2015-08-28

#626 - gähnkrampf

schon blöd, um zehn am rechner zu sitzen und erst mal nicht zum arbeiten zu kommen, weil mich ein gähnanfall nach dem anderen in seinen pranken hält ...
der vor- und gestrige tag waren durchaus anstrengend, abends viele leute da (mi) bzw. spocht (gestern), heute nun stehen 1 h training, physiotherapie und noch mal arbeit an.
eigentlich wollte ich mit dem fahrrad in die stadt fahren, aber bei dem wetter und dem müde-zustand lass ich das sein. aussehen wie ein schlammklumpen ist nicht toll, und eingeschlafen vom rad fallen auch nicht.
mal sehen, nach dem wievielten kaffee die gähnerei nachlässt.

*gähnend ab*

2015-08-24

#626 - #bloggerfuerfluechtlinge

es ist mir so unglaublich ... ja, was eigentlich? „peinlich“ trifft es nicht - es regt mich auf und kotzt mich an, was (nicht nur, aber auch) in ost-ossiland – heidenau, freital und umgebung – grade passiert.

dass sich - ausgerechnet hier! - menschen vollpfosten trauen, flüchtlinge anzugreifen, die vor krieg und elend geflohen sind. ausgerechnet hier! und ganz besonders im tal der ahnungslosen, von denen so viele abgehauen sind.

und es waren in der verblichenen täterä mitnichten nur politisch verfolgte, die „rübergemacht“ sind (teils unter ganz erheblichen gefahren für leib und leben).
da war das ehepaar, das von der ddr eine auszeichnung (sinngemäß) für gutes sozialisten-sein inkl. kreuzfahrt bekommen hatte und im bosporus vom schiff sprang. die kamen an land an mit nichts als ihren nassen klamotten. sie wurden aufgenommen, durften in das land ihrer sehnsüchte einreisen und bekamen ordentlich starthilfe.
oder die eine, die einen schleuser teuer bezahlte und ihrer kleinen tochter schlaftabletten gab, damit das kind im kofferraum des fluchtautos nicht schrie. sie bangte, ob die kleine das überlebt. (ja, tat sie.)

die sind nicht aus politischen gründen abgehauen oder weil krieg gewesen wäre. sie hatten ein dumpfes bedrohungsgefühl und wollten in eine gefühlt bessere welt. also äonen, lichtjahre davon entfernt, was die flüchtlinge aus syrien und umgebung heute durchmachen.

und wie viele sind in den end-80ern/anfang der 90er „rübergemacht“ in den goldenen westen. (hier übrigens dazu mal kurz ein spiegel-artikel von damals.) neid und co. sind also offenbar keine rein ossideutschen „tugenden“ *

ein auszug aus dem artikel von damals:
Der Sozialdemokrat verweist auf sozialpsychologische Studien, denen zufolge sich der Patriotismus der Westdeutschen vor allem auf die ökonomische Leistung stützt. Dieser "Wirtschaftspatriotismus" schlage jedoch rasch in "Wohlstandschauvinismus" und in "ausgrenzende und fremdenfeindliche Gefühle" um, sobald jemand - wer auch immer - einen Anteil am Wohlergehen beansprucht.
tja, da hat sich genau nix verändert.

ich agitiere und diskutiere mit einigen hier, über deren uninformiertheit ich mich aufrege. am ende sind wir alle müde und leerdiskutiert und unzufrieden - ich, weil ich dieses bornierte „ich-mir-mein und keiner darf mehr haben als ich“ so unausstehlich finde, die anderen, weil sie rationalen argumenten nicht zugänglich zu sein scheinen und mich mit ihren angstgespinsten nicht niederdiskutiert bekommen.

das schlimme ist, dass zu denen auf der anderen seite auch menschen gehören, die mir lieb und teuer sind. aber die dürfen mir alle gepflegt den buckel runterrutschen. ich helfe, und fertig.

hier werde ich nach und nach eine kleine linkliste zusammenstellen mit artikeln zum thema.

