2016-05-24

#671 - schön ist anders

es ist ein ewiges auf und ab derzeit. es gibt tage, die sind richtig schön. so zum beispiel der gehabte sonntag. es war richtig warm und sonnig, wir sind eine sehr schöne radrunde gefahren, und abends haben wir auf der nunmehr aufgeräumten terrasse gegrillt und den tag sehr entspannt ausklingen lassen.
auch der samstag war ziemlich nett. ich habe zwar bis mittags gearbeitet, das lief aber super, später haben wir am neu werdenden gehegeteil weitergearbeitet (rollrasen ist so ein geiles zeug! der vorher-nachher-effekt ist unglaublich befriedigend) und sind am frühen abend in die stadt gefahren. der tag endete mit einem grandiosen essen beim w. und war auch sehr schön.

aber.

der fidikatz muss operiert werden, er hat einen tumor unklarer malignität an einem knie. eigentlich sollte das gestern schon passieren, aber die tä bekam einen notfall rein. als ich fidi abends holte (eher ging nicht, der notfall sorgte für eine komplett gecrashte zeitplanung in der ta-praxis), war er SEHR unerfreut – und hungrig. beides ließ sich leicht lösen. aber derselbe angang steht uns nun am fr. nochmal ins haus.

dann hat das umweltamt meinen liebsten heute früh einbestellt und ihm eine sehr unerfreuliche mitteilung gemacht. die ist zwar nur temporär, aber es ist ein weiterer sack ziegel auf dem buckel der ohnehin taumelnden firma.

dann tun die versicherungen das, was ich erwartet hatte. was nun keine überraschung ist (weswegen es ja auch erwartung heißt). aber ich hätte es wahnsinnig schön gefunden, wenn mein elender pessimismus ein einziges mal unberechtigt gewesen wäre.

dann belastet mich die derzeitige situation auch insofern, als alles, was hier an hausarbeiten anfällt, nahezu komplett an mir hängenbleibt. mir ist schon klar (und ich habe daran auch nix rumzumeckern), dass der gatte derzeit einfach alle ist. da ist nix mehr mit „putz mal hier und wisch mal da“. er kann nicht mehr. trotzdem finde ich es unglaublich unerfreulich, praktisch ununterbrochen am pützeln-wischen-aufräumen zu sein. zumal das so eine irre undankbare sache ist - du siehst es nur, wenn es nicht gemacht wird. die (meine) arbeit leidet darunter auch, wenig überraschend. mein energievorrat ist halt auch endlich. nur kann und darf ich im moment nicht jammern, sonst bricht mir beim versuch der abhilfe der gatte überm gürtel ab.
natürlich fallen grade jetzt auch dinge an wie messerschleifen. seit einiger zeit wieder koche ich nahezu jeden abend was gemüsiges zu unserem toten  tier. und das gemüsige bleibt nur in den seltensten fällen im ganzen. aber mittlerweile sind wirklich alle guten messer stumpf wie hundeschnauze. eigentlich ist das messerschleifen eine der aufgaben des gatten. den beknie ich ungelogen seit wochen deswegen. mit dem ergebnis, dass ich die ersten beiden messer vorhin selber geschliffen habe und die anderen auch selber schleifen werde.
(das immerhin hat den vorteil, dass ich es nun auch richtig beherrsche und mich von “really sharp” zu “insane sharp” vorarbeiten kann, will und werde.)

„schön“ geht anders. und ich hoffe, dass dieser $%&§ früher als in einem halben jahr wieder abgeklungen ist. mir reicht es wirklich derbe.

rant ende.

2016-05-17

#670 - nee, ne?!

den flammenden nachschlag gestern hätte es echt nicht gebraucht! leben, jetzt ist mal gut. wir haben eine ausreichend dicke packung und auch genug daran zu schleppen. jetzt darf mal wieder ruhe einkehren, denn einen burnout, infarkt oder schlaganfall brauchen wir wirklich gar nicht.

danke.


