2016-02-12

#652 - nun ja, nun ja ...

der silberstreif ist schmal. aber er ist da. das ist schon mal was.

trotzdem steht immer noch ein nennenswerter rechnungsausfall an, was die freude deutlich dämpft. aber nun gut, ich freu mich über das, was ich habe bzw. bekomme, und jammere nicht dem verlorenen hinterher - bringen tut es eh nix außer ein paar zusätzlichen grauen haaren.

und die terminologie läuft endlich wieder recht gut (hurrAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!).

und meine schöne madame ist wieder deutlich anschmiegsamer. merke: die dame wünscht regelmäßiges bespieltwerden. mehrere tage ohne ansprache lassen sie tatsächlich „verwildern“. viehzeug, ey!
im moment geruht sie auf meinem sofa zu ruhen. das fuchsschnäuzchen dekorativ auf die schulter gebettet, lag sie da. so ein schönes tier!
(naTÜRlich musste sie den kopf heben, als ich mich zum fotografieren anschlich. ein hübsches bild von einem bild von einer katze ist es trotzdem geworden, finde ich.)



*sich freuend ab*

2016-02-10

#651 ...

...sollte sich da doch ein silberstreif am horizont abzeichnen? es wäre so schön ...

und die folgen, ach, sie wären noch viiiiel schöner ...

daumendrücken für die kommende woche (bis mittwoch - hoffe ich) ist ausdrücklich erwünscht.

2016-02-05

#650 - und täglich grüßt das murmeltier ...

eigentlich lief die woche ganz gut. der mo war zwar ein totalausfall, weil mich die feiernachwehen doch einigermaßen schachmatt gesetzt hatten. und das, obwohl ich keinen alk (und auch keine sonstigen drogen) konsumiert habe, es war einfach nur viel später als sonst bei mir üblich. am die. und mi. lief die terminologie so vor sich hin, dazu ein bisschen adminkram, nix weltbewegendes, aber es lief.
gestern hatte ich mir einen guten haufen terminologie vorbereitet und es standen auch zwei anträge an. (kleiner exkurs: diese terminologieanträge kommen von den konstrukteuren des maschinenbauers, für den ich terminologisiere, und die haben immer oberste priorität, weil diese teile gerade akut gebraucht werden.) also sattelte ich morgens den rechner - und dann kam der liebste gatte der welt und stellte fest, dass die kollegin ha wieder da sei, und es sei sicher sinnvoll, wenn ich das anstehende persönlich mit ihr bespreche.
ich mach's kurz: aus der geplanten halben bis stunde wurden dann sechs ... zum einen haben wir ein projekt gleich on-the-fly fertiggemacht. das ist an sich gut, aber ich krieg die krumumpeln, wenn ich der ha beim tippen zusehen muss. sie ist ein spät- und quereinsteiger und hat das tippen nie "richtig" gelernt. aber wenn ich sehe, wie ineffizient sie am pc arbeitet, muss ich weinen.
egal, wir bekamen den job dann fast fertig. für das finish fehlte nur eine markierung in einem plan, die ich später erstellen wollte. als ich gerade das büro verlassen wollte, kam die chefin rein mit den worten, „sooo ein glück, dass du noch da bist!!einsellef1!“ - ja, glück für sie, nicht für mich. sie brauchte ganzganz dringend ein organigramm und bekam das alleine nicht auf die reihe.
schwupps, lag auch dieser job auf meinem tisch, und naTÜRlich DRÜÜÜÜÜÜNGEND!!! es müsse heute früh weggeschickt werden.

*seuuuuuufz*

also setzten wir uns noch hin und besprachen ausführlich, wer wohin muss usw.
den plan baute ich ihr dann wunschgemäß zusammen.

zum sport kamen wir deutlich zu spät, es reichte aber trotzdem noch für ein knackiges training, weil ich keine trainerbespaßung brauchte. immerhin.

und heute früh kam natürlich zu dem organigramm „da fehlt aber die xy“ *kopf>tisch* ich hatte gestern extra nach genau der kollegin gefragt und die antwort bekommen, dass in ihrem bereich keiner das sagen hätte, also sie auch nicht - und heute nun fehlt sie an exakt der stelle, die ich abgefragt hatte. das macht mich nicht froh!

