschloss ich, trotzdem wenigstens für das wochenende zu lieblingsschwester und schwager gen münchen zu reisen.

war DAS erholsam!!

am fr. essen bei einem spektakulär guten thai (den namen muss ich nochmal erfragen, seufz), wo ich bei einem grüne-mango-salat gelegenheit bekam, meinen kulinarischen mut zu testen. die supernette bedinung fragte noch "mit krebs?", oder zumindest etwas, das phonetisch wie krebs klang. es stellte sich heraus, gemeint waren krabben.
rohe.
ein sehr intensiv jodiger geschmack, für mich zu gewöhnungsbedürftig - wie man sieht, nicht mein ding.
der salat selbst und alles andere war aber richtig, richtig gut.
am sa hatte die lieblingsschwester orchesterprobe und war tagsüber abwesend. für mich waren faulenzen mit dem schwager inkl. etlicher quizduelle, ein vergessenes medikament und vit. d. besorgen, literweise tee saufen, mittagsschlaf und abends noch mal essen angesagt. auch dieses (beim italiener: il cigno) war ganz wunderbar, und wir rollten lachend und schwatzend heim.

am so. hatte der schwager einen kurs, und schwesterlein und ich verbrachten den tag redend, wieder VIIIIIEL tee trinkend und insgesamt extrem entspannt. das kleine plüschpferd und madame miezs lieblingsspielzeug wurden erfolgreich "operiert". nun sind beide wieder heil, flat eric hat einen neuen unterkiefer. ich freu mich riesig.
es ist bemerkenswert, wie sehr mich bei der lieblingsschwester sofort das urlaubsgefühl befällt. offensichtlich habe ich mit der fahrt alles richtig gemacht. danke, liebe lieblingsschwester!!! <3333 p="">
die rückreise war allerdings eine üble quälerei. das war die zweitschlimmste tour, die ich jemals gefahren bin: die gesamte strecke, etwa 500 km autobahn in dichtem schneetreiben und mit überwiegend heftig schneematschiger straße. blöderweise waren die reifen des panzerkreuzers im prinzip fertig. sie wären noch am fr getauscht worden, aber dann hätte ich erst 2 h später starten können. und mit solchem dreckswetter habe ich einfach nicht gerechnet. stellenweise gingen in 5 cm schneematsch nur 50-60 km/h - und die sicht war unterirdisch. es schneite in dicken flocken, und wenn die scheinbar waagerecht auf einen zufliegen, fährt man wie in einem schneetunnel. weil der schnee aber wegen der temperatur extrem nass war, klebte er auch auf den sensoren des autos, unter anderem auf der von mir sehr geschätzten abstandsmess-sensorik. die abstandsregelung und der tempomat fielen nach kurzer zeit aus - so hässlich! grade wenn die sicht so schlecht ist, genieße ich es sonst sehr, den maximalen abstand zum vordermann einzustellen und die elektronik ihr werk tun zu lassen.
zwischendurch schwenkte das schwere gerät auch mal kurz den hintern, als ich in ein dickeres schneematschfeld hineinfuhr. meine güte, so einen adrenalinstoß brauche ich auf längere sicht nicht wieder!!einself1!wenn da etwa zwei tonnen beherzt über die hinterachse schieben, wird es einem schon sehr anders. an der stelle hat sich das fahrsicherheitstraining bereits bewährt - keine hastigen und vor allem keine großen lenkbewegungen sind in dem fall eine verdammt gute idee.

am ende wurde jedoch alles gut, und ich langte nach etwas über 5 stunden trotz allem wohlbehalten zuhause an. ganz kurz hinter dem kreuz rippachtal hörte es auch komplett auf zu schneien, und hier liegt nix! kein krümel, keine einzige flocke, nüscht! sehr bemerkenswert.

der gatte hatte wirklich und buchstäblich 5 min nach meinem eintreffen die steaks fertig, und so konnte ich die gruselfuhre bei einem guten essen und einem ausführlichen urlaubsbericht ausklingen lassen. 