2016-05-11

#669 - feuer statt feier.

statt einer netten feier meiner einundvierzigwerdung gab es ab samstag abend feuer. und zwar richtig. in der firma des liebsten, besten ehemanns ist eine halle in flammen aufgegangen. die rauchsäule war bereits am rand des l.er zentrums  zu sehen. das sind geschätzt 15 km.
apokalyptisch.
in der nacht tobte der brand mit rasender gewalt, zeitweise waren um die 80 feuerwehrleute im einsatz, dazu unzählige polizisten und - zum glück nur prophylaktisch - zwei notarztfahrzeuge.
die löschteiche in der firma waren noch in der nacht leer – tausend kubikmeter wasser! weg. nicht ausreichend.
lange war nicht klar, ob das containment ausreicht oder ob die flammen auf benachbarte gebäude und lager übergreifen würden. und während draußen die löscher löschten, waren drinnen ein paar todesmutige - darunter mein liebster - im einsatz und räumten so viel material wie möglich aus der halle, um es vor den flammen zu bewahren. unter voll-atemschutz und am rand einer halle, deren dach bereits teilweise eingestürzt war.
gut, die sind alle schon groß und mithin selber zu einer risikoabschätzung in der lage. im normalfall. aber wie normal ist ein großbrand? und ein normalsterblicher, der nicht jeden tag mit bränden und ihren auswirkungen auf die statik von lagerhallen befasst ist, wie gut kann der abschätzen, wann es wirklich gefährlich wird? also über das maß „in eine flammende lagerhalle hineinfahren und brennbares material herausholen“ hinaus?
fakt ist jedenfalls, ich hatte einen heidenschiss um meinen liebsten. ich trat daheim schneisen ins parkett, während er draußen buchstäblich in todesgefahr koordinierte, organisierte und material aus der brennenden halle baggerte.
von einem dachfenster hatte ich freien blick auf die szene, es sind ja nur wenige hundert meter bis rüber. es sah aus, als hätte sich das tor zur hölle aufgetan.
ein löschzug nach dem anderen rollte herbei, und was ich wirklich, richtig verstörend finde: es rollten auch die gaffer an. in hellen scharen. eine karawane der sensationsgeilheit. sogar familien mit kindern reisten eigens (auf dem rad!) an, um sich ein auge voll flammendes inferno zu holen. die schwarzen wolken und der beißende rauch hielten diese flachzangen nicht vom gaffen und filmen und fotografieren ab.
wir waren im zentrum, als mein liebster den katastrophenanruf bekam. auf dem weg raus stand an der ampel eine gruppe moppedfahrer neben uns. man diskutierte irgendwas - und ratet, wer etwa eine halbe minute (!!) nach uns in die x.-straße einbog? richtig. die halbhirne.

da stehst du in heller panik vor dem feuer, das deine existenz in frage stellt oder eventuell vernichtet. und diese beschissenen hackfressen stehen da rum, gaffen, filmen/knipsen, feixen sich einen und blockieren den rettern die zufahrt. zeitweise gab es stau bis zur nahe gelegenen autobahnausfahrt. die löschfahrzeuge mussten sich also durch einen fetten gafferstau wühlen. die gesamte querstraße war bis zur hauptstraße voller glotzer. irgendwann sperrte die polizei beide querstraßen dann ab.
ein besonders idiotischer heckenpenner kletterte über das tor der feuerwehreinfahrt, um von hinten auf das firmengelände zu kommen und fotografieren zu können.
das muss man sich mal vorstellen: vorne fährt der katastrophenschutz rum und weist die leute an, in ihren häusern zu bleiben und fenster und türen zu schließen, weil man nicht weiß, was alles in der tiefschwarzen stinkewolke drin ist, und hinten kommen die vollassis an und müssen ganz dicht ran ans geschehen, um ihrer sensationsgeilheit frönen zu können.

alter falter.

die halle ist komplett im eimer, vom material konnte eine erfreulich große menge gerettet werden. die von einer „zeitung“ mit besonders großen buchstaben beschworene giftgaswolke war gottlob keine. und es gab keine unmittelbar vom oder durch den brand verletzten.

und das beste, wichtigste für mich: ich hab meinen liebsten heil und in einem stück wieder. ich hoffe nun, dass er dem nun folgenden stress auch standhält ... ich für mein teil bin dem aus-den-latschen-kippen jedenfalls bedrohlich nahe.

heute, am tag 4 nach brandausbruch, brennen die reste immer noch. ganz gelöscht werden kann das wohl erst, wenn die mauern nicht mehr stehen. das soll wohl morgen geschehen.

die kripo war bereits vor ort, um die brandursache zu ermitteln. die sachverständigen sind auch bereits (weitgehend? komplett?) durch.
nun sind die versicherer dran, und da ist es genau so hochdramatisch wie in der samstagnacht. mit ihrem verhalten steht und fällt die weitere existenz der firma. dazu noch ein bisschen bankentheater, nix neues aus der richtung. und zu allem überfluss hat die kollegin bei der meldung des besonderen vorkommnisses einen möglicherweise verheerenden fehler gemacht und ihre mengenschätzungen da eingetragen. die das u.-amt nun für bare münze nimmt.

wie es nun weitergeht, das weiß der himmel.

mein twitterstream der nacht. (warum bei manchen von den tweets die schriftgröße so ausreißt, weiß ich nicht.)