tja, und passend dazu hatte ich im verlaufe meiner admin- und buchhaltungsaktivitäten auch mal die ausstehenden rechnungen angesehen. ratet, wer einen nennenswerten betrag bei mir offen hat ...?

es ist ... unspaßig.

vorhin nun bekam ich mitgeteilt, dass man eine der re., eine hotelübernachtung, nicht bezahlen könne, weil die original-hotelrechnung nicht dabei sei.
leute, die re. ist aus dem dezember! die ist beim steuerberater ... denn bezahlt ist sie ja auch. da müsst ihr dann in den sauren apfel beißen und das bei euch ausbuchen.

krieg ich gleich magenschmerzen von so was ...

anmerkung am rande: auch der liebste hat stress mit seinem mütterlein, es ist also rundherum unerfreulich. diese firma ist ein monster, das seine kinder nicht ernährt, sondern frisst.
was mich nennenswert ankotzt.

da hilft nur ballertechno.

dann back to terminologie.

2016-01-27

#649 - vermischtes

ach, die heimfahrt verblogge ich nicht separat. lohnt sich nicht, weil unspektakulär (erfreulicherweise). festzuhalten bleibt lediglich, dass ich durch die abgeschaltete spurverlassenswarnung und fast tausend gefahrene kilometer ein bedeutend genaueres gefühl dafür bekommen habe, wie breit der fuxx denn nun wirklich ist (einen halben meter schmaler als vorher ...). somit macht es mir nun auch spaß, das gerät zu bewegen. nur die hohe gürtellinie und die fensterattrappe hinten, a.k.a. schießscharte nerven mich nach wie vor. bis ich den fuxx ähnlich souverän bewege wie das schimmelchen, wird es wohl noch eine weile dauern.

die feiervorbereitungen für des gatten nachfeier sind nun weitgehend durch. insgesamt war/ist das ganze nun leider doch ein wirres sammelsurium geworden, weil sich der gatte zuerst nicht auströdelte, dann musste alles ganz schnell gehen, dann klinkte sich noch der kumpel c nebst gattin ein, dann wurde aus der einzelorganisation ein gesamtpaket, dann brachte der c einen veranstalter an, und nun wird es vermutlich ein ausgesprochen durchschnittlicher schlammstandard. na gut. ich hab's nicht versemmelt.
und ich freu mich auf etliche der gäste!
auch wenn ich da noch animositäten befürchte, denn eine der gäste vom c. ist eine person, deren hund vor einigen jahren meine mutter schlimm im gesicht verletzt hat. ich wollte diese person gern nicht eingeladen wissen, bin aber am c. gescheiter. neinnein, die sei jetzt total viel ruhiger geworden, und unkompliziert, blahdiblahblah. ja klar, sicher, glaub ich dir aufs wort. (nein.) nur darf ich das jetzt meinem mütterlein erklären ... und vor allem - und wesentlich schwerer wiegend - ihren unmut ertragen. denn rate, wer den abbekommt ... sicher nicht du.
(ganz abgesehen davon kann ich diese person auch nicht ausstehen.)
arschkrampe.

nun denn, zurück ans werk, ein paar der fehlenden stunden müssen noch rausgearbeitet werden.


2016-01-25

#648 - urlauuuuub, teil 3

den fr verbringen die lieblingsschwester und ich ziemlich komplett damit, miteinander zu reden. sie hat an vielen stellen eine deutlich andere sicht auf die welt. ich stelle mal wieder fest, wie sehr mir der regelmäßige, mündlich-persönliche austausch mit ihr fehlt. zwischendurch gehen wir kurz raus, um ein paar dinge einzukaufen. ich sehe zum ersten mal, wie eine packstation funktioniert. wieder was gelernt, ha! ich kreppe mich ein bisschen, weil ich meine neuen spikesstiefel nicht angezogen habe. auf den gut glatten wegen ist es teilweise ein ordentliches rutschen und schlittern. das gedenke ich auf dem weg zum resto zu ändern.