2015-01-21

#569 - es werde licht!

manchmal muss mir eine erkenntnis erst mit nachdruck vor die birne geballert werden, bis ich's kapiere.
die endokrinologin gestern hörte sich mein lament an (trotz medikament nicht in die pötte kommen, antriebslos, dauermüde usw.) und vermerkte auf dem laborzettel auch die überprüfung des vitamin-d-wertes.

dann erzählte der vater von einer bekannten, der ihr arzt gesagt hatte, sie habe vit.-d-werte wie eine burkaträgerin.

vorhin las ich bei frau koma in den kommentaren, dass vit. d und eine mittagsrunde um den block ihr bei unrast und schlaflosigkeit helfen.

vitamin d.

warum bin ich auf den zusammenhang nicht schon eher gekommen?! seit november beutelt es mich - seit beginn der lichtlosen stubenhockerzeit, in der ich eben nicht mehr so oft und schon gar nicht im kurzen dress auf dem rad saß. und folglich mit größter sicherheit zu wenig vit. d gebildet habe.

*schlägt sich beherzt vor den kopf*

nachher werde ich also in die apotheke wandern und mir die segnungen der pharmaindustrie besorgen. und wenn es mich rafft, dann häng ich gleich noch 10 minuten sonnenstudio dran. (nur vielleicht sollte ich vorher noch fix nachlesen, ob das auch hilft, wenn man gegen die mistigen hautkrebserreger sonnenschutz benutzt.)

ich hoffe so sehr, dass es was nützt ...

2015-01-16

#568 - et wird

madame gesundet vor sich hin. seit mi. frisst sie wieder, seit gestern frisst sie wieder normal. der gerötete bauch kommt offensichtlich vom putzen, nicht von einer entzündung der naht. sehr beruhigend für mich ollen panikhelikopter. an der stelle ist es mal ganz gut, dass madame so ein wildtier ist. so ist der gang zur vet deutlich umständlicher für mich, und ich beobachte ganz anders. (bei etwas wirklich schlimmem will ich nix versemmeln, aber für ein bisschen wunde haut muss ich keine lawine lostreten.)

auch die arbeit läuft wieder besser. ein großes problemfeld kann ich einfach abgeben - hurra!! -, ein anderes wird sich durch die hilfe eines kollegen lösen lassen. und die chefin ist einfach nett.
ich freu mich.

und der sport heute war auch schön. ich bin erstmalig mit einem der elektrobikes in die stadt zum training gefahren. meine lieblingsart der zweirädrigen fortbewegung wird das zwar nicht. aber es hat ganz unbestreitbare vorteile. deren größter: ich krieche nicht völlig alle auf den brustwarzen nach hause und bin also anschließend noch zum denken und arbeiten in der lage.
mit dem beiden umleitungen (+1,5 km) war ich insgesamt nicht schneller als sonst (ohne motor, ~10 kilo geringeres fahrradgewicht), ca. 45 minuten auf dem hinweg und irgendwas über 50 minuten zurück (mit deutlich stärkerer motorunterstützung).
die verdutzten blicke der anderen verkehrsteilnehmer gibt's kostenlos.

back to work.

2015-01-14

#567 - einer dieser tage ...

achtung, dieser eintrag kann spuren von rant enthalten.

tag 2 post-op, madame frisst immer noch nicht. „sie hungert sich gesund“, sagt der mann. und ich soll mir keine gedanken machen. ich möchte ihn hauen, weil sich meines wissens noch nie jemand nach einer op oder schweren erkrankung gesundgehungert hat. nicht mensch, nicht katz. er ist wie üblich im „wird schon alles werden“-modus, den ich bei kranken mitgeschöpfen so gar nicht abkann.

***
edit, kurz nach zwölf: sich kümmern hilft eben doch. soeben habe ich ihr ein halbes küken „reingespielt“, heißt, so lange mit ihr mit dem küken gespielt, bis sie dann doch etwas davon gefressen hat. das schlimmste dürften wir jetzt also wirklich überstanden haben. 
(trotzdem freue ich mich stellvertretend für madame über weiteres daumendrücken.) 
***

das heizöl ist alle. wir hatten im dezember grade einen kleinen nachschlag bestellt, und der ist weg. ich bin sprachlos. und friere.
(der nachschub soll heute geliefert werden. ich hoffe, bald!)