2016-05-06

#668 - seltsam.

es gibt schon sehr seltsame geschehnisse auf diesem planeten.

da ist ein mensch aus meiner seeeehr vergangenen vergangenheit, seines zeichens fotograf, künstler und tätowierer, lebenskünstler und insgesamt mittelschwer wunderlich.
mit diesem hatte ich vor gut zwanzig (ZWANZIG!) jahren mal aufschlag, der fotografiererei wegen. wir hatten eine weile kontakt und so was wie ein affärchen, ich dachte etwas intensiver darüber nach, mich (von ihm oder überhaupt) tätowieren zu lassen, war ein paar mal da und wir machten ein paar coole fotos zusammen, hingen miteinander ab und das war's im wesentlichen auch. der kontakt schlief irgendwann mitte der neunziger ein.

vor ein paar wochen (also anno 2016!) bekam ich von ebengenau diesem menschen eine mail mit der bitte?anfrage? um kontaktaufnahme. wo ich mich schon frage, was treibt ihn, mich nach 20 jahren anzuschreiben. so dicke waren wir damals nicht. die gemeinsame zeit war eher ... nun ja, schräg, und ... insgesamt ... ja, gemerkt habe ich es mir schon, aber abgelegt unter „seltsame begegnungen“. und nach 20 jahren frage ich mich sehr, was er will. ich habe ihm geantwortet, kurz und freundlich (und schon auch ein bisschen neugierig) – und seitdem ist wieder stille.
(gut, bin ich jetzt auch nicht sooo böse drüber. es hat schon seinen grund, dass wir in den letzten jahren nix mehr voneinander gehört haben.)

und der andere ... eine ex-liaison, ebenfalls aus uralten zeiten im wilden westen. nach vielen lügen auf beiden seiten und einer sehr schmutzigen trennung war jahrelang funkstille, und vermisst hab ich den auch überhaupt nicht. irgendwie machte er mich aber ausfindig, und seitdem meldet er sich regelmäßig. die erste kontaktaufnahme war eine postkarte an mich unter der adresse meines vaters, die schickte er von seiner hochzeitsreise. das war für mich schon mal das erste mal *kopf>tisch*. wenn ich mich nach jahren bei einer ex-liebschaft melde, dann doch ziemlich sicher nicht mit der mitteilung, wir haben uns ja ewig nicht gehört, deshalb wollte ich dir heute die frohe kunde verkünden, dass ich jetzt legal mit ner neuen frau ins bett darf. das war schon ein mittelschwerer fall von „wee tee eff??“ für mich.

seitdem trudeln in regelmäßigen abständen, zu meinem geburtstag und um weihnachten/jahreswechsel, berichte von ihm ein. und es sind wirklich berichte. „am soundsovielten fuhren (eheweib) und ich mit (befreundetem ehepaar) nach xy zu einem xx-tägigen winterurlaub. das wetter war (wetter einsetzen), (entweder lobende oder weniger erfreute bemerkung zum wetter). wir standen im stau/standen nicht im stau. die kinder taten dies und jenes.“ so in der richtung. so richtig dolle interessieren tut es mich nicht, aber wie teilt man das freundlich mit? ich habe ihm ein paar mal ausführlich geantwortet, vor jahren. und mich seit wirklich langer zeit (drei jahren?) nicht mehr bei ihm gemeldet und gehofft, dass er es merkt. aber die antwort ist leider „nein“. nun hat er zum diesjährigen geburtstag nicht nur gemailt, sondern sogar eine postkarte geschickt.
und die letzten mails als ausdrucke beigelegt.

einerseits finde ich es schon ein bisschen rührend, mit welchem aufwand er den kontakt aufrecht zu erhalten sucht. andererseits finde ich es auch sehr creepy. wenn ich ein jahr oder mehr von jemandem nix mehr höre, dann lass ich es halt sein.
mein problem dabei ist, dass ich nicht recht weiß, wie ich ihm sagen kann, dass mich seine berichte von den familienurlauben nicht sooo sehr interessieren. wenn mich das leben des anderen interessiert, dann ist das eher, was denjenigen so bewegt, was ihn/sie freut, aber eher nicht „die kinder spielten bei einundzwanzigkommavier grad celsius im seesand, während das befreundete ehepaar und wir anselm eiches spätwerk hinsichtlich der interpräkativen antipinoxe auswerteten“.

na, da habe ich jetzt noch ein bisschen was zum dran-rumdenken.