abends haben wir einen tisch beim japaner bestellt. das resto kennen wir bereits, man isst dort wirklich gut, und ich mag das ambiente dort. es gibt eine kaiten-bar, einen normalen restaurantbereicht und zashiki. das sind abgetrennte zimmer im japanischen stil, mit reispapierwänden und diesen ganz flachen tischen, an denen man kniend essen kann, wenn man kann. alternativ kann man auch „normal“ (=westlich) sitzen und die beine in vertiefungen im fußboden unter dem tisch stecken. die schuhe werden (natürlich!) vor dem eingang zu diesen zimmern ausgezogen und vom bedienpersonal in ein schränkchen verräumt. wenn man gezahlt hat, räumen sie die wieder hin.
eigentlich haben wir einen „normalen“ tisch im offenen restaurantbereich bestellt. da dieses aber voll ist, bekommen wir das größte zashiki, das mit einem raumteilerchen für uns und eine gruppe japanerinnen am anderen ende des sehr langen tisches unterteilt wird.
im lauf des essens spähe ich immer mal möglichst unauffällig hinüber, weil ich gern wüsste, ob die japanerinnen alle auf den untergeschlagenen beinen sitzen, und wie sie das sushi essen. kein glück bei beidem – die eine, die ich sehen kann, wechselt die sitzposition, und der tisch wird vom raumteiler effizient verdeckt.
unser essen ist auch dieses mal wieder ganz wunderbar. wir schwelgen in edamame, diversen sushi und daifuku. dazu gibt es jasmintee und hinterher warmen pflaumenwein für die lieblingsschwester und mich und heißen sake für den lieblingsschwager.

und nun folgt der unerfreuliche teil.
wir sind ungefähr zur selben zeit mit essen und bezahlen fertig wie die japanerinnen nebenan. um nun ein großes gewühl beim schuhe-anziehen zu vermeiden (die japanerinnen sind zu siebt oder acht), warten wir einen moment, bis sie gegangen sind.
als wir hinauskommen, stehen dort die schuhe von schwester+schwager – und ein paar sehr runtergerittener, schwarzer nylonhalbstiefelchen ca. in größe 36. meine nagelneuen winterstiefel mit spikes (ja, genau die, die ich am mi. gekauft habe) fehlen.
ich sehe zunächst unter den stühlen nach, dann im schrank. nichts. dann suchen wir zu dritt. das  bedienpersonal kommt, weil man unsere bewegung bemerkt hat. auch sie suchen und prüfen alle schuhe – erfolglos. mittlerweile steht der komplette service inkl. restaurantbesitzerin um uns herum.
es ist allen zutiefst peinlich, das sei in 14 jahren das erste mal, dass das passiert sei. die japanerinnen hatten beim reservieren auch keine tel.-nr. hinterlassen. das erweist sich jetzt als besonders ungünstig.
(daher weiß ich überhaupt nur, dass es japanerinnen waren – weil eine der servicekräfte das sagte.) die chefin leiht mir ein paar wintertaugliche stiefel von sich, die nicht nur von der größe, sondern sogar vom stil her passen. (allerdings ist mir der stil in dem moment ziemlich egal.) 
somit ist wenigstens der heimweg abgedeckt. anderenfalls hätte wir auch noch ein taxi von tür zu tür gebraucht, was den nun schon fies teuren abend noch teurer gemacht hätte. bis zu diesem moment versuchen wir alle, uns das als versehen schönzureden. auch wenn im tiefen inneren meines herzens ein leises stimmchen spricht, na, das war ein guter tausch für die ... meine brandneuen schuhe gegen die abgeranzten botten hier. schönen dank auch. 
was auch nicht zum versehen passt: meine stiefel sind etwa drei nummern größer als die dagebliebenen. und sie haben spikes. beides ist wirklich das haptische pendant zu „unübersehbar“.

fazit: stiefel weg – und für garderobe haften restos ja grundsätzlich nicht. schön blöd für mich … auch die lieblingsschwester und der -schwager sind ziemlich angefressen. ich schwanke zwischen lachen und fluchen. 
das winzige fünkchen hoffnung auf ein versehen erlischt am folgetag, als sich niemand im resto meldet und die „versehentlich“ mitgenommenen stiefel wieder gegen die eigenen tauschen möchte. 