gestern wollte ich nach der arbeit gern eine große runde „my cat from hell“ sehen. wenn möglich, nicht die juhtjub-version, denn die ist nur in der ersten und den drei oder vier episoden der zweiten staffel von brauchbarer qualität. die staffeln drei und vier gibt es gar nicht, staffel 5 ist eine 244p-aufgelöste und irgendwie komisch kleine angelegenheit.
außerdem bin ich nicht der weltgrößte fan solcher klausendungen und würde gern herrn galaxy und seiner crew geld dafür zahlen, dass ich von ihm so wahnsinnig viel gelernt habe.
ein programm namens sid.ere.el behauptet, es habe die anderen staffeln. also installiere ich das, erstelle ein konto, ohne geht es nicht,  (das hasse ich! meine daten verschenken, ehe ich weiß, ob ich dieses angebot überhaupt richtig nutzen kann.) und stelle dann fest, richtig befürchtet - die liefern nur links auf seiten, auf denen das gewünschte (hoffentlich) verfügbar ist. und man kann dann in einer tollen community gemeinschaftliche dinge tun und bewertungen und yadda, yadda, yadda. (wenn mich das interessierte, was andere in der glotze glotzten, tät ich mehr glotze glotzen.) 
die links von der seitenrolle führen zu it.u.nes. die apfelreligion steht auf der liste der von mir nicht geschätzten dinge ziemlich weit oben. aber ich will diese serie in brauchbarer qualität sehen und mein geld dafür ausgeben. also lade ich knurrend eitjuns herunter und istalliere _EIN_ programm. (das wird noch wichtig.)

ihr dürft raten, was dann passiert.

richtig.

die höllenkatzen sind „in deinem land nicht verfügbar“. auch nicht mit dem einen oder anderen hackentrick. meine kreditkarte sagt stupid old tschörmanie, und damit bin ich raus.

ich sehe also dann doch eine episode der juhtjub-version an. und bin einigermaßen zornig. der mann lacht über meinen verbalausfall.

heute früh nun will ich das äppelmus deinstallieren und sehe in der systemsteuerung SECHS (!!) progrämmchen made by saftobstladen.
sowas bringt mich ja formidabel auf die palme. erstens will ich die ganze grütze überhaupt nicht (zumal eitjuns ja bereits bei der installation standard für ungefähr alles werden möchte). dann bekomme ich updater dazu, obwohl ich bei der installation ausgewählt habe, dass sich das prog nicht selber aktualisieren darf. schließlich bekomme ich ungefragt vier andere dinge installiert, von denen nicht mal klar ist, was sie tun.

ich HASSE es.

und die erstellten konten muss ich auch noch beräumen und mit nonsensdaten füttern.

sagte ich schon, dass ich es HASSE!!?

2015-01-13

#566 - ich werd' wahnsinnig!

die katztration ist gut gelaufen, alles entspannt.

ich wusste zwar nicht, wie viel von dem beruhigungsmittel ich tatsächlich in madame hineingefüllt bekommen habe, da ich sie beim spielen damit „überlistet“ habe. sie ging dann aber freiwillig und ohne theater sowohl zuhause in die kleine transportbox als auch bei der vet in die op-gitterbox. innerhalb von 5 minuten und ohne menkenke.
so weit, so gut.
auch die op lief wohl entspannt.
die vet hat eine schöne decknaht über die eigentliche wundnaht gelegt, sodass ich ein klein bisschen weniger sorge habe, dass sich mein wildes, gefährliches raubtier allein die fäden zieht. die auch selbst resorbierend sind, sodass uns ein weiterer termin mit sedation erspart bleiben dürfte. wenn – ja, wenn sie sich sonst nix tut.
und da bin ich unentspannt.

das aufwachen hier zuhause verlegte ich ins leergeräumte katzenzimmer. auch da war sie zunächst scheinbar? anscheinend? entspannt und verzog sich gegen 22:00 in die große transportbox zum ruhen. alles gut, dachte ich.

bis ich heute früh nach ihr sehen wollte: tür auf, blick rein, keine katze da. der raum ist leer bis auf den großen kennel, decken, klo, wassernapf und ein paar spielsachen.