#667 - was ich so den ganzen tag mache?

gelegentlich passt es, dass ich am 5. eines monats dran denke (korrektur: es ist mir schon einmal gelungen), aufzuschreiben, was ich den tag über so gemacht habe. unter dem häschtäck #wmdedgt ("was machst du eigentlich den ganzen tag?) sammeln sich da die berichte.

alsdann.

den gestrigen freien donnerstag begannen wir mit abgebrochenem ausschlafen. also eigentlich schon, nach neun aufstehen zählt sicher als ausschlafen. aber so ganz hundertpro munter fühlte ich mich noch nicht.
ein gemütliches frühstück und dreivier kaffee schlossen sich an, inklusive gemütlichem & gemeinschaftlichem das-interner-leerlesen. das bewässern des neuen rollrasens (im katzengehege) fiel aus, weil die zisterne leer ist (oh shit!! das müssen wir dringend ändern! die gießsaison kommt erst noch ...), die getopften pflanzen bekamen wasser aus der regentonne.
anschließend beratschlagten wir, wie wir den wunderbar sonnig-warmen tag nutzen wollten, lies, wo es mit den bikes hingehen sollte. wir waren uns schnell einig, dass wir für eine anreise mit dem auto irgendwo hin deutlich zu spät wären. daher lautete plan a: zum käffchen trinken ans e.-flutbecken.

vor den start haben die götter indessen das „dies, das und jenes muss aber noch schnell erledigt werden“ gesetzt. daher zog es sich wie üblich noch eine gute weile. ich räumte die küche auf, beseitigte katzenfutterspuren, startete den geschirrspüler und pützelte hie und da ein bisschen herum. off topic: kann nicht mal jemand eine küchenspülmaschine erfinden? in die man ein stück seife reiniger hineinwirft, die türen schließt, einen startknopf drückt und nach 2 stunden eine saubere küche hat? ich glaube, das wär eine marktlücke.

beim reinigen meiner trinkblase schoss ich mir gleich noch ein bisschen in den fuß. ich bin da leider ein schlummi und vergesse regelmäßig, die blase sofort nach benutzung zu spülen und zum trocknen aufzuhängen. der letzte inhalt hatte nun etwas angezogen (=war angegoren). so spülte ich mit einem ordentlich aggressiven reiniger um, ließ das ganze etwas stehen, bürstete nach und spülte drei oder viel mal durch. und befüllte die blase dann neu, ohne zu testen, ob noch reinigerreste zu schmecken waren. long story short: ja, waren sie (schmecken deutlich bitter *bäh*) und ich büßte das mit magengegrummel. aber da mein magen ein ansonsten recht resistentes teil ist, blieb es dabei.

gegen zwei saßen wir auf den rädern. als wir den see erreichten, stellten wir fest, dass gefühlt drölfzig fantastillionen leute dieselbe idee hatten. spontan beschlossen wir, doch lieber keinen slalom um spazierenroller, fußgänger, kleine hunde und kinder und aggressive senioren fahren zu wollen, was bei der zunächst geplanten tour bei so viel begängnis unausweichlich gewesen wäre.
stattdessen ging es richtung h.-see.
das erwies sich als super-idee, da viele teilstrecken unbefestigt und mithin deutlich weniger überlaufen, stellenweise sogar komplett leer waren. am h.-see besorgten wir uns einen kaffee und eine „eistorte-wider-willen“: eine erdbeersahne-geschichte, die eigentlich gar nicht für diesen tag gedacht war. aber da die heerscharen von ausflüglern der cafébetreiberin buchstäblich alles leergefressen hatten, musste nachschub her - und der war eben noch nicht richtig aufgetaut. aber beides schmeckte trotzdem vorzüglich, der kuchen war auch mal in sinnvoller portionsgröße. ich bin ja gar kein fan der allgegenwärtigen xxxxxl-portionen (gern auch für viel geld), weil ich mich extrem schwer damit tue, essen übrigzulassen, wenn es mir schmeckt. daher fand ich es klasse, dass dieses sahnige monster ein schmales monsterchen war und – bonus!– auch nicht die welt kostete :D
anschließend setzten wir unsere runde fort, diesmal in bester verfassung und nicht so völlig platt wie beim erstversuch.