das thema ist natürlich am sa. recht beherrschend bei uns. zwischendurch müssen die lieblingsschwester und ich grinsen, weil wir beide beim durchsehen der vorhandenen schuhe gedacht hatten, die chefin-stiefel (schwarze leder-halbstiefel mit quadratischen nieten besetzt) wären die einzigen, die auch optisch einigermaßen meinem outfit entsprächen.

die lieblingsschwester und ich beschließen, dass wir etwas bewegung brauchen, und wir gehen ihre laufrunde. eine schöne runde, die mit dem schnee noch hübscher aussieht. ich bin mit einem paar von ihr geborgten docmartens unterwegs bin, die mir griffiger und weniger empfindlich scheinen als meine schuhe. das erweist sich als blöde idee: ich laufe mir beidseitig fette blasen, von denen eine auch prompt aufgescheuert wird. so tausche ich wieder schuhe mit der lieben, lieben schwester und bin sehr froh, dass sie nicht auf mich sauer ist.

abends kochen wir, es gibt mit hackfleisch gefüllte krautwickel auf syrische art, die der lieblingsschwager und ich superlecker finden, die lieblingsschwester leider wenig – zu hammelig das fleisch. wir werden trotzdem alle satt. hinterher spielen wir alle zusammen miteinander und gegeneinander quizduell. das ist richtig lustig, weil wir alle drei dazu neigen, die fragen zu kommentieren (und dabei schon auch mal die lösung herauszuplatzen). was natürlich nur so mittelclever ist, wenn der mitspieler einem gegenüber sitzt ;)
der vater ist virtuell dabei, den machen wir alle drei nass :)

auch an diesem tag schlafe ich tief und traumlos.

teil 4 wird die rückfahrt, die kommt später.

2016-01-19

#647 - urlauuuuub, teil 2

mi.:
der mittwochmorgen zeigt sich wettertechnisch wie die vortage auch, grau-verhangen, mit leichtem schneefall. an einem der vortage hatte ich winterstiefel mit spikes gesehen, die werden erbeutet, da die hasenfellstiefel nun 9 jahre auf dem buckel haben und langsam zerfallen. spikes zum herausdrehen finde ich grandios, und bei der aktuellen wetterlage sinnvoll sind sie sowieso.
danach geht es zum skifahren auf den berg. ich stelle fest, dass ich mich am vortag grandios übernommen und null kraft in den beinen habe. nach einigem herumgewürge gebe ich auf. ich setze mich in eine hütte und halte mich am nächsten lausigen kaffee fest (es liegt am wasser) und warte auf den liebsten. wir essen eine kleinigkeit und beratschlagen, wie es nun weitergeht.
mir fällt ein, dass ich auf einer zwischenstation etwas von winterwanderwegen gelesen habe, und ich lege fest, dass ich das testen will. der liebste kann währenddessen spielen gehen, so ist uns beiden geholfen und wir haben spaß.
ich fahre zur talstation und tausche die skistiefel gegen die neuen stiefel. hach, was geht es sich schön, mit einem leichten, griffigen schuh! :D
die zwischenstation liegt relativ ruhig an einem kleinen see. vermutlich ist es im sommer hier rappelvoll, aber so sind nur ein paar vereinzelte skifahrer unterwegs. ich stelle mir den timer, um die letzte bahn bergab nicht zu verpassen, und stapfe los.
ein winter-wunderland! eine dicke schneedecke, stellenweise knietief, und absolute stille. zunächst habe ich musik auf den ohren, aber der gute kalkbrenner ist in diesem majestätischen panorama schlicht eine fehlbesetzung, also musik aus und ruhe genießen. es ist so still, dass ich das leise rascheln des fallenden schnees hören kann.
ich folge einigen wegen, bald dampfend, weil es im tiefen schnee und bergauf hübsch anstrengend ist, und bin begeistert.
an der bahnstation bin ich deutlich früher als nötig - aber besser so als zu spöät und bergab laufen müssen (oder gar die bergwacht bemühen).
unten treffe ich wieder auf den gatten, wir erjagen noch eine kleinigkeit zum essen, packen unsere sachen weitgehend zusammen und fallen dann ins bett.