(tut mir leid, dass das jetzt ein ziemlich zusammenhangloses geschreibsel geworden ist. gut möglich, dass ich diesen eintrag in den kommenden tagen noch nachbearbeite und überpoliere.)

2015-08-20

#625 - zwei räder unterm hintern

es ist höchst erstaunlich, wie sehr mich ein halber tag auf dem bike entspannt.
gestern hatten wir ein techniktraining bei einem mehrfachen trial-weltmeister gebucht. vorher hatte ich erst mal muffe ohne ende und mir wegen der beiden letzten erlebnisse mit ahnungslosen "trainern" (a.k.a. flachpfeifen, die ihre kunden nix lehren, sondern zeigen müssen, wie toll sie sind) mental schon mal eine prachtvolle angst- und drohkulisse aufgebaut.
gestern dann: nieselregen, 13 grad, äußerlich keine so ganz prachtvollen bedingungen. ABER: dafür ein trainer, der den namen verdient, und uns was beibringt.
ich habe einen dicken AHA!-moment beim kurvenfahren (mehr gewicht aufs vorderrad), werde ernstgenommen und gut behandelt und werde nicht benörgelt oder beschlaumeiert, als ich eine aufgabe ablehne, mit der ich mich überfordert fühle.
der gatte lernt ebenfalls eine menge, wird erstgenommen und gut behandelt, überschätzt sich und stürzt (aber harmlos, nasse wiesen sind gute sturzdämpfer), macht eins kleiner weiter und lernt noch mehr.
dazu viele gute gespräche.

auf dem weg zurück laufe ich lachend hinter den beiden männern her, als der untergrund eklig wird (nasser wurzelteppich mit nennenswerten stufen). das ist mir noch nie passiert: eine für mich zu schwierige passage zu fuß zu passieren und mich dabei ganz grandios fühlen. normalerweise fühle ich mich dann sehr unzureichend und linkisch.

ich fahre voller erkenntnisse und mit einer großen tüte "hausaufgaben" (=sachen, die ich verbessern möchte) heim. auch der gatte hat ein breites grinsen im gesicht.

abends sind wir beide platt wie die sportmützen, verputzen noch jeder ein entrecôte und fallen kurz vor 10 todmüde in die betten.

heute habe ich merklich muskelkater, besonders im oberkörper, bin gut gelaunt und motiviert, und die arbeit fluppt, auch wenn der output nicht die masse ist.

das biken mit dem lieben gatten macht mich glücklich.

2015-08-14

#624 - mein garten macht mich glücklich. immer und immer wieder.

heute nacht gewitterte es einige zeit heftig und goss in strömen. ich wachte auf, schloss die fenster und freute mich über den vielen regen - die regentonne auf der terrasse ist wieder voll!

heute morgen frühstückten der tollste ehemann der welt und ich wieder draußen, und ich stellte fest: das grünzeug sieht wunderbar aus :D die sommerblüher blühen aus leibeskräften, auch die exoten gedeihen prächtig — kunststück, bei den temperaturen —, und den gurken und tomaten kann ich fast beim wachsen und reifen zusehen.

vorhin goss ich dann auch die pflanzen, die gut geschützt neben der terrassentür stehen, die vom regen nix abbekommen haben.
es folgte ein wunderbarer moment intensiver glücksgefühle: auf der wiese stehen, in das malerische pflanzengewirr gucken, die sonne auf der schulter, das wochenende in greifbarer nähe und drei RIESIGE gurken am katzenbeet haben.
am liebsten würde ich mich jetzt direkt und sofort auf alle viere werfen und in der sommerwarmen erde wühlen. indessen: die arbeit wartet.

nun denn, auf, auf, ihr frauen, frisch und froh ...

*summend an die arbeit*

2015-08-12

#623 - auf und ab

es ist merkwürdig, dass auf einen guten tag immer ein weniger guter folgt, in dem besonders die terminologie so gar nicht will.
das war vom ersten tag an so. ich verstehe es nicht, vermute aber, dass ich mich damit werde abfinden müssen.

beim übersetzen war das nicht der fall. oder erinnere ich mich nur nicht daran? ich weiß es nicht. (oh, da fällt mir ein versäumnis ein, dem ich schnellstens abhelfen muss! gleich mal nen merker anlegen.)

nun denn, auf ans werk.