gegen sechs langten wir wieder zuhause an und setzten uns mit käffchen (ich) bzw. bier (der gatte) auf die terrasse.
plötzlich schaute mein liebster hoch und meinte, „ach schau mal, wer da ist!“ ich hatte zwar ein motorengeräusch registriert. aber da seit einsetzen des schönen wetters permanent die heizerfraktion (wahlweise: die nervsäcke mit ihren lanz-bulldoggen) lautstark an s. vorbeiposaunen, war mir das unauffällige schnorcheln der kilogixxer komplett durchgerutscht. jbob war auf seiner ausfahrt an s. vorbeigekommen und hatte spontan beschlossen zu gucken, ob wir da sind. da ich seit mehr als einem jahr nix gehaltvolles mehr von ihm gehört hatte, fand ich das durchaus erfreulich, zumal er diesmal auch keine hilfe bei irgendeiner katastrophe brauchte.
wir unterhielten uns ein knappes dreiviertelstündchen, dann ritt er heim zu seiner liebsten, und wir widmeten uns der abendbrotvorbereitung.

zum abendessen gab es die beiden gestern gekauften doraden vom grill, dazu ein blumenkohlpüree und gedünsteten kohlrabi. der tollste gatte der welt gönnte sich ein bier, und wir ließen den tag mit den expendables 2 ausklingen. über die sprüche könnte ich mich jedes mal aufs neue beömmeln („wer kommt noch? rambo?“) und stellte mal wieder fest, dass ich actionfilme nur dann erträglich finde, wenn sie sich selber nicht allzu ernst nehmen. ein sinnfreies superhelden-geballer-und-gemetzel mit den ewiggleichen weißen, mittelalten dudes geht mir mittlerweile nach kürzester zeit furchtbar auf den zünder.

gegen halb zwölf gingen wir ins bett und waren dank der rund 50 km auch baldigst eingeschlafen.

2016-04-29

#666   wenn die zahl in der überschrift versehentlich zum inhalt passt ...

warum? nun: das we naht, das wetter ist prächtigst, eigentlich hätte es mit dem rad zum training gehen sollen, der gatte will heute eher schluss machen, damit wir gemeinsam ne runde drehen können.

und was passiert? mich streckt irgendwas magendarmiges nieder. so richtig. keine details, nur so viel: es ist anstrengend und ich fühl mich lausig.

tolle wurst ...


2016-04-25

#665 – was soll das?!

ende der letzten woche war ich auf einem seminar in weitweitweg. je richtung 500 km fahrstrecke. ich fuhr den fuchs. über dessen eigenheiten (gefühlte breite „dank“ spurverlassenswarnung, siehe hier) hatte ich ja anfang dieses jahres schon mal gemeckert.
diesmal beschäftigt mich die straßenlage. dieses dickschiff wurde ganz explizit für hohe geschwindigkeiten gebaut. (Vmax sind immerhin 265 km/h.) um so befremdlicher finde ich, dass er so beschissen liegt. dergestalt, dass ich weder beim selbstfahren noch beim mitfahren mehr entspannt bin, wenn die 185 km/h überschritten werden. (ob es gut/klug/sinnvoll/umweltfreundlich/whatever ist, so schnell zu fahren, diskutiere ich hier nicht.)
mir ging das von anfang an so: ab spätestens 200 fühle ich mich extrem unwohl. ich habe den eindruck, das fahrzeug springt und liegt nicht sicher auf der straße. das war bei dem vorgänger, dem schimmelchen, völlig anders. mit dem bin ich entspannt und ruhig auch 240 km/h mit- und selbst gefahren, ohne dass ich angstschweiß auf der stirn hatte.

soeben fuhr der gatte nun also wieder zum händler. ich weiß nicht, zum wievielten mal der bolide jetzt wegen seiner straßenlagen-unarten in die werkstatt geht. das sechste mal? das siebte?
so langsam nervt es mich kolossal. beim nächsten neuwagenkauf wird bmw mit so einer lausigen performance nicht wieder in die engere auswahl kommen. und das will was heißen, ich bin nämlich eigentlich ein wirklich fangirliges fangirl für die blauweißen.


*sehr genervt ab*