do.:
wir werden wach und sehen berge! was in der tat bemerkenswert ist, denn in den letzten tagen war es immer so verhangen, dass ich gar nicht auf dem radar hatte, dass wir von unserem fenster aus eine wunderschöne aussicht ins tal haben. das sind gute vorzeichen :D
wir verstauen die letzten sachen in den taschen, da der gatte heute zu seiner männerrunde weiterzieht und ich nach münchen fahre. das auschecken und auto-beladen gehen so schnell, dass wir eher auf der piste sind als an den beiden vortagen. nach einigen startschwierigkeiten fahre ich heute wieder entspannt ski, und wir haben einen sehr schönen letzten tag.
leider übertreibe ich es auch diesmal wieder, die buchstäblich letzte abfahrt ist die eine zu viel, sodass ich auf der absolut letzten rille zur talstation rutsche, platt auf allen kanälen. aber insgesamt sturzfrei.
wir verfrachten meine skier und equipment ins auto, trinken noch einen kaffee und ich starte gen münchen.
damit ich mich nicht über den fernpass quälen muss, empfiehlt mit der liebste, über innsbruck zu fahren. das gestaltet sich insofern schwierig, als dass das navi des fuchsen entfernungsangaben macht, die sich nicht ganz mit der realität decken. dadurch kurve ich einige kilometer über die dörfer und mache zwei ehrenrunden in einem kreisverkehr. aber insgesamt läuft es dann gut.
ich habe die spurverlassenswarnung abgestellt und nun ein deutlich besseres (lies: realitätsnäheres) bild von der breite des dickschiffs, und so kann ich die serpentinen von serfaus entspannt und zügig hinunterschnüren. auf der autobahn ist es sowieso entspannt.
an der grenze staut sich der verkehr, weil die fzg. einspurig und im schritttempo an sehr gestrenge ins fahrzeuginnere spähenden polizisten vorbeidefilieren müssen. an mir hat man nix auszusetzen, und so setze ich meinen weg nach muc unbehelligt fort.
knapp drei stunden nach dem start komme ich wohlbehalten bei der lieblingsschwester an. wir essen gemeinsam und quatschen noch eine weile. ich schlafe erstmals in diesem urlaub sehr gut.

teil 3 folgt.

#646 - urlauuuuub, teil 1

am sa., 09.01. start gegen mittag gen serfaus, keine staus, wenig bekloppte
auf den letzten metern fängt es zu schneien an
das hotel ist nett, das zimmer winzig - aber hey, wir wollen ja nicht in der bude hocken
in der ersten nacht schlafe ich mäßig.

das frühstück ist recht nett, gute auswahl, aber der kaffee ist gruuusig! eine bittere lorke, die irgendwie chemisch schmeckt. gar nicht meine.
der besteste gatte von allen besorgt die skipässe und bringt schon mal die skier und schuhe ins depot, während ich noch im zimmer herumpussele. der erste start dauert immer... bis ich mein ganzes equipment zusammen und alles in den rucksack gequetscht habe! und dann das umständliche anziehen - am ersten tag muss ich immer noch sehr genau überlegen, was zieh ich an, was muss mit für den fall der fälle, wie warm oder kalt ist es, ist es windig usw.
gegen mittag sind wir aber in der seilbahn.
die erste abfahrt nach zwei jahren pause ist gru-se-lig!! ich hab den eindruck, meine beine bestehen vom kinn bis zu den zehen aus spudding. also eher weichem pudding, nix schnittfestes. die erste piste ist ein einziges großes zittern.
der gatte lässt mich motzen und nörgeln und erträgt gelassen mein mich-selber-und-diese-ganze-bekloppte-chose-hassen-und-wünschen-ich-säße-auf-dem-mtb-oder-sonstwo. nachdem ich meine schuhe deutlich lockerer geschnallt habe, geht es in der zweiten runde beDEUtend besser. danach lasse ich dem muskelgedächtnis die zügel lang, und siehe! - es funktioniert. vieles kommt automatisch wieder, und nach drei oder vier runden fege ich schon wieder recht zügig (für meine verhältnisse) über die pisten.
mittag rasten wir auf der "sportalm", nein, nicht dem bekleidungsgeschäft, sondern einer hütte hier, und essen sehr, sehr gut. der gatte ein steak von der hiesigen kuh, ich einen salat mit hähnchen und pilzen. yummi!! nur der kaffee ist auch hier nix. dieser chemische geschmack ... näh. gar nicht meine. ob das am verwendeten kaffee oder am wasser liegt ...?
später fängt es an zu schneien. wir freuen uns.
den abend lassen wir bei käse, schinken und schichtkäse (meiner neuen futterleidenschaft!) ausklingen. wir gehen relativ zeitig ins bett und schlafen wie tot.