???

dann fällt mir die abdeckklappe auf, mit der der wasseranschluss (wasser aus der zisterne für die aquarien) abgedeckt ist. die liegt auf dem boden. zwischen den beiden trockenbauwänden zwischen meinem büro und dem katzenzimmer sind 24 cm platz. ich sehe in den spalt und sehe ... nichts.

PANIK!! vor meinem inneren auge hat sie sich die naht aufgefetzt und liegt nun schwer verletzt oder tot in dem spalt ganz hinten. (ja, ich habe eine lebhafte phantasie, die zu katastrophenübertreibungen neigt. ich weiß das. aber dagegen tun kann ich wenig.)

mit einer taschenlampe leuchtet der gatte in den spalt und da sitzt sie, ganz hinten. allem anschein nach ok. das angebotene küken beäugt sie, bewegt sich aber keinen millimeter. ich schlage vor, die hintere rigipsplatte abzunehmen, der mann ist für warten, die kommt schon von alleine raus. das sehe ich anders, aber zunächst obsiegt er.

mehrere stunden später hat sie weder das küken gefressen noch den spalt verlassen. ich überlege, ob ich sie "riebesehl riebmann" nennen soll, und werde unterdessen zunehmend unruhig. ich MUSS wissen, was ihre bauchnaht tut. hält sie oder hält sie nicht? seufzend mache ich mich daran, die hintere platte abzuschrauben. 30 schrauben, hurra. dann stellt sich heraus, dass die platte auf höhe der fußbodendämmung auch angeschraubt ist, ich löse sie also nur an der linken seite und ziehe sie etwas nach vorn. so kann ich weit genug in den spalt sehen, um zu erkennen, dass keine roten flecke oder katzenbauteile auf dem staubigen boden liegen. mittlere erleichterung.
madame hat sich eine platte weiter nach vorn richtung „ausgang“ bewegt, also schraube ich die platte auch lose, kippe sie weitestmöglich nach vorn und rede meinem wilden kind gut zu, doch rauszukommen.
30 minuten später fasst sie sich ein herz und kommt ganz nach vorn an die klappenöffnung. ich drücke ein rohr zur seite (wie sie daran vorbeigekommen ist?! der spalt ist so schmal, dass sie sich hinten arg quetschen muss – das muss beim reinkriechen höllisch weh getan haben!) – und sie kommt heraus.
HURRA!!
während ich beginne, die platte wieder anzuschrauben, sitzt sie zunächst in ihrem kennel, ich bin erleichtert und meine aufmerksamkeit wendet sich weitestgehend dem schrauben zu. aus dem augenwinkel nehme ich eine bewegung wahr - madame macht sich wieder an kackendrecksscheißabdeckung zu schaffen!! himmelarschundzwirn!!! der nächste panikflash meinerseits, mir fehlt ein zusätzliches paar arme in extralang. ich hindere sie erfolgreich daran, erneut hinter die wand zu kriechen, aber jetzt hat sich grandioserweise meine aufregung auf sie übertragen, sie faucht und bekommt ihr angstgesicht.
geschafft, die wand ist verschraubt (nur die blöde verrohrung der absaughaube bekomme ich nicht wieder zusammengesteckt), ich öffne die tür des zimmers und flitze soFORT nach unten, um die katzenklappe nach draußen zu verschließen.
10 sekunden später flitzt madame an mir vorbei und kollidiert mit der klappe.
...
sie WILL nach draußen und randaliert zunehmend heftig an der klappe, es sieht aus, als würde sie die gleich aus der wand reißen. was jetzt nicht völlig unmöglich wäre - ich habe keine ahnung, wie stabil ein paar sauerkrautplatten und die schrauben sind, die die konstruktion in der wand halten.
ich jage sie weg.
wenige sekunden später: repeat. madame faucht.
zwei-drei minuten später: repeat. madame faucht und schlägt mit der pfote nach mir. (immerhin! das ist tatsächlich „nur“ angst. beißen wäre schlimmer.)
zwei-drei minuten später: der savannahkater randaliert lautstark an der klappe.

rinse and repeat. again. and again.

ich werde wahnsinnig.

mal sehen, wie lange die beteiligten brauchen, um zu kapieren, dass es da im moment nicht rausgeht (die katzen und der serval), dass das theater gruselig klingt, jedoch nichts lebensbedrohliches ist (ich) und dass ein frisch operiertes tier nicht einfach in ruhe gelassen werden kann (der gatte).

so viel muckefuck kann ich gar nicht saufen, dass ich mich wieder beruhige.

dass ich nebenbei noch n bisschen arbeiten müsste, fällt schon fast nicht mehr ins gewicht.

morgen wird es besser.

hoffe ich.

gnah.