2015-08-11

#622 - ein guter tag

das war der gestrige tag:

  • frühstück auf der terrasse :D
  • startschwierigkeiten mit wortfindungsstörungen. was man so braucht als schreiberling. ein guter tipp von kittykoma sorgte für abhilfe. 
  • ab mittag lief es wie bekloppt.
  • sehr nettes telefonat mit der terminologischen freundin und lob für ein neu erstelltes wortfeld. 
  • schnelles mittag mit dem liebsten ehemann auf der terrasse.
  • abends (kurz) schwimmen im see. erst kalt, dann toll!!
  • kino mit den freundinnen mit popcorn und radler im ausgesprochen angenehm klimatisierten kinosaal.
    magic mike xxl war jetzt von der story her ... ähm ... wie sag ich das jetzt höflich? - sagen wir: unterkomplex *lach*, aber richtig gute unterhaltung mit augenzucker galore (neeeee, wat ne überraschung ...) und jada pinkett als bonus. und keine full frontal nudity (die ich wirklich immer unnötig finde). 
  • heimfahren im offenen roadster mit richtig laut musik (auf der bundesstraße darf und mach ich das :D).
  • noch schön mit dem liebsten gequatscht und gegen mitternacht ins bett gefallen und gut geschlafen.
in summe ein richtig schöner tag.


2015-08-07

#621 - ah ha!

als nächstes muss ich ins büro und mit dem scheidenden junghe ... jungkollegen absprechen, wer für den nervjob wann was erledigt. aber nach der vorbesprechung am mi. sieht es ganz danach aus, dass ich keine wochenenden durchrocken muss. ich freu mich!!einseelf11!
den bericht fürs amt bastele ich in der kommenden woche. den bekommen sie zusammen mit der unangenehmen aufgabe überreicht. damit ist der irdischen, amtlichen gerechtigkeit genüge getan.
(seltsam: wenn mein mann mit dem amtmann err kommuniziert, dann geht das höflich, freundlich und ohne anschisse von oben herab. man wundert sich.)

die freundin r. hat gestern zum hiroshima-day zusammen mit flyern gegen atomkraft 500 selbstgefaltete kraniche verteilt.
ich weiß nicht, warum. aber selbstgefaltete kraniche rühren mich zutiefst, und ich muss wirklich immer mindestens ein tränchen verdrücken. das betrifft nicht nur die kraniche der r., sondern auch die, die ich vor jahren von einem japanischen reporter geschenkt bekam als dankeschön für ein interview.
seltsam.
außerdem bringt r. mich (ganz ohne missionarischen eifer) dazu, vieles zu überdenken - und wahrscheinlich werde ich mich dann doch auch außerhalb meiner vier wände zu engagieren anfangen. ich muss ja nicht alles grundsätzlich gut finden. nur die themen, die mir am herzen liegen.

das heutige training habe ich auf zuhause verlegt. es ist mir einfach zu warm, um mitm rad in die stadt zu fahren. mit dem auto bin ich nicht wesentlich schneller, und ich finde es irgendwie bescheuert, zum sport mitm sportwagen anzureisen. wenn es - wegen akuter zeitnot oder wirklich schlechten wetters - nicht anders geht: okay. aber nicht in solchen fällen wie heute. zumal ein weiteres auto der luft in der stadt auch nicht übermäßig gut tut.
also verlegen wir das training auf skype. ich bin gespannt, wie das laufen wird.

dass ich mich heute mit magenschmerzen herumplage, finde ich ja ausgesprochen unnötig. unwohlsein bei - jetzt schon - 26 grad ist eher blöd, wennde mich fragst.

so, und nun ab ins büro und dann an die terminologie, damit ich nachher wirklich beizeiten schluss machen und in den (erstaunlich kalten!) see springen kann.