am mo.-morgen träume ich schlecht und wache entsetzt auf (verletzte katzen sorgen zuverlässig für adrenalin, auch im traum).
das wetter ist von anfang an für mich völlig ungeeignet. es schneit und ist neblig. wir fahren gegen mittag auf den berg. an der ersten station sehe ich praktisch nix, der wind kommt waagerecht über den kamm gefegt und reißt feine eiskristalle mit. dazu nebel. ich quäle mich die erste blaue piste runter und bin mörderisch gefrustet. nix geht leicht, und mit der miesen sicht muss ich quasi-blind fahren - das funktioniert gar nicht.
wir beschließen, auf einer anderen piste unser glück zu versuchen. dort angekommen, bietet sich dasselbe bild. ich schicke den gatten eine runde spielen und setze mich mit einem (wieder nicht besonders leckeren) kaffee in die hütte. der gatte kommt später nach, er fährt technisch so gut, dass ihm das wetter nichts anhaben kann. wir essen gemeinsam. danach beschließe ich, dass ich mir bei dem wetter gar keinen abzubrechen brauche, und fahre ins tal.
wegen eines missverständnisses warte ich an der talstation eeeewig auf den gatten, dann telefonieren wir uns zusammen, er fährt noch eine weile und ich gehe ins fitnessstudio.
das studio ist am selben ende des dorfes wie die talstation – und unser hotel am entgegengesetzten ende. meh. aber ich will mich ja bewegen, also tobe ich im sturmschritt heim, packe fix mein zeug und trete den weg wieder an.
das studio ist toll, supermodern und recht leer, als ich ankomme. erfreulich. training mit freien hanteln ist aber eher suboptimal, dafür fehlt mir der platz, da noch ein anderer freihantelschwinger dort herumturnt und PLAAAATZ!! benötigt. tjanun, egal, ich mach ein bisschen schultern und arme, gefolgt von einer runde rudermaschine und danach reichliche 20 km ergometer. die geräte haben einen bildschirm, sodass ich während des strampelns optisch in marin county über die straßen flitze. sehr nett!
anschließend besorgen wir uns hiesige leckereien aus dem feinkostladen und schwelgen in den kulinarischen genüssen. hirschschinken! steinbockschinken! hirschkalbsülze! leeeeecker! dazu gibt es einen netten rotwein. gegen neun fallen wir todmüde ins bett. dummerweise schlafe ich extrem schlecht, wälze mich hin und her und träume wirres zeug.

am di ist das wetter etwas besser. es schneit zwar noch immer, aber der nebel ist (nahezu) weg. vor dem start auf die skipiste halten wir noch im sportladen an, wo ich eine warme jacke und ein kunstfell-puschel-jackenpulloverdings (wie ein hoodie, aber ohne kapuze) erstehe. blöd für mich ist, dass diese läden in den wintersportregionen ü-ber-all so gut ausgestattet sind ... *seufz* ich könnte mich hier jedes mal ruinieren ...
danach geht es auf die piste, wir versuchen unser glück, und siehe! - diesmal klappt es gut. wir fegen zunehmend zügig über die pisten und haben eine menge spaß. mittags kehren wir in derselben hütte ein wie am sonntag, und essen phänomenal gut. ich habe einen paillard vom hiesigen grauen rind (dünne fleischscheibe, in die parmesan und rucola gewickelt sind), dazu bandnudeln mit gemüse und eine grandiose rosmarinrahmjus. auch der kaiserschmarrn des gatten ist ein traum. bloß gut, dass wir hier nicht täglich essen :D es wäre der tod unserer gewichtsreduktionsbemühungen. (wenn auch ein SEHR schöner tod, zugegeben ...)
abends speisen wir die delikatessenreste vom vortag, dazu gibt es wieder ein weinchen.