2015-01-12

#565 - cat content

heute wird madame kastriert. drückt ihr die daumen.

wie viel ich von dem beruhigungsmittel heute früh in sie hineingefüllt bekommen habe, weiß ich nicht. sie reagierte völlig normal, bewegte sich normal, spielte und sprang so zielgenau wie immer. ganz im gegensatz zu der testaktion neulich. bei der sabberte sie nach der eingabe des gels erst einmal wahnsinnig. schnürsenkeldicke spuckefäden auf ihrem sofa *igitt* dann war sie zwar so bedröhnt, dass sie sich deutlich unkoordiniert bewegte, aber eben nicht so ausreichend, dass sie geschlafen hätte. das hässliche dabei: meine schöne madame merkte natürlich, dass ihr die beine nicht mehr gehorchten und die welt sich höchst seltsam benahm. daher find sie an zu randalieren und zerlegte mir im verlauf das eine oder andere in unserem gemeinsam genutzten zimmer (=meinem büro). nach vier stunden war der spuk vorbei und mein hübsches mädchen wieder sie selbst.
der beste gatte von allen fand, ich solle einfach was nachlegen. das wollte ich nicht, denn das mittel kann bei überdosierung zum atemstillstand und ähnlichen problemen führen. zu riskant, imo.

erstaunlicherweise ging sie jedoch allein und freiwillig in den kleinen kennel, nachdem ich ihr gezeigt/erklärt hatte, dass ich möchte, dass sie da reingeht. sie randalierte auch nicht, mopperte zwar etwas wegen der beengten verhältnisse, aber ohne das erwartete theater.
auch auf der autofahrt war sie erstaunlich ruhig - ich saß neben ihr hinten und das schien sie weitgehend zu beruhigen: „die obermiez ist entspannt, da wird es so schlimm nicht sein.“

beim tierarzt stand ich dann vor der nächsten herausforderung: madame in so einen gitter-op-käfig "umzufüllen". ich rechnete damit, übel zerkratzt zu werden und madame auf den letzten metern dann doch noch schlimm zu verängstigen. aber – wunder!! – dem war nicht so. sie ließ sich problemlos und in kürzester zeit in den käfig umsetzen. klappe zu, verriegelt, decke wieder drüber, fertig. wenn es lange gedauert hat, waren es 5 minuten.

die schöne vertraut mir ... darüber bin ich sehr gerührt – und bange nun, dass alles gut geht. im prinzip weiß ich, dass die kastration einer katze ein routineeingriff ist. nix dramatisches, gut vorbereitet (nüchterne, gesunde katze), geplant. das sind alles gründe, die dafür sprechen, dass alles gut wird. aber eine op ist immer auch ein risiko. schon allein die narkose an sich. dann ist madame eben keine normale katze, deutlich unentspannter, wenn fremde mit ihr umgehen. tja, und dann ist es schließlich auch ein bauchschnitt, bei dem dinge "ausgebaut" werden, die an einer dicken blutversorgung hängen. das tut halt einfach scheixxe-weh.

ich bange um mein hübsches mädchen.

das ergebnis wird es für sie jedoch wert sein: sie wird nie rollig und trächtig, bleibt wahrscheinlich entspannt im umgang mit den katerjungs (das ändert sich üblicherweise mit einsetzen der pubertät/geschlechtsreife beim serval SEHR nachdrücklich!) und bekommt wahrscheinlich keinen stress mit carcinomen der reproduktionsorgane. dass madame nun eher nicht mehr markieren wird, ist ein bonus für mich. allerdings bin ich mittlerweile so weit zu sagen, dass ich sie nicht hätte kastrieren lassen, wenn es dabei nur um meine befindlichkeit gegangen wäre. (an einem tier rumzuschneiden, weil man es sich quasi passend machen will, geht gar nicht in meiner welt.)

drückt ihr die daumen.